Betreuung
Ein Kinderhotel, damit die Eltern arbeiten können
24.08.2010 | 19:09 Uhr 2010-08-24T19:09:00+0200
Essen.Ein Kinderhotel soll es nun auch in Essen-Rüttenscheid geben, wo besonders viele berufstätige Elternpaare leben. Stimmt das Klischee, das Hotel sei für Rabenmütter, die nur feiern gehen wollen?
Es ist ein Klischee, das so alt ist wie deutsch: Das sei etwas für Rabenmütter, die nur feiern gehen wollten. Auch die Erzieherinnen Claudia und Hanne Schmidt bekamen diesen Vorwurf zu hören, als sie vor sechs Jahren ihren Kinderhafen eröffneten, die Kindertagesstätte in einer alten Villa in Hamburg-Alsterdorf, die Tag und Nacht geöffnet hat, eben rund um die Uhr. Inzwischen gibt es dort nicht nur einen Kinderhafen, sondern drei, und vielerorts in Deutschland entstehen ähnliche Häuser.
Im Stadtteil Rüttenscheid, wo besonders viele berufstätige Elternpaare leben, will die Essener Arbeiterwohlfahrt den Versuch wagen. Mit einem Kinderhotel, das von morgens 7 Uhr bis abends um 21 Uhr geöffnet hat und am Wochenende sogar 24 Stunden am Tag, will sie dem Bedürfnis von Eltern nach flexibleren Betreuungszeiten nachkommen.
Das ist die alleinerziehende Mutter, die am Wochenende an einer Fortbildung teilnehmen muss. Das könnte das Architekten-Paar sein, das in der Endphase eines Projektes flexibel reagieren muss. In der ehemaligen Giradet-Druckerei, in der sich schon seit 17 Jahren eine Awo-Kindertagesstätte mit großzügigem Dachgarten befindet, richtet die Awo nun das kleine Hotel mit Schlafmöglichkeiten für fünf Kinder ein. Zwei Räume, eine Küche, ein Bad, ein hölzernes Kletterhaus, darunter winzige Betten und Matratzen.
In Berlin und Hamburg längst etabliert
„Den Unternehmen ist durchaus bewusst, dass sie etwas tun müssen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Wir bieten ihnen Kontingente an, die sie ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen können“, sagt Annette Schnitzler, die Prokuristin der Essener Awo-Kindertagesstätten.
In Berlin oder in Hamburg ist das längst Realität. „Viele Frauen, die ihre Kinder zu uns bringen, sind späte Mütter, die voll im Berufsleben stehen und sich auch keine lange Elternzeit erlauben können“, sagt Claudia Schmidt vom Kinderhafen. Gerade in Hamburg mit den vielen Medien- und Musikschaffenden gebe es einen großen Bedarf an Flexibilität und späten Öffnungszeiten. Selten würden die Übernachtungsangebote für private Anlässe genutzt. Schmidt: „Meist geht es darum, dass die Mutter drei Tage auf einer Dienstreise ist, der Vater jedoch nur zwei davon abdecken kann“.
Zudem kooperiert der Kinderhafen eng mit der Hamburger Polizei und der Feuerwehr. „Wenn deren Mitarbeiter zu Großeinsätzen wie etwa dem G 8-Gipfel müssen, können wir die Kinder aufnehmen“, sagt Claudia Schmidt.
Ergänzung zur klassischen Kita
Das Essener Kinderhotel versteht sich als Ergänzung zu den klassischen Kitas, die immer noch meist um 17 Uhr ihre Türen schließen, die von der geregelten Fünf-Tage-Woche nicht abweichen mögen und natürlich auch dann Betriebsferien machen, wenn Eltern gerade keinen Urlaub nehmen können.
