DIW: Griechenland bleibt auch nach Schuldenschnitt Sorgenkind
04.02.2012 | 11:34 Uhr 2012-02-04T11:34:33+0100Griechenland wird nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) auch nach dem erwarteten Schuldenschnitt dauerhaft Hilfen benötigen. "Ein Schuldenschnitt erfüllt zwar die Vorgaben der EU, bringt Griechenland aber auf keinen Wachstumspfad", sagte der DIW-Konjunkturexperte Karl Brenke im dapd-Interview.
Berlin (dapd). Griechenland wird nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) auch nach dem erwarteten Schuldenschnitt dauerhaft Hilfen benötigen. "Ein Schuldenschnitt erfüllt zwar die Vorgaben der EU, bringt Griechenland aber auf keinen Wachstumspfad", sagte der DIW-Konjunkturexperte Karl Brenke im dapd-Interview. Ohne Wachstumsstrategie bleibe das Land "dauerhaftes Sorgenkind" Europas.
Die Schuldenkrise sei letztlich nur Ausdruck der wirtschaftlichen Schwäche des Landes. "Griechenland fehlt eine industrielle Exportbasis", sagte Brenke. Das Land benötige eine von der gesamten Gesellschaft getragene grundlegende Modernisierung. Solange man die Probleme nicht anpacke, würden "nach dem Schuldenschnitt nur wieder neue Schulden aufgehäuft".
dapd