„Gib uns bitte unser Kind zurück“
26.09.2010 | 18:36 Uhr 2010-09-26T18:36:00+0200
Grefrath.Seit 23 Tagen ist der elfjährige Mirco verschwunden. Nun haben seine Eltern unter Tränen an die mutmaßlichen Täter appelliert. Die Polizei blieb bei einer neuen Suche weiter ohne Erfolg. Seit Samstag gibt es wohl einen „vielversprechenden Hinweis“.
Sie haben wieder gesucht am Wochenende, haben mit rund 400 Polizisten jeden Stein umgedreht, unter jeden Busch geschaut und in jedes Loch geschaut. Diesmal rund um die Abtei Mariendonk. Und seine Eltern haben im Fernsehen unter Tränen an die Täter appelliert. Bisher vergeblich. Auch 23 Tage nach seinem Verschwinden gibt es keine Spur vom elfjährigen Mirco aus Grefrath.
Es sind nicht einmal eineinhalb Minuten, doch wer sie am Samstag gesehen hat, wird sie lange nicht vergessen, so herzergreifend sind diese Bilder. In der Aktuellen Stunde des WDR haben sich Sandra und Reinhard Schlitter an den Täter gewandt, der ihren Sohn entführt, schlimmstenfalls ermordet hat. „Gib uns bitte unser Kind zurück oder sage, wo wir Mirco finden können“, fleht seine verzweifelte Mutter, während sie immer wieder mit den Tränen kämpft und hilfesuchend die Hand ihres Mannes sucht. Illusionen über das Schicksal des Elfjährigen macht sie sich nicht. „Ich weiß, dass Mirco etwas Schlimmes zugestoßen ist, das fühlt eine Mutter.“ Ein Funken Hoffnung aber bleibt. „Wir würden ihn gerne in unsere Arme nehmen... und sagen, dass alles wieder gut wird.“
Bislang noch kein anonymer Hinweis eingegangen
Der Appell war mit der Polizei abgesprochen. „Wir haben die Hoffnung, dass der Täter sich beeindrucken lässt und uns einen anonymen Hinweis gibt, wo wir Mirco finden können,“ bestätigt Polizeisprecher Willy Theveßen. Bis zum Sonntagabend wurde diese Hoffnung allerdings nicht erfüllt. „Verhalten“ nennt Theveßen die Reaktionen auf die TV-Ausstrahlung. Das sei aber nicht ungewöhnlich, ergänzt der Sprecher. „So eine Botschaft muss erst einmal sacken, bis sie möglicherweise etwas bewirkt.“
Untätig aber bleibt die Polizei bis dahin natürlich nicht. Bereits am vergangenen Freitagabend setzte sie Radarfallen ein. Mit ihnen wurden in Grefrath alle Fahrzeuge fotografiert, die zwischen 20 Uhr und Mitternacht in der Umgebung des vermutlichen Tatorts unterwegs waren – unabhängig von ihrer Geschwindigkeit. Die Kameras standen an den Fundorten der Kleidungsstücke des Jungen und dort, wo sein Fahrrad entdeckt worden war. Da die Ermittler davon ausgehen, dass der Täter aus der Region stammt und immer wieder die gleiche Strecke zur gleichen Zeit fährt, „ist er mit viel Glück und Zufall vielleicht auch geblitzt worden“, sagt der Leiter der Sonderkommission, Ingo Thiel. Polizeisprecher Theveßen sprach von „mehreren hundert Fahrzeugen“, die bei der Aktion erfasst worden seien. Die Fotos sollen nun in einer Datenbank gesammelt und ausgewertet werden. Wenn nötig, könnten einige Fahrer später als Zeugen befragt werden.
Suche soll am Montag weitergehen
Zur selben Zeit wurden in den Gaststätten in und um Grefrath Listen ausgelegt. Darin soll sich jeder eintragen, der dort freitags verkehrt oder am 3. September zu Gast war, als Mirco verschwand.
2400 Hinweise aus der Bevölkerung sind mittlerweile bei der Soko Mirco eingegangen. Von einer „heißen Spur“ hat die Polizei bisher nie gesprochen. Seit Samstag aber gibt es zumindest einen Hinweis, den Ingo Thiel für „viel versprechend“ hält, ohne Einzelheiten zu verraten. Eine Zeugin habe etwas gesehen, das ins Bild passen würde, heißt es nur.
Kurzfristig wurden noch einmal vier Hundertschaften der Polizei zusammengezogen, „um in einem Gebiet zu suchen, in dem wir bisher noch nicht gesucht haben.“
Unterstützt von Hunden und Hubschraubern durchkämmten die Beamten ein Gelände in der Nähe der Abtei Mariendonk, einem Benediktinerinnenkloster im Grefrather Ortsteil Mülhausen. Am Montag soll weitergesucht werden.
14:32
Es ist an der Zeit das Strafgesetzbuch in der BRD auf einen aktuellen Stand zu bringen. Verbrechen die sexuelle Beweggründe haben und gleichzeitig Verbrechen am Kind bedeuten, sollten vom Grundsatz her eine echte lebenslange Haft bedeuten. Da die Gefahr eines Irrtums besteht, muss auch die Möglichkeit einer Revision bestehen und das über die gesamte Dauer der Strafe.
Die Würde des Menschen ist unantasstbar, jedoch streitet ein Täter jede Würde des Opfers ab. Somit ist er auch indirekt damit einverstanden, dass der Staat ein Urteil verhängt, welches den Täter für alle Zeiten als unwürdig (unsozial) erklärt und verhindert, dass weitere Kinder Opfer werden. Daher ist die Wiedereinführung der Todesstrafe für diese Täter eine Pflicht.
06:58
Leider ist man auch in solchen Situationen vor Vollidioten (#4 von BerndBrums) sind geschützt. Ich wünsche den Eltern alle Kraft der Welt um diesen Schmerz zu bewältigen.
00:12
#4 BerndBrums
Ich wollte eigentlich einen etwas längeren Kommentar schreiben. Das ist mir aber nicht geglückt.
Deshalb kurz und bündig:
Sie sind ein extrem dummer Mensch (Vollidiot),
oder so heisst das, glaube ich zumindest.
00:03
Hey Bernd,
schmeiß Deinen Computer aus dem Fenster und verschwinde aus dem Internet.
22:23
#4 BerndBrums
Sie sollten mal die Biermarke wechseln oder das Trinken ganz lassen. Oder gibt es noch eine andere Erklärung für solch einen bescheuerten Kommentar?
22:05
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21:38
Ich hoffe und wünsche das man den Jungen findet und den Täter direkt mit.
21:09
#4von BerndBrums
Was soll dieser Bezug Ihres Kommentars im Kontext des Artikels hier? Ich finde das unangemessen und respektlos, auch gegenüber den Eltern des vermissten Kindes. Wenn Sie meinen, Genaueres zu wissen, dann sollten Sie sich an die Polizei wenden. Andernfalls sollten Sie es unterlassen, Probleme, die in Bezug auf Migranten in unserem Land bestehen, im Zusammenhang mit dem bedrückenden Thema des o. a. Artikel zu setzen.
20:57
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20:43
Holt euch bitte dieses Biest. Hoffentlich ist der geblitzt worden und wird erwischt. Wer einem Kind etwas antut, ist kein Mensch mehr.