Noch hat das Hotel nicht eröffnet, aber Britta Plötz-Schmidt, die Erzieherin und Chefin des Hauses, wird schon auf das Angebot angesprochen. Etwa von den Betreibern des Hotels nebenan, in dem häufig Messe-Mitarbeiter wohnen, die sich bislang vergeblich nach kurzfristigen Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder erkundigt haben.
Es ist ein Versuch. Wie er ankommt in Essen, bleibt abzuwarten. Auch ob das Übernachtungsangebot ähnlich wie in Hamburg oder Berlin auf Wochentage ausgedehnt wird. Im Kinderhotel will man möglichst flexibel bleiben, ein späterer Ausbau, räumlich wie personell, ist nicht ausgeschlossen. Zurzeit baut Britta Plötz-Schmidt einen Pool von Erzieherinnen auf, die kurzfristig einsatzbereit sind: „Auch bei den Erzieherinnen kommen die Arbeitszeiten gut an. Sie lassen sich gut mit eigenen Kindern vereinbaren.“
In Hamburg hat sich die Rabenmutter-Diskussion übrigens schnell erledigt. Ganz von selbst.
22:21
Ich bekomme die Kriese wenn ich solche blöde Kommentare von Kinderlosen Ehepaaren oder Paaren, Singles lese könnte ich so einen Hals bekommen ich bin Mutter von 3 Kindern und ich finde Mütter sind nicht nur Mütter sondern auch eine eigene Persönlichkeit und trotzdem noch Frau und trotzdem hat man auch eigene Bedürfnisse solange man die Bedürfnisse von Kindern nicht vernachlässigt finde ich es in Ordnung mal für paar Stunden kraft Tanken zu können und Eltern darf man nicht vergessen das die auch ein Paar sind und auch mal Mann und Frau sein zu können auch wenn es zum Beispiel: nur für maximal 3-5 Stunden sind, man hat auch als Paar andere Themen außer Kinder,und wenn man zum Beispiel: Behörden Gänge erledigen muss, müssen Eltern bzw. Mütter die über keine anderen Betreuungs Möglichkeiten verfügen eine gute Lösung ist denn ich finde Kinder gehören nicht da wo Behörden sind und man kann auch einiges klären(in aller ruhe) ich finde es sehr gut wenn die Kinder trotz dem allen Stress ihren geregelten Tagesablauf haben denn das ist das A und O Kinder sollen spielen und wenn sie mal auch da die Möglichkeiten da gegeben sind da wo die Kinder auch ihre ruhe haben können und es mal vorkommt ist es in Ordnung die Kinder für paar stunden abzugeben und das Betreuungs Angebot unter 3 ist heiß begehrt und leider Mangel ich finde es okay dann haben Alleinerziehende/r bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und nur von Luft und Liebe kann man nicht leben und vom Himmel regnet es auch kein Geld, Kinder haben auch nebenbei Liebe und Zuwendung als Bedürfnisse haben Kinder möchten auch in den Urlaub,haben Hunger brauchen Bekleidung und von Hartz IV ist dies nicht möglich, ICH FINDE LEUTE DIE KEINE KINDER HABEN SOLLEN AM BESTEN MAL DIE ZUNGE HÜTEN WENN DIE KEINE AHNUNG HABEN, SCHAFFT IHR MAL KINDER AN DANN KÖNNT IHR MAL MITREDEN!! Ich kann es wirklich nicht verstehen wie Kinder feindlich welche sind. Kinder sind das schönst auf der Welt und das beste was einem Passieren kann! Was haben die Kinder euch getan? Nur weil die lebendig sind DENKT DRAN OHNE EURE ELTERN WÄHRET IHR NICHT HIER...
Lasst die blöden Kommentare sein auch wenn jeder seine Meinung und Ansichten hat !
