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Erschreckendes Ende

12.02.2012 | 18:49 Uhr

Die Euro-Länder drohen Griechenland täglich unverhohlener mit einem Rausschmiss aus der Euro-Zone, wenn der Gürtel nicht jetzt bis ins letzte Loch gezogen wird. Endlich, werden da viele denken, besonders die, die von Anfang an die Option einer bedingungslose Staatspleite befürwortet haben. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende ist ja auch ein plakatives Lösungsmuster.

Aber ist es auch die richtige Lösung? Zu allererst nur, wenn man sich ganz sicher ist, dass dann der mühselig zusammengenähte Rettungsschirm für die Gemeinschaftswährung und die Banken wirklich hält. Der Beweis ist nicht zu erbringen, da hilft kein Stresstest und kein Zahlenspiel. Für das Risiko, dass es schief geht, gibt es keine Rückversicherung. Da könnte das gerne beschworene Ende mit Schrecken noch eine ganz andere schreckliche Bedeutung bekommen.

Und löst ein Rausschmiss der Griechen das Strukturproblem der Euro-Zone, die Überschuldung der Staatshaushalte bei gleichzeitig geringem Wachstum? Natürlich nicht. Gäbe es einen Cent der griechischen Schuldenlast zurück? Natürlich auch nicht.

Gerd Heidecke

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