Duisburg, die gelähmte Stadt – von Frank Preuß
12.05.2011 | 17:48 Uhr 2011-05-12T17:48:00+0200Duisburg. Die Loveparade-Katastrophe lähmt die Stadt Duisburg immer noch. Veranstaltungen, bei denen mehr als 100 Menschen zu erwarten sind, werden nur ungern genehmigt. So kann es nicht weitergehen. Ein Kommentar von Frank Preuß.
Niemand hat die Tragödie bei der Loveparade vergessen. Das wird so bleiben, und das ist richtig so. Es gibt kein Recht auf Verdrängung, sondern die Pflicht zur Erinnerung . Man kann daher verstehen, wie schwer sich Duisburg tut, noch irgendeine Veranstaltung zu genehmigen, bei der mehr als 100 Menschen zu erwarten sind .
Duisburg traut sich nicht mehr, zu feiern. Allein: So kann es in einer Großstadt nicht weitergehen.
Die peinlichen Kapriolen um die Folgen eines möglichen Pokalsiegs des MSV am übernächsten Wochenende machen das Dilemma offenkundig. Die Spieler sollen über Oberhausener Schleichwege in die Stadt kommen , ein städtischer Empfang ist nicht vorgesehen . Was wohl weniger mit den Finanzen zu tun hat als mit Sicherheitssorgen. Da unterschreibt niemand mehr gern ein Konzept. Und könnte sich der dauerhaft angeschlagene OB Adolf Sauerland noch auf den Balkon eines Rathauses trauen, das zur Wagenburg geworden ist? Kaum.
Eine Stadt lähmt sich. Die Rückkehr zum aufrechten Gang ist bisher nicht gelungen. Das hat Duisburg nicht verdient. Wer zerschlägt den Knoten, wenn Sauerland mit offenbar eisernen Nerven tatsächlich bis 2015 auf seinem Sessel sitzen bleibt ? Vier Jahre Stillstand, das kann sich die Stadt nicht erlauben. Die Verwaltung muss ihren Job machen. Streit und Angst sind schlechte Berater.
04:18
na, wenn hieran das problem erkannt wird, werde ich meine behauptung, fussball sei zu nichts nutze weniger laut verbreiten...
zumindest ist es keine genehmigte grossveranstaltung, das senkt das risiko
17:30
@ 12 Mippes : MOB?Sie haben Glück, mich nicht persönlich zu kennen..... Eltern und Angehörige, die ihre Kinder verloren haben, deren Freunde, Menschen, die sich ernsthaft Gedanken machen,wie derartige Tragödien geschehen können als Mob zu bezeichnen - selbst wenn ich und sie irren - ist wahrlich ein starkes Stück.
Das zeigt doch wahrhaftig wieder einmal, wessen Geistes Kind Ob Sauerland und seine Anhänger sind. Und noch etwas: es gibt noch mehr Menschen wie Hr.Sauerland, sie sind leider auch in unserem Land keine Seltenheit - und sie sind mir noch nie sympathisch gewesen. Ich kann Ihnen sogar ganz genau sagen warum: weil Geld nicht stinkt, aber der Moder, der an ihnen haftet. Geld wird gerne in einem Amt genommen - nur die Verantwortung, die haben immer andere zu tragen. Alles Gute für ihre Zukunft - und Emotionen haben mit MOB überhaupt nichts zu tun. Zu Ihrem Besten hoffe ich auch für Sie sehr, dass Sie niemals der wahren Bedeutung dieses Wortes begegnen - außer vielleicht in Ihrem eigenem Spielgelbild!
05:10
was in Duisburg langst ein jeder weiss
wird am Innenhafen grad geschweisst
wenn es dann aufgestellt
selbst am Nordpol und in der kleinsten Kammer
weiss es dann die ganze Welt
In Duisburg hängt der ***** am Hamer
00:16
Dennoch gab es in der Geschichte der Stadt wohl niemals eine führende Person, die einen so grossen auf lange Zeit irreparablen Schaden angerichtet haben.
#15 von taosnm , am 13.05.2011 um 19:57
Stimmt, dem ist - wie so oft - nichts mehr hinzuzufügen. Sie treffen den Nagel auf den Kopf.
Sauerland lässt sich z.B. in Berlin als OB des MSV-Finalisten feiern, ist aber nicht bereit, die Mannschaft, der er so viel positive Beiträge zum Image der Stadt zu verdanken hat - einen würdigen Empfang in Duisburg zu bereiten. Er grinste aber von Wahlplakaten mit MSV-Schal und nutzte kostenfrei die VIP-Lounge des MSV. Er müsste sich für diese Pokalfinal-Ignorierungsnummer in Grund und Boden schämen. OB der Stadt Duisburg? Nein, seit dem 24.07.2010 nicht mehr und seit dem Pokalfinale erst Recht nicht mehr. Ich hoffe, dass die MSV-Fans in Berlin gegen Sauerland trillern, was die Pfeifen hergeben.
19:57
#12 Mippes
War mir klar, dass mein kurzer Kommentar gelöscht würde. Nein, AS soll nicht abtauchen, sondern auf Nimmerwiedersehen verschwinden, weil er nur noch Schaden anrichtet. Ausserdem sind diejenigen, die den OB sehr substanziert kritisieren, nicht der MOB, sondern die, die sich wohlbegründet Gedanken machen. Seinen Befürwortern, zu denen Sie offensichtlich zählen, gefällt das nicht, weil sie u.a. dem nichts entgegenzusetzen haben. Dennoch gab es in der Geschichte der Stadt wohl niemals eine führende Person, die einen so grossen auf lange Zeit irreparablen Schaden angerichtet haben.
18:09
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18:05
@ 12
Kritiker sind Wichtigtuer und Mob?
Typisch diese Beleidigungen.
Es ist im Übrigen nicht Wunsch, dass er abtaucht, sondern Verantwortung übernimmt, indem er geht.
17:58
@taosnm
Wie unterschiedlich man doch die Realität wahrnehmen kann!
OB Sauerland ist abgetaucht?
Ist es denn nicht der Wunsch der Wichtigtuer in der Stadt, dass er abtaucht und es einfach nicht tut?
Man kann es dem Mob einfach nicht recht machen!
Verhält sich die Stadt jetzt so, wie man es sich im Falle der Loveparade gewünscht hätte, dann ist es auch nicht richtig.
17:55
Ach, jetzt sind wieder die Berichterstatter Schuld, weil sie über die Missstände berichten?
# 8 schrieb
So feierte man ihn für die unbürokratischen und schnellen Entscheidungen zur Modernisierung der Innenstadt
ja? welche denn?
Wenn der mann Gutes tut, dann für seine Scpeichell....er, aber wer nicht nach seiner Pfeiffe tanzt wird kalt gestellt.
Wenn es diese Stadt nicht schafft seinem besten Fußballverein einen Empfang zu bereiten, dann ist das nicht der finanziellen Armut geschuldet, sondern Ergebnis der Lähmung dieser Stadt, die die Presse nicht herbei schreibt, sondern lediglich dokumentiert.
17:52
#8 von derwolf80
Es gibt kein Recht auf Verdrängung, sondern die Pflicht zur Erinnerung.
So einfach wie richtig.