Meine Meinung nach die Ersten Drei Jahre sind die Wichtigsten ich bleibe bis zum dritten Lebensjahr Zuhause denn meine Jüngste ist gerade 5 Monate alt und meine Mittlere ist 19 Monate alt und meine Älteste ist 5 Jahre alt. und trotzdem mache ich und mein Mann alles das die Kinder glücklich sind und wir sind auch mit einander glücklich als Paar mein Mann geht arbeiten dadurch ich keine andere Betreuungs Möglichkeiten habe und ich trotzdem mein werde gang gerne weiter machen möchte wäre ich auch mal froh wenn ich einen Kita platz habe das ich mal in Teilzeit Arbeiten gehen kann auch wenn es nur 400€ mehr sind aber haben oder nicht haben man kann das gut gebrauchen und zum Thema Hartz IV wir haben eine Zeit davon gelebt und es ist gar kein zucker schlecken wenn mal schuhe kaputt gehen muss man sich drei mal überlegen ob man sich die Anschaffung leisten kann und es gibt keine extra wurst für Kinder usw...
Man hat nur die Miete Strom bzw. Nebenkosten und nur für Lebensmitteln mehr ist nicht drin ! Da kann ich Alleinerziehende sehr gut verstehen und Respekt man möchte trotzdem seinen Horizont erweitern und mal über etwas anderes reden kann genau so mit anderen auch als nicht nur mit dem Partner und die Kinder ...da bin ich über solch eine Lösung froh das man sich sicher sein kann das die Kinder gut aufgehoben sind wenn man arbeiten geht. und das gute plus kommt noch Kinder lernen schneller voneinander und das Sozialverhalten wird besser gefördert....
Lieben gruß an alle
Alles gute!
14:59
Ich frage mich, wie die Menschheit überhaupt überleben konnte. Kinder haben erst in jüngster Zeit den Luxus einer Rundumbetreuung durch die Eltern. Noch bis ins vorletzte Jahrhundert waren die Kinder, die nicht zur feinen Gesellschaft gehörten, tagsüber auf sich selbst gestellt. Schon Kleinkinder hatten weder eine pädagogische Vollbetreuung noch Eltern, die sich nur um die Kinder kümmern mussten. Eltern und Großeltern mussten schwer arbeiten, deutlich länger am Tag als heute. Und in Teilen der Welt ist dies heute immer noch so.
Wenn man dem nun die Kommentare viele Kritiker solcher Einrichtungen aus diesem Forum dem gegenüber stellt, stellt sich ernsthaft die Frage, wie die Menschheit überhaupt überleben konnte? Wenn ein Kind nicht 24 Stunden von den Eltern geknuddelt wird, scheint es wohl einzugehen. Wohl so wie einst die berühmten Tamagochis.
Es macht keinen Sinn, hier wild zu streiten, jeder soll selbst die beste Lösung für sein Kind finden.
Kinder sind aber robuster, auch geistig, als viele meinen. Schon in den ersten Lebenswochen können Kinder zu bis zu 5 Bezugspersonen engen Kontakt aufbauen. Es muss also nicht immer die Mama sein, die am Bettchen sitzt.
Wer dennoch sein Leben ganz auf das Kind fixieren will, soll das natürlich bitte tun.
Es gibt aber für diese Menschen einen wichtigen Faktor zu bedenken:
Kinder werden erwachsen. Sie verlassen irgendwann das Haus. Dieser Bruch ist für Eltern, die die letzten Lebensjahre voll und ganz dem Kind gewidmet haben, eine enorme Belastung. Natürlich werden die Betroffenen das hier verneinen. In ihrem tiefsten Inneren aber ist die Trennung sehr schmerzlich, weil sie ein riesige Lücke im Leben hinterlässt.
Schon frühzeitig loslassen können ist also für beide Seiten wichtig. Es sind schließlich Menschen, um die es hier geht, und nicht Privatbesitz!
10:15
Da viele hier ja einer diffusen guten, alten Zeit anhängen, als man die Kinder nicht so einfach mal in andere Hände gebeb konnte, sollte aber auch klar sein, dass es heute in jedem Fall im Gegensatz zu damals schlicht scheissegal sein sollte, ob irgendjemand Nutzer dieser Angebote für Rabeneltern oder so hält.
