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Tarifrunde

Drei Prozent mehr im öffentlichen Dienst gefordert

14.12.2010 | 16:20 Uhr
Drei Prozent mehr im öffentlichen Dienst gefordert
Die Gewerkschaften fordern ein deutliches Lohnplus für die Angestellten im öffentlichen Dienst. Foto: Sergej Lepke

Berlin. Die Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst sollen 3,0 Prozent mehr Lohn bekommen. Mit dieser Forderung gehen die Gewerkschaften in die anstehenden Tarifverhandlungen mit den Ländern. Die Gewerkschaften sprechen von einer „Forderung mit Augenmaß“.

In den anstehenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder haben die Gewerkschaften am Dienstag ihr Forderungen vorgestellt. Die Entgelte sollen um einen Sockelbetrag von 50 Euro und dann linear um 3,0 Prozent steigen, wie die Bundestarifkommission beschloss. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 14 Monaten haben. Verhandelt wird für knapp 1,7 Millionen Beschäftigte, die Länder Hessen und Berlin bleiben außen vor. Zu den verhandelnden Gewerkschaften gehören Verdi, die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die dbb-Tarifunion.

„Kostensteigerungen bei Energie, Lebenshaltung und Gesundheit treffen alle Beschäftigten - dafür dient der Sockelbetrag als sozialer Ausgleich“, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske in Berlin. Bei den Gehältern der Länderbeschäftigten habe sich ein erheblicher Nachholbedarf im Vergleich zum öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen aufgebaut: „Diese Gerechtigkeitslücke muss endlich geschlossen werden.“

Forderungen seien „zeitgemäß, angemessen und bezahlbar“

Der dbb-Bundesvorsitzende Peter Heesen bezeichnete die Forderung als „zeitgemäß, angemessen und bezahlbar“. Wenn Politiker und Ökonomen angesichts der anziehenden Konjunktur „die Beschäftigten in der Wirtschaft zu kräftigen Lohnforderungen ermutigen, dürfen sie nicht gleichzeitig den öffentlichen Dienst mit angezogener Sparbremse weiter auf Verschleiß fahren“.

Laut GEW entspricht die Forderung einer durchschnittlichen Gehaltserhöhung von fünf Prozent. GEW-Tarifexpertin Ilse Schaad sprach von einer „Forderung mit Augenmaß“. Zugleich kündigte die Gewerkschaft an, vor Beginn der Gespräche eine Kampagne zur Sicherung des Lehrernachwuchses zu beginnen.

Die Tarifverhandlungen beginnen am 4. Februar in Berlin. (dapd)

DerWesten



Kommentare
14.12.2010
22:07
Drei Prozent mehr im öffentlichen Dienst gefordert
von Karma Sutra | #12

Die Einnahmen aus der Umsatzsteuer sanken nach den letzten Daten der Bundesbank im Oktober 2010 um -2,59% im Vergleich zum Vorjahresmonat, auf 11,052 Mrd. Euro nach 11,346 Mrd. Euro im Oktober 2009!

So sieht der Aufschwung XXL aus.

Es wird gelogen.

Nur wenn den 10% die 90% der Vermögen besitzen und 90% der Einkommen zufliessen, dieses weggenommen wird, denn sie haben es veruntreut. Alle Wachstumsversprechungen waren hohle Lügen.


PS: Wußten sie das die durchschnittliche Betriebsrente eines ARD_Mitarbeiters 1500 Euro beträgt. Da kann ja die Rente mit 67 kommen .

14.12.2010
21:29
Drei Prozent mehr im öffentlichen Dienst gefordert
von thomas pollmann | #11

jm
man kann auch innerhalb des öd die gewerkschaft wechseln.
man muß sich nur mal schlau machen.
ich bin auch im öd beschäftigt.
bin aber von verdi zur komba gewechselt.
und zahle 10 euro im monat an beiträgen.
und an 10 some say the d.......

nun ja wenn dies ironie sein soll.......
wie gesagt wenn es euch nicht passtversucht es doch mal selber.
oder noch besserihr verzichtet auf das erstrittene geld.
und an hajaori

ja wenn du meinst das die gewerkschaften immer nur auf die besserverdieneden schielen...

nochmal gesagt-versucht es doch mal selber besser zu machen anstatt imer nur zu meckern.
ihr habt an allem und jedem was auszusetzen.
nur warum unternehmt ihr denn nichts dagegen????
bei der anzahl der unzufriedenen müßte es doch für euch ein leichtes sein eure konkreten forderungen gegenüber den arbeitgebern durchzusetzen.
nur wo seit ihr bis jetzt?????
auf welche gelegenheit wartet ihr denn noch??????
oder wißt ihr nicht was ihr eigendlich wollt??????
seit ihr euch so uneinig??????

wie gesagtversucht es mal selber.

wenn ihr es schaffen solltet ziehe ich meinen hut.
jm
wir beschweren uns nicht bei denen die an der pleitegrenze leben.
wir haben nur die schnauze voll von denen die meien immer von anderen profietieren zu können.
wenn ihr meint das ihr zu wenig verdient..dann siehe weiter oben.
und das meine ich für alle nicht gewerkschafter die nur am maulen sindaber kassieren mit.

