Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Empfehlen
Kommentare
Kommentar

Ein Großkonflikt - von Miguel Sanches

05.09.2010 | 19:00 Uhr

So wie es war, kann und darf es nicht bleiben. Das war Bundeskanzlerin Angela Merkels Einsicht. Es war ihr Erkenntnisgewinn im Urlaub. In der Atomdebatte spürt man die Entschlossenheit der Kanzlerin, die Zügel in der Koalition enger anzuziehen. So weit, so gut.

Allein, es kommt zu spät. Merkel hatte bis zur nordrhein-westfälischen Landtagswahl im Mai die Mehrheit im Bundesrat und die Chance, im Alleingang und verfassungspolitisch koscher die Laufzeiten der Kraftwerke zu verlängern. Diese Chance aber hat Schwarz-Gelb vertan. Der Ausstieg aus dem Atomkonsens hätte so oder so eine politische Kettenreaktion ausgelöst. Aber nun wird daraus mehr: Ein Großkonflikt.

Er wird wohl unweigerlich beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe enden, das weniger den Atomausstieg als vielmehr die Beteiligung des Bundesrates am Gesetz prüfen dürfte.

Die Rechtsfrage ist eine Sache, die gesellschaftliche Akzeptanz eine ganze andere. Umweltminister Norbert Röttgen hat deshalb in der Union früh die Frage aufgeworfen, ob sie ausgerechnet die Atomenergie zum Alleinstellungsmerkmal machen will. Die Frage stellt sich heute anders: Ist Röttgen allein?

Miguel Sanches

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3655965/create

Aktuelle Fotos und Videos
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Norbert Röttgen - Aufstieg und Fall
Bildgalerie
Rücktritt
Berlin in schwarz-gelb
Bildgalerie
BVB-Fans
25.000 feierten in DO
Bildgalerie
Turka-Festival
Aus dem Ressort
Verzögerung am neuen Berliner Flughafen schockt Branche
Wirtschaft
"Wir haben keinen Plan B.", so lautete die Reaktion vieler Verantwortlichen nach der Bekanntgabe, dass sich die Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg verschieben wird. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn befürchtet unkalkulierbare Kosten. Urlauber werden wohl zu einem anderen Terminal anreisen...
NRW wehrt sich gegen Akw-Neubau in den Niederlanden
Atomkraft
Im niederländischen Borssele ist ein neues Atomkraftwerk geplant. Der Ort in der Provinz Zeeland ist nur wenige Kilometer von Nordrhein-Westfalen entfernt. Die NRW-Landesregierung spricht sich gegen den Bau des Kraftwerks aus. Auch jeder Bürger kann bis zum 12. Januar Einspruch gegen das Akw...
Neueste Aktivität