Altersstudie
Die Deutschen bleiben länger im Beruf
08.09.2010 | 17:56 Uhr 2010-09-08T17:56:00+0200
Berlin.Die Deutschen gehen später in Rente, bleiben länger gesund und wollen im Alter aktiv bleiben. Die Familie ist für sie wichtig und sie fürchten auch mit zunehmendem Alter um ihre Zukunft. Zu diesen Ergebnissen kommt der Deutsche Alterssurvey.
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) stellte am Mittwoch in Berlin den neuen Alterssurvey für die Bundesrepublik vor. Danach schätzen die Bundesbürger über vierzig den Zusammenhalt in der Familie. Selbst Ältere fürchten jedoch auch um ihren Lebensstandard, die soziale Kluft zwischen Oben und Unten wächst weiter.
Arbeitnehmer gingen im Jahr 2008 im Durchschnitt mit 63 Jahren in Rente und damit ein Jahr später als noch 2002. Ein Drittel der 60- bis 64-Jährigen war der Altersstudie zufolge im Jahr 2008 noch im Job, zehn Prozent mehr als zu Beginn der Befragung 1996.
Frühe Berufsaussteiger setzen zunehmend auf die Altersteilzeit
Nach eigener Auskunft sind damit mehr Ältere bis zur Rente berufstätig als nach den Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit, derzufolge nur jeder vierte 60- bis 65-Jährige noch eine reguläre Stelle hat. Das Bundesarbeitsministerium geht von 40 Prozent Erwerbsbeteiligung der über 60-Jährigen aus, rechnet aber Minijobs und Selbstständige ein.
Jene, die früher aus dem Beruf aussteigen wollen oder müssen, setzen zunehmend auf die Altersteilzeit, arbeiten aber nicht Teilzeit, sondern die Hälfte der letzten Berufsjahre voll, um dann früher aufzuhören. Dem Alterssurvey zufolge wird damit das Ziel verfehlt, älteren Erwerbstätigen ein längeres Arbeitsleben zu erleichtern. Während zwischen 1996 und 2002 nur acht Prozent der Beschäftigten die Altersteilzeit nutzten, hat sich ihre Zahl im Jahr 2008 fast verdreifacht (21 Prozent).
Der freiwillige Zivildienst soll für alle Altersgruppen geöffnet werden
Von den Ruheständlern ist inzwischen ein Drittel in Ehrenämtern tätig, 1996 war es nur ein Viertel. Ministerin Schröder sagte, hier gebe es noch viel Potenzial. Darauf ziele sie mit dem freiwilligen Zivildienst, der im Falle einer Aussetzung der Wehrpflicht für Frauen und alle Altersgruppen geöffnet werden soll.
Jeder Siebte zwischen 40 und 65 Jahren kümmert sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen. Die Hälfte der Pflegenden ist berufstätig. Entscheidend sei, so Schröder, dass Beruf und Pflege miteinander vereinbart werden könnten. Sie wolle bis Ende dieses Jahres das geplante Gesetz für eine Familienpflegezeit vorlegen, kündigte sie an. Schröder plant, die Möglichkeit einer bezahlten Pflege-Auszeit für Berufstätige einzuführen.
Die soziale Kluft wächst
Materiell geht es den meisten Älteren heute gut. Allerdings bestätigt die Langzeitstudie, dass die soziale Kluft wächst, weil Armut und Reichtum zunehmen, die Mittelschicht aber schwindet. Stark gestiegen ist die Zahl derer, die um ihre Zukunft fürchten. 1996 waren es 18 Prozent, heute ist es ein Drittel der über 40-Jährigen. Sie gehen davon aus, dass ihr Lebensstandard sinken wird.
Der „Deutsche Alterssurvey“ ist eine repräsentative, seit 1996 zum dritten Mal realisierte Befragung von rund 14.000 40- bis 85-Jährigen. Clemens Tesch-Römer vom Deutschen Zentrum für Altersfragen, das die Altersstudie erarbeitet, sagte, problematisch sei, dass jene, welche eine private Rente am dringendsten nötig hätten, sie nicht abschließen oder nicht abschließen können. Das spiegelt sich auch in der Einschätzung der unteren Einkommensgruppe, wonach 2002 noch ein Drittel der Älteren sagte, sie kämen mit ihrem Geld hin. 2008 war es nur noch ein Viertel. (epd)
18:55
Bis zum bitteren Ende. Die Unternehmer und der Staat freut sich.
10:53
Schon merkwürdig was die Propaganda so für Blüten treibt...mit 45 biste schon zu alt für einen neuen Arbeitsplatz....
08:55
Das ist ein Aufstand gegen Regierung und Rentensystem! ;o)
08:55
Habe im Jahr 2009 3 Freunde verloren zwischen 58 und 59 Jahren.
Soviel zu diesem Artikel.
06:48
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06:23
Deshalb steigen die Gesundheitskosten? Ach ja, wir müssen ja diejenigen finanzieren, die auf Kosten des Staates leben. Wir arbeiten länger? Richtig, wir bekommen es ja vorgeschrieben von der Regierung.
Lieber West, das obige Bild hat mittlerweile einen langen Bart. Wie oft bekommen wir es noch gezeigt?
06:05
Äh, und warum steigen ständig die Gesundheitskosten und der Medikamentenverbrauch ?
22:49
Die Arabischen Migranten bleiben doch bestimmt noch Gesünder, die Arbeiten doch nicht und bekommen die ganze Deutsche Medizin umsonst !!!!!
Können dann unendlich Hartz IV beziehen !!!!!
18:44
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