Die A44 ist wieder freigegeben
15.02.2010 | 09:22 Uhr 2010-02-15T09:22:00+0100
Essen.Es bleibt glatt auf NRWs Straßen. Wegen Streusalzmangels werden auch auf Autobahnen nicht mehr alle Spuren gestreut. Die zwischen Erwitte und Diemelstadt in Fahrtrichtung Kassel gesperrte A44 allerdings ist inzwischen wieder freigegeben .
Neuerliche Schneefälle am Samstagabend und in der Nacht haben in Nordrhein-Westfalen am Wochenende zu teils chaotischen Verkehrsverhältnissen geführt. Die Autobahnmeistereien stehen nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau NRW zunehmend vor Problemen, da die Streusalz-Vorräte allmählich ausgingen. Daher könnten auf einigen Autobahnen nicht mehr alle Fahrspuren mit Salz gestreut werden. Betroffen sei etwa die Autobahn 2 bei Oberhausen.
Die Autobahn 44 ist allerdings inzwischen wieder für den Verkehr geöffnet. Die Strecke war zwischen Erwitte/Anröchte und Diemelstadt in Hessen am Wochenende auf einem Abschnitt von 52 Kilometern in Richtung Kassel gesperrt, nachdem es zuvor eine Serie von witterungsbedingten Unfällen mit einer Toten und mehreren Verletzten gegeben hatte.
„Eingeschränkter Winterdienst“
Der Landesbetrieb biete derzeit „nur eingeschränkten Winterdienst“, erklärt Sprecher Bernhard Meier. Auch auf Autobahnen würden derzeit nicht mehr alle Fahrspuren gestreut. „Wir räumen überall, streuen aber nur eingeschränkt“, hieß es. Bei Strecken mit zwei Spuren werde der rechte Fahrstreifen gestreut, bei drei Spuren die beiden rechten.
Ob es gelingt, die Autobahnen wenigstens teilweise frei zu halten, hängt vom Wetter in den kommenden Tagen ab. Bei Eisregen, der für Mitte der Woche angekündigt sei, gehte es „nur mit ganz viel Salz“, so Meier. Dann könne es zu einer „kritischen Situation“ kommen.
Streu-Sparstrategien
„Auf diese für NRW-Verhältnisse extremen Wetterverhältnisse sind wir nicht eingestellt“, sagte Meier, am Sonntag in Gelsenkirchen auf ddp-Anfrage. Bei den Autobahnmeistereien gingen zwar kontinuierlich Salz-Lieferungen ein, die aber angesichts des anhaltenden Winterwetters „im Nu verbraucht“ würden. Auf den Autobahnen im Bereich Recklinghausen wurde laut Meier am Wochenende überhaupt kein Salz mehr gestreut. Dort seien keine Vorräte mehr vorhanden.
„Neue Salzlieferungen gehen dahin, wo die Not am größten ist“, sagte Meier. Priorität hätten dabei die Autobahnen. Laut Landesbetrieb wurden in diesem Winter bereits 250 000 Tonnen Streusalz verbraucht. In der kompletten Wintersaison 2008/2009 waren es 200 000 Tonnen.
Ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei rief die Autofahrer zu einer umsichtigen Fahrweise angesichts von spiegelglatten Fahrbahnen auf. Vor allem Nebenstrecken könnten gefährliche Rutschbahnen sein. Unnötige Autofahrten sollten möglichst vermieden werden. (herz mit Material von ddp)
14:35
@ # 18 Realisto,
Dann gibt es eben einen milden Winter. Sie halten doch wohl auch nachts an einer roten Ampel, obwohl weit und breit kein Auto kommt, oder?
14:26
#7
Bananen mit Äpfeln vergleichen. Sie Blitzbirne.
13:27
Nächstes Jahr werden die Kommunen mehr Salz kaufen und dann gibt es einen milden Winter!
