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Führungswechsel bei Praktiker

12.10.2012 | 15:08 Uhr
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Foto: /dapd/Oliver Lang

Stühlerücken bei der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker: Auch der Vorstandsvorsitzende Kay Hafner geht von Bord. Das Unternehmen teilte am Freitag mit, dass Hafner seinen Platz räumt. Er wird durch das Aufsichtsratsmitglied Armin Burger ersetzt. Hafner habe um vorzeitige Auflösung seines Vertrags zum Ablauf des 14. Oktober 2012 gebeten.

Kirkel (dapd). Stühlerücken bei der angeschlagenen Baumarktkette Praktiker: Auch der Vorstandsvorsitzende Kay Hafner geht von Bord. Das Unternehmen teilte am Freitag mit, dass Hafner seinen Platz räumt. Er wird durch das Aufsichtsratsmitglied Armin Burger ersetzt. Hafner habe um vorzeitige Auflösung seines Vertrags zum Ablauf des 14. Oktober 2012 gebeten. Unterdessen ist aber offenbar das Finanzierungskonzept der Baumarktkette gesichert.

Am Donnerstag hatte Aufsichtsratschef Kersten von Schenck sein Amt überraschend niedergelegt. Sein Nachfolger wird Erhard Grossnigg, wie Praktiker weiter mitteilte. Der Bankchef Grossnigg und der Wiener Immobilienmanager Burger waren als Vertreter der Semper-Constantia-Bank in den Aufsichtsrat bestellt worden. Die österreichische Privatbank ist Großaktionär der Baumarktkette.

Der neue Aufsichtsratschef dankte Hafner am Freitag für dessen Tätigkeit als Vorstandschef. "Er hat maßgeblich dazu beigetragen, das Restrukturierungsprogramm voranzutreiben", sagte Grossnigg. Auch Schenck habe die Neuausrichtung des Unternehmens gestützt und begleitet.

15 Millionen Euro von privatem Investor

Am Freitag teilte der Konzern mit, dass Praktiker von einem privaten Unternehmer ein Darlehen in Höhe von 15 Millionen Euro erhält. Es werde kurzfristig zur Auszahlung gelangen, hieß es. Mit der jetzt getroffenen Vereinbarung sei das Unternehmen wieder einen Schritt weitergekommen, die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft zu vervollständigen, sagte der Finanzvorstand der AG, Markus Schürholz. Das Darlehen sei ein gutes Zeichen "für das zunehmende Vertrauen in unsere Fähigkeiten, der Turnaround zu schaffen", fügte er hinzu.

Die Baumarktkette war wegen ihrer jahrelangen Billigstrategie ("20 Prozent auf alles") und aufgrund von Missmanagement tief in die roten Zahlen gerutscht. 2011 machte das Unternehmen mehr als 500 Millionen Euro Verlust. Unter den Anteilseignern gab es zuletzt Streit um den eingeschlagenen Sanierungskurs.

dapd

dapd

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