14.12.2010
21:09
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.12.2010
20:06
Drei Prozent mehr im öffentlichen Dienst gefordert
von hajori | #9

Die meisten Gewerkschaften erwarten zwar einen Beitrag in Höhe von 1% vom Brutto, lassen aber durchaus mit sich reden.
Im übrigen ist es auch nicht so, daß ich alles an den Gewerkschaften für gut halte. Besonders die immer nur prozentuale Erhöhung der Gehälter hielt und halte ich für falsch! Ein Festbetrag für alle, das wäre mal richtig. Aber leider schielen auch die Gewerkschaften etwas zu sehr auf die Besserverdienenden.

14.12.2010
19:52
Drei Prozent mehr im öffentlichen Dienst gefordert
von JM | #8

@hajori

den Gewerkschaftsbeitrag können sich viele leider nicht mehr leisten. Viele im öD gehen mit 1000 EUR NETTO nach Hause - es zählt NETTO zum LEBEN!

erzähl mal einer alleinerziehenden mit Entgeltgruppe 5 in Teilzeit, sie soll gefälligst nicht von derr Lohnerhöhung profitieren, weil sie von ihrem knappen Einkommen ja kein Geld für Gewerkschaftsbeitrag übrig hat!

achja, bei ihrem Gehalt sind 3% auch sehr sehr viel mikriger als bei anderen! Unsere Topverdiener dort sind auch nicht alle in der Gewerkschaft - beschwer dich nicht bei denen, die an der Pleitegrenze vegetieren!

14.12.2010
19:50
Drei Prozent mehr im öffentlichen Dienst gefordert
von Pinatz | #7

Als Beschäftigter des öffentlichen Dienstes wünsche ich mir zu Weihnachten auch einen Rettungsschirm.

14.12.2010
19:47
Drei Prozent mehr im öffentlichen Dienst gefordert
von JM | #6

Das wird wie beim letzten Mal: 2 % verteilt auf 3 Jahre und zwischen 6 bis 14 EUR Einmalzahlung.

Geld gibt eh nichts, deshalb schlage ich vor, dass man im Gegenzug bei Angestellten des öD auf Sozialabgabenerhöhung verzichtet - die Lohnsteigerung gleich diese ja nicht mal aus!! Ist doch seit Jahren so! Deshalb gefälligst verzicht auf Zwangsriester Pflege, KV-Beitragserhöhung und den anderen Späßen.

und dauerhaft niedrige Löhne senken auch schön das spätere Rentenniveau schön, das nachher auch Arbeitnehmer des öD in die Grundrente auf Hartz-Niveau fallen dürfen

14.12.2010
19:44
Drei Prozent mehr im öffentlichen Dienst gefordert
von hajori | #5

THOMAS POLLMANN hat leider recht!
es sind viel zu viele Arbeitnehmer nicht in Gewerkschaften organisiert! Nicht nur im öffentlichen Dienst, obwohl der Organisationsgrad dort noch relativ hoch ist!
Aber es ist leider der Trend in unserer Gesellschaft:
Egoismus statt Solidarität!
Tarifverträge sollten nur für Gewerkschaftsmitglieder gelten! Wer nicht in die Gewerkschaft will, kann sich ja selbst um seine Lohnerhöhung und Arbeitsbedingungen kümmern.

14.12.2010
19:28
Drei Prozent mehr im öffentlichen Dienst gefordert
von thomas pollmann | #4

avaaaz
komisch
aber kassieren könnt ihr und wenn es nur 5 euro sind.

wie wäre es denn mal wenn alle nichtgewerkschafter mal selber versuchen mehr lohn zu erkämpfen.

nur da habe ich bis auf heiße luft von euch noch nichts gesehen und gehört.

14.12.2010
19:04
Drei Prozent mehr im öffentlichen Dienst gefordert
von r.folgreich | #3

Dass seit heute die CGZP nicht mehr tariffähig ist und das rückwirkend nicht war, steht hier mal wieder nicht. Da steigen einige Löhne ganz von alleine. Muss so ein Möllring gar nicht gut oder schlecht oder irgendwie finden. Reine Rechtssache.

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