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FDP und Linkspartei kritisieren EZB-Entscheid

07.09.2012 | 05:59 Uhr

Liberale und Linke haben die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) zum unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen der Euro-Krisenländer stark kritisiert. Ankäufe wären mit einem "hohen Inflationsrisiko verbunden", warnte FDP-Europaparlamentarier Alexander Graf Lambsdorff in der "Passauer Neuen Presse".

Passau (dapd). Liberale und Linke haben die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) zum unbegrenzten Kauf von Staatsanleihen der Euro-Krisenländer stark kritisiert. Ankäufe wären mit einem "hohen Inflationsrisiko verbunden", warnte FDP-Europaparlamentarier Alexander Graf Lambsdorff in der "Passauer Neuen Presse". "Über die politischen Bedingungen für Hilfen muss in den Parlamenten entschieden werden, nicht in Zentralbankräten ohne demokratische Legitimation", sagte Lambsdorff. "Die EZB darf nicht zur Oberregierung der Eurozone werden."

Kritik kommt auch von der Linkspartei: "Es kann nicht sein, dass eine Handvoll Eurokraten sich in ein Hinterzimmer setzt und den deutschen Steuerzahlern die Bankschulden von halb Europa auflädt", sagte Vizeparteichefin Sahra Wagenknecht der Zeitung. Gegen jede Aufstockung der Haftungssumme müsse der Bundestag ein Vetorecht bekommen, forderte sie.

dapd

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