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Studie

Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps

25.08.2009 | 16:03 Uhr
Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps

Berlin. Eine neue Studie geht der Frage nach, wie sich die Häufigkeit bestimmter Krankheiten in Deutschland entwickelt. Ergebnis: Aufgrund des Alterungsprozesses und der Demographie gibt es einen enormen Anstieg - etwa der Herzinfarkte. Die Versorgung der Patienten kommt daher rasch an ihre Grenzen.

Das deutsche Gesundheitswesen ist einer neuen Studie zufolge personell und finanziell nicht auf die künftige demografische Entwicklung vorbereitet. Bereits in zehn Jahren, wenn die geburtenstarken Jahrgänge zunehmend das Rentenalter erreichten, werde dies gravierende Auswirkungen haben, wie eine Untersuchung ergab, die das Fritz Beske Institut für Gesundheits-System-Forschung am Dienstag in Berlin vorstellte. «Es darf keine weitere Reform im Gesundheitswesen, keine neue Gesetzgebung mehr geben, die sich nicht an der demografischen Entwicklung orientiert», forderte Institutschef Fritz Beske.

Verdopplung der Demenzfälle

Laut der «Morbiditätsprognose 2050», die die zukünftige Krankheitshäufigkeit für 22 ausgewählte Erkrankungen hochrechnet, ist zwischen 2007 und 2050 unter anderem mit einer Verdopplung der Demenzkranken von 1,1 auf 2,2 Millionen zu rechnen. Die Zahl der Herzinfarkte könnte in diesem Zeitraum um 75 Prozent auf 548.000 und die der Diabetiker um mehr als ein Fünftel auf dann 7,8 Millionen steigen.

In seinen in Berlin vorgestellten Hochrechnungen verglich das Fritz-Beske-Institut für Gesundheits-System-Forschung in Kiel die Zahl der Erkrankungen mit der Entwicklung der Bevölkerungsstruktur. So nimmt bis 2050 die Zahl der Erwerbsfähigen um 29 Prozent ab, die der nachwachsenden Generation unter 20 Jahren verringert sich sogar um 35 Prozent. Demgegenüber steigt die Zahl der Rentner um 38 Prozent und die Zahl der Hochbetagten über 80 Jahre um 156 Prozent. Damit stehen laut Studie 2050 nur noch 1,6 Erwerbsfähige für einen nicht mehr Berufstätigen zur Verfügung. «Diese Rechnung geht nicht auf», sagte Beske.

Beske wies darauf hin, dass schon ab 2020 die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter einträten. Ab dann sei zu erwarten, dass die Probleme im Gesundheitswesen stark zunehmen. Ablesen lasse sich dies am Land Brandenburg, wo die Bevölkerungszahl schneller schrumpft als im restlichen Deutschland. Dort wandern die Jungen aus, und die Alten und Kranken bleiben zurück. Die für Gesamtdeutschland für das Jahr 2050 errechnete Fallzahl an Krankheiten werde dort schon 2030 erreicht.

Schnelles Handeln dringend geboten

Der Forscher appellierte an die neue Bundesregierung, nach der Wahl schnell zu handeln. «Es darf keine weitere Reform im Gesundheitswesen, keine neue Gesetzgebung mehr geben, die sich nicht daran orientiert, was an Problemen auf die Gesundheitsversorgung aufgrund der demografischen Entwicklung zukommt», erklärte Beske. Die Planung für eine gesicherte Gesundheitsversorgung der heute 55-Jährigen müsse deshalb jetzt beginnen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) forderte angesichts der Studie von Politik und Krankenkassen, sie müssten «ihrer Aufgabe gerecht werden und die Mittel für den steigenden Bedarf zur Verfügung stellen». «2050 scheint noch weit, aber wir müssen jetzt gegensteuern», erklärte KBV-Chef Andreas Köhler in Berlin. (afp)

DerWesten

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Kommentare
25.08.2009
20:26
Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps
von JOGIBAER | #17

Diese Rechnung geht nicht auf........
Nicht die letzte Minusrechnung....
Wo gibt es auch einen Multi-Kulti Sozialstaat,der auf dauer finanzierbar bleibt??
Aus dem Märchen,wird es ein böses Erwachen geben!!

25.08.2009
19:57
Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps
von ossy | #16

Nach der Wahl wird die CDU und FDP werden wir der USA angeglichen.
Kein Geld keine Gesundheit

25.08.2009
19:40
Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps
von Sylke | #15

Okay, dann müssen die Alten halt mal sozialverträgliches Frühableben praktizieren. Es wäre den Kassen am liebsten die Leute würden garniht krank.

25.08.2009
18:52
Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps
von karlosdallos | #14

Und Altmanns Vergnügung-Unfall wurde sicher auch bezahlt.

25.08.2009
18:50
Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps
von karlosdallos | #13

Haupsache, die Reichen werden nicht krank, denn sie zahlen kaum Krankenkassen und Pflegeversicherungsbeiträge.

Weiterhin steht nämlich noch aus ob die 7 Euro Zeitarbeiter mit ihren Steuern die Finanzverluste soweit bezahlt haben, dass die Reichen ihren Anlagen ins Ausland folgen können.

