Deutsche Arbeitslose sind ärmer als Nachbarn in Europa
18.02.2010 | 16:45 Uhr 2010-02-18T16:45:14+0100
Berlin.Arbeitslose sind in Deutschland finanziell schlechter gestellt als in den vielen anderen europäischen Ländern. Das zeigt eine neue OECD-Studie. Kritisiert wird auch, dass es für Langzeitarbeitslose weiterhin wenig finanzielle Anreize gebe, eine gering bezahlte, aber existenzsichernde Beschäftigung aufzunehmen.
Arbeitslose sind in Deutschland finanziell schlechter gestellt als in den vielen anderen europäischen Ländern. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellte am Donnerstag in Berlin aktuelle Vergleichsdaten vor, wonach die finanzielle Absicherung von Bundesbürgern, die ihren Job verlieren oder über längere Zeit arbeitslos sind, im Vergleich zu den anderen OECD-Ländern durchschnittlich, im europäischen Vergleich aber eher gering ist.
Vor allem bei den Geringverdienern rangiert Deutschland mit einem Lohnersatz von 60 Prozent der früheren Nettobezüge bei der sozialen Absicherung im unteren Drittel der OECD-Staaten. Familien mit Kindern und Alleinerziehende sind im internationalen Vergleich besser gestellt als Singles oder Paare ohne Kinder. Dennoch wird das Armutsrisiko für Alleinerziehende als sehr hoch gewertet.
Nur knapp über dem Durchschnitt
Der Erhebung zufolge erhält ein alleinstehender Durchschnittsverdiener in Deutschland nach fünf Jahren Arbeitslosigkeit 36 Prozent seiner früheren Nettobezüge als Transferleistung. Damit steht Deutschland auf Platz 14 unter den 29 OECD-Ländern - knapp über dem OECD-Durchschnitt.
Ein Durchschnittsverdiener mit zwei Kindern und einem Ehepartner, der ohne Job ist, erhält nach fünf Jahren Arbeitslosigkeit hingegen 63 Prozent seines früheren Nettoeinkommens (OECD-Schnitt: 55 Prozent). Ein Alleinerziehender mit zwei Kindern kommt auf 61 Prozent, bei einem OECD-Schnitt von 49 Prozent.
Allerdings gebe es für Langzeitarbeitslose nach wie vor vergleichsweise wenig finanzielle Anreize, eine gering bezahlte, aber existenzsichernde Beschäftigung aufzunehmen. Das trage zum hohen Armutsrisiko der Alleinerziehenden bei. Hinderlich bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt seien zudem die Kosten für Kinderbetreuung und die Schwierigkeiten, in Deutschland einen Betreuungsplatz zu erhalten. Regulär Beschäftigte unterliegen den Angaben nach zudem schon bei einem geringen Verdienst einer relativ hohen Steuer- und Abgabenbelastung.
Der OECD-Studie liegen Angaben der zuständigen Ministerien in den Mitgliedsländern zugrunde. Referenzwert für das Durchschnittseinkommen sind die Gehälter von Vollzeitarbeitnehmern in der Privatwirtschaft. In Deutschland lag das Referenzeinkommen 2008 bei 41 400 Euro brutto. (ddp)
11:57
Aber Deutschland hat dafür mehr Geld für Krieg, Militär und Geschenke in aller Welt. Diese Großkotzigkeit des kleinen Deutschlands regt die Bürger auf. Die Politik ist nicht mehr da, was die Menschen wollen. Darum wird sie am laufenden Band abgestraft. Siehe Rüttgers-CDU und die Mövenpickpartei FDP. Nur neues Denken im Sinne des Volkes hilft für einen Neuanfang.
19:25
Recht hat Geisler mit dieser Ausage !
Die spätrömische Dekadenz bestand darin, dass die Reichen nach ihren Fressgelagen sich in Eselsmilch gebadet haben und der Kaiser Caligula einen Esel zum Konsul ernannt hat. Insofern stimmt Westerwelles Vergleich: Vor 100 Tagen ist ein Esel Bundesaußenminister geworden.
19:22
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19:16
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19:08
Geringe Anreize
Die hohe Steuern- und Abgabenlast in Deutschland – so die OECD – Forscher – sei dafür verantwortlich, dass nur wenige Menschen von Hartz IV in existenzsichernde Jobs wechseln könnten. So muss nach OECD-Berechnungen ein Alleinerziehender oder ein verheirateter Alleinverdiener mit zwei Kindern ein Einkommen von mehr als 60 Prozent des Durchschnittslohns erzielen, um mehr Nettoeinkommen als die sozialen Transferleistungen zu erzielen. Herwig Immervoll, OECD-Ökonom, sagte, es sei in Deutschland schwer, durch Erwerbsarbeit im Niedriglohnsektor über die Armutsgrenze zu gelangen. Solange aber dies dem Einzelnen nicht gelingt, bleibt er weiter auf Hartz IV – Leistungen angewiesen.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5262642,00.html?maca=de-rss-de-all-1119-rdf
19:05
@r.kant
Zitat:
50 % der unteren Einkommen in Deutschland zahlen praktisch keine Steuern mehr.
Zitat ende.
r.kant was rauchen Sie eigentlich ?
Sie müssen meine feststellungen nicht wiederholen, noch mehr bzw. noch niedrige
Löhne, = noch weniger Steuern.
Tut das nicht weh was Sie Schreiben.
man man man ..........
19:03
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19:01
Dort findet man aber auch diesen Bericht.
Über 9 Milliaren Ausgaben für Jobs durch die kaum Steuern einkommen.
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:hartz-iv-aufstocker-staat-zahlt-kraeftig-fuer-zeitarbeiter/50063328.html