Die höchsten Gipfel Dänemarks
14.10.2008 | 10:02 Uhr 2008-10-14T10:02:00+0200
Essen. Joachim Franz befindet sich auf einer Expedition der besonderen Art. Er und seine Mitstreiter wollen das Thema Aids ins Bewusstsein der Menschen rücken. DerWesten verfolgt, wie die Gruppe bei ihrer Tour vorankommt. Heute: Kopenhagen, Ris und der höchste Punkt Dänemarks.
Kopenhagen an einem frühen Sonntagmorgen. Die Sonne scheint, das Thermometer zeigt 15 Grad. Pünktlich um neun Uhr erscheint Christian Baukhage. Er ist Presse- und Kulturattaché der heute natürlich geschlossenen Deutschen Botschaft. Trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, uns zu treffen. Er überreicht Joachim den Deutsch-Dänischen-Freundschaftspin, weil es sich bei „HIV/Aids um ein internationales Problem handelt.“ Und in seinem Eintrag in unser großes Botschaftsbuch wünscht er uns nicht nur viele erfolgreiche Gipfelbesteigungen, sondern „vor allem eine riesige Aufmerksamkeit für eines der wichtigsten Themen, die die Menschheit bewegen.“
Ris, ein unscheinbares Dorf nördlich von Horsens. Hier liegen dicht an dicht die höchsten Gipfel Dänemarks. Davon gibt es gleich drei und welcher nun wirklich der höchste ist, da scheinen sich nicht mal die Dänen selbst so sicher zu sein. Es wirkt fast so, als käme bei jeder Messung etwas anderes heraus, aber nach derzeitigem Stand gilt wohl der Möllehöj als König – wobei Zentimeter entscheiden: 170,86 Meter. Viggo Rasmussen, für die Vermittlung von Projekten im Sozialrat der nahegelegenen Stadt Skanderborg zuständig, klärt uns auf: „Der Yding Skovhöj misst zwar 172,54 Meter, aber nur, weil auf seinem Gipfel in grauer Vorzeit ein Grabhügel aufgeschüttet wurde. Ohne den kommt er nur auf 170,77 Meter.“
Flagge mit der HIV-Dunkelziffer über dänischen Landen
Und wo sollen wir nun hinauf? Die Lösung: Der Ejer Bavnehöj hat nur 170,35 Meter – trägt auf seinem Gipfel aber einen 12 Meter hohen Turm. Wollen wir auf den höchsten Punkt Dänemarks, dann liegen wir da in jedem Fall richtig – zumal auf den in Sichtweite liegenden Möllehöj nicht gegangen werden kann, weil er auf privatem Grund liegt.
Für Regina, Dominik, Werner und Detlev bedeutet das, dass sie nicht nur den, nun ja: nicht ganz so steilen Berg hinauf rennen müssen, sondern auch noch viele Treppenstufen hinauf sprinten dürfen – gezählt hat die natürlich wieder keiner. Am Ende jedenfalls weht die Flagge mit der HIV/Aids-Dunkelziffer (9300) über dänischen Landen. Derweil aber sind wir schon wieder unterwegs – morgen stehen Empfänge in Berlin, Wolfsburg und Hannover auf dem Programm. Was fast schon anstrengender klingt als die Eroberung des Mölle-, Skov-, Bavne- oder sonstwie höj.
- Fotostrecke: Gipfelsturm für guten Zweck
- Bericht: Ein verlorener Tag!
- Bericht: Als anderer Mensch zurück ins Tal
- Bericht: Ruhe vorm Sturm
- Bericht: Die erste Pleite
- Bericht: Gipfelsturm im Nebel
- Bericht: Warmer Empfang am kalten Nordkap
- Bericht: Aufmerksamkeit für Aids auf dem Gipfel
- Fotostrecke: Lebenszeichen in der Todeszone
11:39
Unglaublich welche Kraft und welchen Ehrgeiz Joachim entwickelt hat...