Elektromobilität für Nutzfahrzeuge ist noch zu teuer
18.09.2012 | 05:14 Uhr 2012-09-18T05:14:51+0200Nutzfahrzeughersteller machen sparsame Verbrennungsmotoren und fehlende Kaufanreize für die geringe Akzeptanz von Elektrofahrzeugen verantwortlich. "Der Anschaffungspreis ist momentan erheblich höher als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor", sagte Manfred Klaus, Direktor Produktmarketing bei Renault Trucks, vor Beginn der am Donnerstag startenden IAA Nutzfahrzeuge in Hannover.
Hannover (dapd). Nutzfahrzeughersteller machen sparsame Verbrennungsmotoren und fehlende Kaufanreize für die geringe Akzeptanz von Elektrofahrzeugen verantwortlich. "Der Anschaffungspreis ist momentan erheblich höher als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor", sagte Manfred Klaus, Direktor Produktmarketing bei Renault Trucks, vor Beginn der am Donnerstag startenden IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Monetäre und steuerliche Anreize ebenso wie eine gute Infrastruktur zum Beladen elektrisch angetriebener Fahrzeuge seien demnach wichtige Argumente für eine Nutzung.
In Frankreich testet der französische Hersteller unter anderem Elektro-Lkw mit bis zu 16 Tonnen. "Unsere Erfahrungen sind gut. Der Elektroantrieb ist schon alltagstauglich und für den nahen Lieferverkehr geeignet", zieht Klaus ein erstes Fazit der Erprobungsphase. Erfahrungswerte, die auch Ford bestätigt. Im Rahmen des Kölner Modellprojekts "colognE-mobil" spulten 20 rein elektrisch angetriebene Ford Transit und Transit Connect mehrere Zehntausend Kilometer ab. "Die Rückmeldungen waren durchweg positiv", teilte eine Unternehmenssprecherin auf dapd-Anfrage mit. Viele Nutzer hätten sich im Vorfeld um die Reichweite Sorgen gemacht und wären dann überrascht gewesen, dass alles problemlos lief. "Die Fahrzeuge wurden tagsüber eingesetzt, abends standen sie auf dem Betriebshof, wo sie an einer betriebseigenen Ladesäule geladen werden konnten", erklärte die Sprecherin.
Größere Distanzen sind mit einem Elektromotor jedoch noch nicht möglich. "Im Fernverkehr kann der Elektroantrieb aufgrund der begrenzten Batteriereichweite derzeit noch nicht eingesetzt werden", sagte Klaus. Ein Problem sehen die Hersteller hierin nur bedingt. "Im Test nahmen die Nutzer bei längeren Routen Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb, auf kurze Distanz eben die Elektrofahrzeuge", sagte die Ford-Sprecherin.
Doch die Reichweite ist nicht das einzige Problem. "Unter dem Batteriegewicht leidet die Nutzlast", sagte Klaus. Wer die notwendigen Akkus mit sich herumfahre, müsse weniger laden, um die zulässige Zuladungsgrenze nicht zu überschreiten. Dennoch ist sich der Experte sicher: "E-Mobility wird sich wegen der zur Neige gehenden Ölreserven und des Umweltschutzes durchsetzen".
dapd
11:41
120 bis 200 km Reichweite sind für die meisten Nutzer von Zweitwagen ausreichend.
Wie weit sind auch die Strecken von den meisten Nutzern?
Eine echte Konkurrenz ist Z.Z. nicht gewünscht. Man will erst die alte Technik loswerden,
wartet auf noch mehr Subventionen, usw., usw.
Warum keine gesetzliche Vorgabe - wie in China - für E-Autos?
Gut gesponsert lebt sich besser.
Was würden die Elektro-, Wasserstoff-, Gas- und Druckluftangetriebenen Fahrzuege
kosten, wenn diese als Massenprodukte produziert werden würden?
Ist alles nicht gewollt!!!
Man bedenke - "Der Staat der Beamten und gesponserten Politiker" muß bezahlt werden.
Woher sollen die Steuern kommen, wenn plötzlich die Steuern aus Mineralöl-, usw. plus MWST auf alles (auch auf Steuern kommt MWST dazu) wegfallen?
Kosten nicht allein die Beamten in Niedersachsen 120 Mrd. Euro in Zukunft?
Wo sind die Kosten für die Beamten, Politiker u.a. in den Haushalten beim Bund und Ländern? D.h. laufende Kosten u. Pensionen?