Unglück
Frau stirbt bei Unfall auf Flugschau
05.09.2010 | 21:22 Uhr 2010-09-05T21:22:00+0200
Schnaittach.Bei einer Flugschau in Bayern hat es einen tödlichen Unfall gegeben. Eine Frau starb, als ein Flieger in die Zuschauermenge raste. Es gab zahlreiche Verletzte.
Tragisches Unglück bei einer Flugschau in Schnaittach nordöstlich von Nürnberg: Ein Doppeldecker raste am Sonntagnachmittag in die Zuschauermenge. Eine 46 Jahre alte Frau wurde getötet, 38 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte.
Zwischen 3000 und 3500 Menschen waren laut Polizei zum Flugtag des Segelflug-Clubs Lauf gekommen - auf dem Programm standen Segel- und Motorkunstflüge sowie Rundflüge. Mitten auf den Plakaten, die für die Veranstaltung warben, war ein Doppeldecker abgebildet.
70 Jahre alter Doppeldecker
Kurz vor 15.00 Uhr sollten eigentlich zwei historische Doppeldecker von dem Flugplatz abheben. Während einer von ihnen in den Himmel stieg, verlor der Pilot der zweiten Maschine offenbar die Kontrolle über das Flugzeug - aus bislang ungeklärter Ursache. Kurz nach dem Abheben kam der etwa 70 Jahre alte Doppeldecker nach rechts ab und krachte in die Menge.
Eine Frau aus der Region wurde sofort getötet. Fünf Menschen erlitten laut Polizei schwere Verletzungen, vor allem Knochenbrüche und Quetschungen. Sie wurden von mehreren Hubschraubern in umliegende Krankenhäuser geflogen. Von den 33 Leichtverletzten wurden laut Polizei 22 in Kliniken gebracht, darunter auch ein sieben Jahre altes Kind. Der 68 Jahre alte Pilot der Unglücksmaschine blieb dagegen unverletzt. Bei einer ersten Befragung machte der Mann, ein sehr erfahrener Pilot, von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.
Hotline für Angehörige eingerichtet
Ein Großaufgebot von Rettungskräften kümmerte sich auf dem Flugplatz um die Leichtverletzten sowie die unter Schock stehenden Zuschauer. Auch mehrere Notfallseelsorger waren im Einsatz.
Neben Rettungsdiensten und der Polizei wurden auch sämtliche Freiwillige Feuerwehren aus den umliegenden Ortschaften alarmiert. Der Unglücksort wurde großräumig abgesperrt. Zur Klärung der Unglücksursache entsandte die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig mehrere Experten zum Flugplatz Lauf-Lillinghof. Ein Krisenstab wurde ebenso eingerichtet wie eine Hotline für Angehörige.
„Ich bin um mein Leben gerannt“
Am Abend besuchte auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) den kleinen Flugplatz, um sich selbst ein Bild zu machen. Er sprach den Angehörigen der Toten sein Beileid sowie den Familien der Verletzten sein Mitgefühl aus. Die Ursache des Unglücks müsse noch geklärt werden, sagte Herrmann.
Nach dem Unglück verließen die meisten Zuschauer nach Berichten örtlicher Medien das Gelände des Segelflug-Clubs nach und nach, Panik sei nicht ausgebrochen. Eine 43-jährige Augenzeugin schilderte gefasst den Journalisten am Unglücksort den Unfall. Das Flugzeug sei plötzlich auf sie zugerast, berichtete sie und fügte hinzu: „Ich bin um mein Leben gerannt.“
19:45
@9:
Und warum dann kein Luftfahrtmuseum und am Flughafen startende und landende Flugzeuge anschauen? Da fehlt ja der Kick! Museum und Flughafen sind ja schließlich langweilig....
Es passieren doch STÄNDIG Unfälle bei solchen Flugshows!
@10:
Es gibt nen Unterschied ob man normal fliegt, oder irgendwelche waghalsigen Kunststücke macht!
Ich hab ja nichts gegen diese Flugshows! Aber jeder der so ein Flugzeug fliegt weiß daß ein gewisses Risiko besteht und die Zuschauer sollten das auch mal langsam kapieren! Bei Autorennen gibts auch Unfälle!
11:57
Die Kommentare bis zum 05.06.2010, 23.02 Uhr sind doch nur realitätsfremder geistiger Dünnschiss.
Wenn der Pilot seit 12 Jahren auf Flugshows auftritt, wollt IHR wissen, dass er nicht das Können und die Erfahrung hat?
@grisu: Wir sehen uns sicher oft auf der Autobahn, dort wo es täglich tötliche Unfälle gibt :-)
@halali01 und Lichtbringer: Sauveranstaltungen ? gefährliche Flugzeuge!!! Ich wünsche Euch einen schönen Urlaub, mit einem Flug einer Billig-Airline, den Ihr schon gebucht habt.
... denn Sensations - Lästerei betreibt nur der, der nicht dabei war, aber mitreden will, als wäre er knapp dem Tod entronnen.
09:16
@lichtbringer: als ich gestern mit meinem mann und meiner kleinen tochter da war, hab ich sicher nicht gedacht: jawoll, geil, da passiert bestimmt was und deswegen bin ich hier...! wir wollten einen schönen familientag haben! so wie andere auch... und sind haarscharf an der katastrophe vorbei... also überleg dir gefälligst, was du schreibst...
08:47
@#1halali01: Geht´s noch??? Alles per Gesetz verbieten???Wenn ich sie mit einer Fliegenklatsche vertrimme, werden die dann auch als gefährliche Waffe verboten??? Zwingt sie irgendjemand, auf eine Flugschau zu gehen??? Nein??? Also, erst denken, dann nochmal denken...und dann vielleicht was sinnvolles posten, gelle?!?!?!
06:19
Eine Tiger Moth, das ist der Flugzeugtyp, der dort das Unglück ausgelöst hat, ist wie fast jeder Doppeldecker aus den 1930er Jahren gerade beim Start etwas schwierig zu fliegen. Seitenwind und ein Moment der Unachtsamkeit oder des zu zügigen Powersettings können solche Unfälle auslösen. Ein Pilot, der in Übung ist, kann das i.d.r. bändigen. Gerade als Flugtagpilot sollte eine entsprechende Routine vorhanden sein. Ein restrisiko bleibt jedoch immer. Wie beim Autofahren. Aus solch einem Unfall das Verbot von Flugshows abzuleiten, ist gewagt.
23:02
Wäre so eine Flugshow absolut sicher, dann würde sich doch niemand dafür interessieren. Den Leuten gehts doch um Gefährliche, um den Nervenkitzel!
No risk, no fun! Und dann passiert eben ab und zu was... Also selbst schuld!
22:57
Zitat:
Der 68 Jahre alte Pilot der Unglücksmaschine blieb dagegen unverletzt.
Noch fragen?
22:55
Seit Rammstein sollte eigentlich wissen das es bei Flugshows auch tödlich sein kann.
22:46
Sollte bestimmt Schauveranstaltung heissen.
22:39
na das ist aber mal ein seeeeehr schlauer Kommentar.....und jetzt ab die Sportschau einschalten und das Bier köppen....wonnich