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Bildung

Eltern fühlen sich als Hilfslehrer überfordert

09.09.2010 | 07:01 Uhr
Eltern fühlen sich als Hilfslehrer überfordert
Acht von zehn Eltern arbeiten den Schulstoff mit ihren Kindern auf.

Berlin.Mütter und Väter als Hilfslehrer im Dauereinsatz: Aus Angst vor schulischem Misserfolg arbeiten acht von zehn Eltern nachmittags mit ihren Kindern Schulstoff nach.

Wie eine neue Elternumfrage zeigt, glaubt fast jeder Zweite, dass sein Kind ohne Hilfe scheitern würde. Der Druck ist groß: Immerhin zwei Drittel der Eltern haben das Gefühl, Leistungen zu übernehmen, die eigentlich Aufgabe der Schule seien.

Viele Eltern können richtige Hilfe nicht leisten

„Viele Lehrer“, bestätigt der Bielefelder Erziehungswissenschaftler Klaus-Jürgen Tillmann, „gehen davon aus, dass alles nicht Gelernte zu Hause nachgeholt wird.“ Für neun von zehn Eltern steht fest: eine „geordnete Familiensituation“ und häusliche Hilfe bei den Schularbeiten sind genauso wichtig für einen guten Abschluss wie die Qualität der Schule.

Nicht jeder kann das leisten: 3000 Eltern haben die Sozialforscher von TNS Emnid im Auftrag des Versandhauses „Jako-o“ befragt - jeder Zweite klagt über Zeitdruck, jeder Vierte fühlt sich häufig überfordert. Bei Akademikereltern sind es nur 15 Prozent, bei bildungsfernen türkischen Eltern sogar 40 Prozent. „Gerade die Kinder“, so Tillmann, „die zusätzliche Unterstützung besonders nötig haben, können sie von ihren Eltern oft nicht bekommen.“

Fast 60 Prozent für die Ganztagsschule

Kritik üben die Befragten am Schulalltag. Viele Eltern vermissen Förderprogramme für lernschwache Schüler. Nur sieben Prozent sehen Chancengleichheit durchgängig verwirklicht. Daher wünschen sich auch die meisten längeres gemeinsames Lernen: Knapp 60 Prozent befürworten die Ganztagsschule.

Julia Emmrich

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Kommentare
20.10.2011
12:53
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von testTester | #26

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20.10.2011
12:52
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von testTester | #25

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09.09.2010
12:12
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von harry pachty | #24

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09.09.2010
12:11
Eltern fühlen sich als Hilfslehrer überfordert
von wolke286 | #23

@r.schreckt: bitte nicht als blinder von der farbe reden, ok? du hast von nichts eine ahnung, aber davon viel......

09.09.2010
12:10
Eltern fühlen sich als Hilfslehrer überfordert
von wolke286 | #22

@popeye2: genauso isset!

Und Leute, die die Ganztagsschule fordern, sollten diese dann bitte auch finanzieren. Und vielleicht mal überlegen, was sie ihren Kindern damit antun, wenn diese an die 11 Stunden außer Haus sind. Schön für die Eltern, die dann mehr Freizeit für sich (oder TV, PC oder sonstigen Unsinn?) haben. Hauptsache, nicht mehr die Verantwortung für die Kinder übernehmen. Am besten wäre es, wenn solche Menschen sich gar nicht erst fortpflanzen würden......

09.09.2010
11:44
Eltern fühlen sich als Hilfslehrer überfordert
von r.schreckt | #21

Ganztagsschule her, dann hört auch das Gejammer der LeherInnen bei der steuerabzugsfähig des Arbeitszimmers auf. Dann haben die daheim Feierabend.

09.09.2010
11:31
Eltern fühlen sich als Hilfslehrer überfordert
von wolke286 | #20

@Kritiker12: Irgendwie geht Ihr Kommentar an meinem vorbei.... Für mich ist das alles recht einfach. Die Kinder gehen zur Schule, passen dort auf, die Eltern unterstützen ihre Kinder zu Hause so gut wie möglich, wenn das nicht reichen sollte, gibt es die Möglichkeit der Nachhilfe.
Zudem haben viele Schulen schon verschiedene Arten des Förderunterrichts.

09.09.2010
10:57
Eltern fühlen sich als Hilfslehrer überfordert
von popeye2 | #19

Das war keiner Zeit anders. Auch zu meiner Schulzeit wurden nachmittags die Hausaufgaben gemacht und der Schulstoff wiederholt um Lücken zu schliessen. Dies ist eine Selbstverständlichkeit und gehört zur Kindererziehung dazu.
Meine Kinder kennes es auch nicht anders.
Ich behaupte dank Internet ist es heute sogar für die Eltern einfacher zu helfen. Diese kann hervorragend für Recherchen dienen, falls die Eltern selber unsicher bei den Themen sind.
Dieses Hilfsmittel gab es damals nicht. Gaben die Lexika nichts mehr her, war gemeinsames grübeln angesagt.

09.09.2010
10:25
Eltern fühlen sich als Hilfslehrer überfordert
von prokind | #18

Ein völlig versagendes Schulsystem wird von Eltern und Nachhilfelehrern/innen repariert, und das nicht nur temporär, sondern als System! Nicht zuletzt haben wir das den, für breite Schichten bildungsfeindlichen, Ideologen von CDU/CSU zu verdanken. Herzlichen Dank!
Hinzu kommt, daß sich Theoretiker im stillen Kämmerlein geistig selbst befriedigen. Siehe „Neue deutsche Rechtschreibung“. Die Einzigen, die dabei stören, sind die Schüler/innen.
Jagt diese unfähigen „Bildungs-Experten“ in Verwaltung, Schule und Politik zum Teufel, sie sind ihr Geld nicht wert!
Was wir brauchen, ist eine durchlässige Ganztagsschule, die bundesweit gleich ist, ausgestattet mit Personal, das die Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsanforderungen beherrscht und entsprechend materiell ausgestattet ist.

09.09.2010
10:12
Eltern fühlen sich als Hilfslehrer überfordert
von fatih | #17

Das ist korrekt der Punkt!

Viele Eltern schaffen das nämlich nicht, zeitlich oder von ihrer Ausbildung her. Deshalb bleiben bestimmte Schüler immer auf der Strecke, wenn auch kein Geld für teuere Nachhilfe da ist.

Politiker, es gibt jetzt so viele Studien und Untersuchungen, warum es in Deutschland so viele Schulabbrecher, Schulversager gibt. So viele Schüler hinter ihren Potenzialen zurückbleiben....

Es ist genug analysiert, schafft endlich die Ganztagsschule von 8 bis 18 Uhr.
Hausaufgabenbetreuung von

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