Danke ihr Agenda2010 SPD und CDU

25.08.2009
18:30
Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps
von Christof Nachdenker | #12

Als erstes würde ich Zusatzbeiträge für Versicherte einfordern, die schwarz weiß sehen, oder Hartliner sind, und nicht einsehen wollen, das Übergewicht auch durch Krankheiten, Stress, Kummer oder andere Ursachen kommen kann.
Im übrigen ist Fliegen (in welcher Form auch immer) ungefährlicher als z.B. Fußball.

Viele Grüsse

Chris

25.08.2009
18:20
Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps
von gvb | #11

Ebenso wichtig: Unfähige Politiker auch zwischendurch in die Tonne treten dürfen, statt deren Unfähigkeit vier ganze Jahre ertragen zu müssen. Dafür muss immer nur den deutschen Steuerzahler grade stehen. Beispiel : der ehmalige Scharping wurde ja politentwöhnt nach seinem unfähigen Desaster als Verteidigungsminister. ULALA klebt schon viel zu lange am Stuhl der Gesundheitslobbyisten.

25.08.2009
18:05
Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps
von Rudi | #10

Zuerst sollte man sich fragen, was unser Gesundheitssystem wirklich so teuer macht. Sprechen wir einmal von der Medikamentenherstellung. Hier werden die größten Gewinne erzielt. Ich weiß, dass jetzt jeder Pharma-Freund erzählen wird, dass bis zur Entwicklung eines Medikamentes Milliarden in die Forschung fließen. Das ist aber schlichtweg gelogen, zumal der Steuerzahler die meisten Forschungen selbst bezahlt (subventioniert). Centartikel werden überteuert auf den Markt gebracht und die Lobbyisten im Bundestag sorgen dafür, dass der Staat sich in die Preispolitik der Pharmakonzerne nicht einmischt. Dazu kommt noch, dass die Politgängster lieber hunderte von Milliarden in Banken investieren, als in die Gesundheit. Auch die zahlreichen schwarzen Schafe unter den Ärzten, mischen kräftig auf dem Pharmamarkt mit, weil sie ja so „unterbezahlt“ werden (Wer weiß, wie viele von ihnen ihren Doktortitel gekauft haben!?!) Wenn man ernsthaft Gesundheitsversorgung betreiben will, so muss man folgendes tun:

1. Lobbyismus grundsätzlich verbieten und als Korruption an den Pranger stellen.
2. Pharmakonzernen bei der Preisgestaltung der Medikamente realistische, gesetzliche Vorgaben machen, die auch kontrolliert werden.
3. Forschungsgelder nur den Pharmakonzernen zusprechen, die im Sinne der Allgemeinheit arbeiten.
4. Vorsorge muss finanziell unterstützt werden.
5. Anstatt immer mehr Sportstätten vermodern zu lassen oder kaputt zu sparen, investieren!
6. Kindern einen möglichst günstigen Zugang zu den verschiedenen Sportarten verschaffen.
7. Steuereinnahmen aus Alkohol- und Zigarettenverkauf direkt in das Gesundheitssystem fließen lassen.
8. Kontrolle der Ärzte verstärken und rigoros Approbationen entziehen.
9. Das Medizinstudium ist vollkommen überholt und bedarf einer schnellen Reform
10. Bürgerversicherung einführen, in die jeder einzahlen muss.
11. Schädliche, aber auch gesunde Nahrungsmittel müssen deutlich gekennzeichnet werden. Nicht alle Menschen sind Ernährungsberater!

Das sind nur 11 Punkte, die eine finanzierbare Gesundheitsversorgung für alle Generationen möglich machen. Wenn wir die Bevölkerung weiterhin spalten, wird sich jeder „starke“ holen, was er/sie braucht. Es wird Menschen geben, die nicht tatenlos zu sehen, wenn ihr Kind aus Mangel an Geld stirbt. Es sollte also im Interesse aller sein, die sicher in Deutschland leben wollen, denn Sicherheit ist nur in begrenztem Maße „käuflich“.

25.08.2009
18:03
Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps
von DerEinäugige | #9

Jaja da sabberte die Lobbyschaft der Ärzte schon wieder ...... ist doch echt schlimm wenn die armen Ärzte mit Ihren dicken Porsches und anderen Nobelkarossen am Hungertuch nagen müssen.

Meine Rat = Beiträge um 25 % erhöhenen, Menschen über 50 Jahren nur noch die absolt notwendigeste Versorgung zu kommen lassen!

Man ich könnte kotzen wenn ich mir diesen Mist der Politiker, Industriellen und Ärzte in Deutschland anhören muss. Das ist doch hier kein Selbstbediennungsladen!

25.08.2009
17:59
Gesundheitssystem in zehn Jahren vor Kollaps
von Elektrosteiger | #8

Und bis dahin haben die Vorstände der vielen, vielen Krankenkassen auf Krankenversichtern`s Kosten und mit Hilfe der ULLALA die Taschen mehr als Übervollgemacht. Und die Vorstände der Pharmeindustrie haben sich bis dahin die Taschen auch vollgemacht.
Un dann geht lles den Bach runter. Schud war dannn nur der Kranke, aber niemals die ULLALA, die Gierköppe von den Krankenkasenvordtänden und schon gar nicht die Pharmaindustrie.
Meiner Meinung nach sind die Vorstände der Krankenkassen und Pharmaindustrie ales nur Gierköppe, dieden Hls nicht vollgenung bekommen. Und, diese Herrschaften handeln nach dem Motto: Nach uns die Sintflut...

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