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Finanzierung und Konzept des Van-de-Velde-Jahres 2013 sind gesichert

21.05.2012 | 19:29 Uhr

Mit einer überregionalen Ausstellungsreihe wird im kommenden Jahr das Werk des belgischen Architekten Henry van de Velde gewürdigt. "Es ist uns gelungen, ganz unterschiedliche Institute unabhängig von ihrer Größe, ihrer finanziellen Möglichkeiten und ihrer Ausrichtung zusammenzubringen", sagte der Präsident der Klassik Stiftung Weimar, Hellmut Seemann, am Montag in Weimar.

Weimar (dapd-lth). Mit einer überregionalen Ausstellungsreihe wird im kommenden Jahr das Werk des belgischen Architekten Henry van de Velde gewürdigt. "Es ist uns gelungen, ganz unterschiedliche Institute unabhängig von ihrer Größe, ihrer finanziellen Möglichkeiten und ihrer Ausrichtung zusammenzubringen", sagte der Präsident der Klassik Stiftung Weimar, Hellmut Seemann, am Montag in Weimar. Die Projekte zum 150. Geburtstag van de Veldes würden somit zu einem der Schwerpunkte im Kulturjahr 2013.

Neben den Standorten Erfurt, Weimar, Jena und Apolda sollen auch Ausstellungen außerhalb der "Impulsregion Erfurt-Weimar-Jena" zu sehen sein. In Chemnitz, Gera und Bürgel (Saale-Holzland-Kreis) seien ebenfalls Projekte geplant, sagte Seemann weiter. Insgesamt sollen 17 verschiedene Veranstaltungen das Werk van de Veldes und seiner Zeitgenossen beleuchten. Davon werden 14 Projekte an sechs verschiedenen Standorten im Freistaat zu sehen sein.

Neu in der Planung ist eine Ausstellung in der Kunsthalle Erfurt, die sich mit dem Wirken des Architekten Peter Behrens (1868-1940) auseinandersetzen wird. Behrens sei weltweit bekannter als van de Velde, weil seine Schüler vor allem im Ausland stärker wahrgenommen wurden, sagte Seemann. Durch die Aufnahme von Behrens' Werken werde noch deutlicher, wie die Arbeit der Akteure der frühen Moderne in Deutschland zusammenhingen.

Die Bauhaus Universität in Weimar plant darüber hinaus, die geplanten, aber nicht umgesetzten Bauten van de Veldes in mehreren 3D-Animationen erlebbar zu machen. Die Simulationen würden Anfang 2013 im Oberlichtsaal der Universität präsentiert, sagte eine Sprecherin der Bauhaus-Universität. Ziel sei es, den Besuchern die Vielfältigkeit der Arbeit des Architekten zu erschließen.

Das Gesamtbudget der in Thüringen geplanten Veranstaltungen beträgt den Angaben zufolge 2,2 Millionen Euro. Davon stammt eine Million aus Eigenmitteln, 600.000 Euro wurden vom Freistaat Thüringen zur Verfügung gestellt.

Der "Alleskünstler" Henry van de Velde gilt als einer der bedeutendsten Designer und Architekten seiner Epoche und als Wegbereiter der Bauhaus-Tradition. In Weimar gründete er die Kunstgewerbeschule, zu seinen Schülern zählten Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier.

dapd

dapd

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