13:03
Salz lagern ist kein Problem, jedes Jahr wird das übrige Salz aus dem Vorjahr weiterverwendet und selbst wenn es klumpt, meist wird heute eh Salzlake verteilt, also an- bzw. aufgelöst.
Die Kosten sind jetzt höher weil viel viel teurer eingekauft werden muss als sonst und die Hallen sind überall vorhanden nur in den letzten Jahren nicht mehr komplett gefüllt worden.
Die Straßenmeistereien tuen ihr Bestes, aber es hilft nichts wenn das Management weiter oben denen kein Material ordert rechtzeitig.
Selbst Splitt oder Sand sind teils nichtmal verrfügbar da nicht bestellt, unser Bausstoffhändler hat genug, Mangel ist wohl eher in den Kassen....
12:41
Es ist ein Novum in Deutschland, eine Autobahn wegen Schneefall sperren zu müssen. Aber solche Extremfälle kommen halt vor.
Hier den Verantwortlichen Unfähigkeit vorzuwerfen, ist unredlich. Wer von den vielen Kommentatoren ist denn auf jede Extremsituation vorbereitet.?
Salz kann man auch nicht in großen Mengen über Jahre lagern. Salz zieht Wasser an und verklumpt mit der Zeit.
Außerdem ist das mit dem Streuen auch so eine Sache. Wenn es dann wirklich kalt wird, so unter -6°, dann hilft auch kein Salz mehr, es wird glatt. Das Geschrei möchte ich dann hören.
Wenn weiterhin soviel Salz gebunkert wird, dass 2 bis 3 Monate gestreut werden kann, ohne Nachschub zu bekommen, dann kommt bestimmt Jemand auf die Idee, die Kosten zu berechnen, die hier angeblich sinnlos gelagert werden.
Das Geschrei ist dann wieder groß.
Also egal was die Verantwortlichen machen, das Geschrei ist immer groß. Es ist halt Winter.
12:23
Wer spricht eigentlich immer vom strengen Winter? Das ist ein ganz normaler Winter, so wie er sein sollte. Und auch wenn ständig Schnee fällt, so sind die Temperaturen trotzdem weit vom zweistelligen Minusbereich entfernt.
Es müsste nur wenige Grad wärmer sein, dann hätten wir den ganzen Niederschlag einfach nur als Regen gehabt - wie immer.
(Und bevor sich jetzt ein paar besserwissende Frostbeulen zu Wort melden: Ja, meine Aussage mit den zweistelligen Minustemperaturen trifft nicht auf ganz Deutschland zu...)
12:05
Die Sperrung der A 44 war wohl eine Übung für
Zeitpunkt, wen die Menschen in Deutschland auf
die Barikaden gehen, gegen die unfähigen und
sich selbst bedienenden Politiker in diesem Land.
Schäuble wollte und ich Denke will immer noch
die Bundeswehr Innenpolitisch zum Zusammen-
schießen von Demonstrierenden Arbeitern ein-
setzen. Die Parlamentarische Demokratie läßt
grüßen, Pardon Parlamentarische Diktatur
MfG
11:54
Ich verstehe immer noch nicht warum überhaupt gestreut wird. Auf Schneestraßen fahre ich auch sehr gut - erst wenn Salz gestreut wird, wird es glatt, wenn es nachts wieder überfriert und dann muss immer wieder gestreut werden, Außerdem sprengt das Tauwasser sie Schlaglöcher noch mehr aus. Notfalls sollte eine Schneekettenpflicht eingeführt werden.
11:46
Die grosse Lagerhalle für Salz hier der Kommune, die wurde die letzten Jahre nur noch zu ca. 25 % gefüllt lt. Aussage der Mitarbeiter, der Rest wurde aus Kostengründen bei Bedarf nachgeliefert, d.h. 75 % Kapazität Lagerfläche bleiben ungenutzt.
11:21
wir brauchen eben unsere Salzstöcke, um Atommüllfässer in Ruhe verrotten zu lassen.