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Europa will Frauenquote in Unternehmen festschreiben

31.01.2011 | 11:22 Uhr

Essen.   Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erhält Unterstützung aus Brüssel für ihren Vorstoß, Frauenquoten in den Vorständen von Unternehmen und Aufsichtsräten einzuführen.

„Ich stehe der Idee aufgeschlossen gegenüber, europaweit Frauenquoten einzuführen, beispielsweise in den Vorständen der großen börsennotierten Unternehmen“, sagte der EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier der „Süddeutschen Zeitung“.

Die Bundesarbeitsministerin hatte gefordert, im Gesetz festzuschreiben, dass 30 Prozent der Vorstände und Aufsichtsräte der an der Börse gelisteten Unternehmen bis zum Jahr 2015 Frauen sein müssen. Es sei „generell gut, Frauen an der Führung von Unternehmen oder auch Ländern zu beteiligen, nicht nur weil das gerechter ist, sondern auch weil es zu einer besseren Ausgewogenheit der Entscheidungen führt“, erklärte der Franzose. Bereits im April will er der Kommission einen Vorschlag unterbreiten, wobei er sich aktuell nicht auf eine konkrete Zahl festlegen möchte.

Deutschland im internationalen Vergleich schlecht

Deutschland steht international vergleichsweise schlecht da, was Frauen in Führungspositionen betrifft. Die Vorreiter kamen aus dem hohen Norden. In Norwegen hatte das Parlament bereits 2003 die Weichen für eine Frauenquote gestellt. Realisiert wurde der Plan erst 2005. Inzwischen sind 41 Prozent der Aufsichtsratsposten in Norwegen mit Frauen besetzt – Weltrekord! Ähnliche Quotenregeln haben die Niederlande und Spanien (2007) erlassen. In Frankreich hatte das Parlament erst vor wenigen Tagen festgelegt, dass in den Vorständen großer Unternehmen bis 2017 ein Frauenanteil von 40 Prozent erreicht werden muss. In einem ersten Schritt soll die Frauenquote bis 2014 auf 20 Prozent angehoben werden. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung landen bei der Besetzung der Vorstandsposten mit Frauen auch Länder wie China, Brasilien und Russland vor Deutschland.

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hatte bereits eigene Pläne zum Thema Frauenquote vorgestellt. Sie hält nichts von einer „staatlichen Einheitsquote“. Jedes große Un­ternehmen würde aber gesetzlich verpflichtet, sich selbst ei­ne Zielmarke für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat zu setzen, die binnen zwei Jahren erreicht werden muss. Sozusagen eine gesetzliche Pflicht zur Selbstverpflichtung.

Dirk Hautkapp & Gregor Boldt

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Kommentare
31.01.2011
20:13
Europa will Frauenquote in Unternehmen festschreiben
von Humankapital | #24

Geschlechterquoten sind natürlich Quatsch und das wissen auch alle. Es soll nur abgelenkt werden von den wichtigen Themen!
Wie wäre es denn mit einer Quote für Armut in Europa? Sie darf nicht über NULL Prozent steigen.
Ach nein, dass geht ja nicht, dann müssten die reichen Müßiggänger mal etwas abgeben und die schöne soziale Marktwirtschaft wäre dahin..

31.01.2011
18:30
Blockierter Kommentar.
von feierabend | #23

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

31.01.2011
17:50
Europa will Frauenquote in Unternehmen festschreiben
von butcher99 | #22

wo bleibt die Migrantenquote? Ach nee das waltet ja der Herr Sarrazin, merken die in Brüssel eigentlich noch was?

31.01.2011
17:49
Europa will Frauenquote in Unternehmen festschreiben
von twenteenschede | #21

Ach ja, so ist das mit der EU.
Jetzt wird die Frauenquote gefordert, auch in der Wirtschaft.
Waren doch bis jetzt schon in den meisten Wirtschaften Frauen hinter der Theke, so soll ihr Anteil noch weiter erhöht werden!
Mach`ma`ein Pils, Renate!
Nee, das hat was:
Und für Frau von und an der Leine gilt folgende Erkenntnis:
Herren sind herrlich
und
Damen sind dämlich !
Zapf noch einen, Renate !

31.01.2011
17:49
Europa will Frauenquote in Unternehmen festschreiben
von hajori | #20

Wenn ich Besitzer einer Firma, eines Geschäfts oder was auch immer wäre, würde ich mir Mitarbeiter aussuchen, die meinen Vorstellungen entsprechen und mich den Teufel um irgendwelche Quoten scheren.
Das gilt für Arbeiter oder Putzfrau wie auch für Vorstände.
Und wohin uns Gleichberechtigung und Frauenquote bringen, sieht man an der BW und da speziell die Gorch Fock!

31.01.2011
17:13
Europa will Frauenquote in Unternehmen festschreiben
von michalek | #19

Die von Frau Schröder geforderte Frauenquote ist eine Beleidigung für alle gut ausgebildete Frauen und eine Diskriminierung aller begabten Männer. Kein namenhaftes Unternehmen wird heute mehr auf eine starke Führungskraft verzichten nur weil sie eine Frau ist. Das ist Schnee von gestern.
Eine Frau die auf Grund einer gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote eingestellt wird muss immer mit dem Misstrauen und den Zweifeln ihres Team rechnen.
Das es mehr Männer als Frauen in Führungsaufgaben gibt liegt daran das sich mehr Männer als Frauen auf solch einer Stellenausschreibung bewerben.

31.01.2011
17:12
Europa will Frauenquote in Unternehmen festschreiben
von thiesbuerger | #18

Geschlechterrassismus - auch die Frauenquote ist nichts anderes als das.

31.01.2011
16:48
Europa will Frauenquote in Unternehmen festschreiben
von ayberger | #17

Frauen/Mütter gehören zu ihren Kinder nach Hause und nicht aus Gründen der Karriere- und Konsum-Gier in den Beruf. Arbeitende Frauen/Mütter nehmen jungen Männern einen Arbeitsplatz weg, die so keine Basis zur Familiengründung haben.

31.01.2011
16:46
Europa will Frauenquote in Unternehmen festschreiben
von kleinrenni | #16

Alle Kommentare erwähnen eines nicht : Die Einmischung der Politik in die Wirtschaft.
Jede Firma sollte in ihrer Einstellungspolitik frei sein, denn die Firma trägt auch die Konsequenzen.
Bis auf Bankhäuser ist diese Aussage auch richtig.
Was Politiker verlangen, ist gar nicht machbar. Für welche Art von börsennotierten Unternehmen soll das denn gelten ? Auch für solche, die an internationalen Börsen notiert sind ?
Das lässt sich gar nicht mit EU-Recht oder internationalem Wirtschaftsrecht vereinbaren.
Das sind alles nur Sprechblasen von Wichtigtuern

31.01.2011
15:59
Europa will Frauenquote in Unternehmen festschreiben
von holmark | #15

Schade, dass es das nicht vor 40 Jahren gegeben hat. Dann wäre ich bestimmt Hebammerich geworden... ;o)

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