10:04
Demnächst arbeiten Omi und Opi bis 67 oder noch länger. Wie, vor allem aber wann sollen sie dann noch Babysitter spielen? Oder mal anders gefragt, haben Sie mal ausgerechnet wie alt die Kinder von Omi und Opi sein müssten zum Zeitpunkt der Geburt ihrer Kinder, damit Omi und Opi dann auch schon selbst in Rente und einsatzbereit sind?
09:31
Ich hätte mich als alleinerziehender Vater sowas manchmal gewünscht
mir natürlich
09:31
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09:27
Ich habe mir die Postings durchgelesen. Das Bashing ist geradezu widerlich.
Als Eltern muss man auch mal Dinge erledigen, bei denen das Kind störend wäre. Beim Hausbau vor Jahren beispielsweise mussten wir beide mit zupacken. Ein 1 1/2-jähriges Kind wäre völlig fehl am Platz. Was tun, wenn keine Oma, Freundin oder Babysitter greifbar ist, weil sich die private Situation eben so ergeben hat. Hier sind professionelle Lösungen prima.
Und wenn sich solche Situationen über Nacht ergeben, z.B. bei einer Dienstreise, die auch Leute mit mittleren Einkünften treffen können, kann schon mal guter Rat teuer sein. Da wäre so eine Einrichtung super. Ich hätte mich als alleinerziehender Vater sowas manchmal gewünscht.
08:57
Zitat: Ich sehe in einem solchen Hotel keinen Sinn. Sinnvoll wäre es wenn alleinstehende Mütter welche ihren Unterhalt Verdienen muss,eine Möglichkeit hätte zuwissen das Ihre Kinder wärend der Arbeitszeit Betreut werden.
Also, um das mal zu sortieren:
1. Das Kinderhotel ist Mist
2. Die berufstätige Mutter soll wissen, dass die Kinder gut betreut sind
Hä? Das Kinderhotel leistet ja gerade diese Gewissheit, dass die Kinder gut betreut schlafen, während Mami mal weg ist. Und JA, es ist auch eine Möglichkeit, dass Eltern ein freies Wochenende haben, denn die eigene Omi (auf rente natürlich) hat ja soviel mit ihrem Kaffeeekränzchen zu tun und außerdem machen die Blagen immer so eine Unordnung. Das sind Originalzitate und DESHALB habe ich so einen Hals. Denn als es ans Bespaßen von Omi ging, dann waren die Kinderlein willkommen, denn Omi konnte ja mit IHREN ENKELN prahlen.
Zurück zum Thema:
1. Die Frauen von heute wollen arbeiten. Wir wünschen Frauen in Führungspositionen!
2. Wenn diese Frauen Mutter werden, was irgendwie der natürliche Wunsch vieler Frauen ist, dann soll sie sich das also vorher überlegen? Wie unmenschlich ist diese Gesellschaft eigentlich? Gefühle soll man sich überlegen?
3. Es muss also Möglichkeiten der Gesellschaft geben, dass Frauen den Anspruch Führungsposition und Mutter vereinbaren können.
4. Dummerweise wollen die Männer auch Führungspositionen besetzen und nicht den hausmann spielen, obwohl die gesellschaft das inzwischen für chic hält, jedoch das Konfliktpotential nicht bedenkt. Viele Partnerschaften zerbrechen, weil die Frau ihren Mann nicht mehr als Helden sieht, da diese ja nun die Kinder betreut.
Konsequenz: Bildet mehr Vorschulen, Kitas, mehr Kinderhotels, mehr Ferienfreizeiten. Das Resultat sind starke Menschen, die kommunizieren können. Die sozial in der Gesellschaft, also miteinander, agieren können als soziale Wesen
Und @tomi: Welche Fantasie treibt Sie denn an? Ach so, war schon spät!