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Stellenausschreibungen

Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit

10.11.2009 | 17:22 Uhr
Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit

Nürnberg. Mehr als 2500 fingierte Arbeitsplatzangebote hat eine Personalberatung aus Berlin in den Online-Stellenmarkt der Bundesagentur für Arbeit (BA) eingestellt, um persönliche Daten von Bewerbern zu sammeln. Das ist heute bekannt geworden. Die BA will aber keine rechtlichen Schritte einleiten.

Die Internet-Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist erneut von einem schweren Fall von Datenmissbrauch betroffen. Eine Personalberatung aus Berlin habe in den Online-Stellenmarkt der BA mehr als 2500 fingierte Arbeitsplatzangebote eingestellt, um persönliche Daten von Bewerbern zu sammeln, sagte eine BA-Sprecherin am Dienstag in Nürnberg. Rechtliche Schritte werde die BA jedoch nicht einleiten.

Keine rechtlichen Schritte einleiten

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Bei den fraglichen Stellenausschreibungen habe es sich um «keine realen Jobangebote gehandelt, der Anbieter war nur darauf aus, Daten von Arbeitnehmern zu sammeln», sagte die BA-Sprecherin. Einer internen Prüfabteilung der BA sei das Benutzerkonto der Berliner Personalberatung wegen der ungewöhnlich hohen Zahl von Stellenangeboten aufgefallen. Deswegen habe die Vermutung nahegelegen, dass es sich nicht um tatsächliche Ausschreibungen handelte. Die fingierten Angebote seien mittlerweile gelöscht worden. Rechtliche Schritte werde die BA jedoch nicht einleiten, weil hierfür keine Handhabe bestehe.

Auffällige Angebote unter der Lupe

In die Internet-Jobbörse werden nach Angaben der BA täglich 20.000 neue oder geänderte Angebote von Arbeitgebern eingestellt. Hierbei seien noch nicht jene Angebote eingerechnet, welche die Agentur im Auftrag von Unternehmen platziert. Firmen können über die Webseite der BA Stellenangebote ins Internet stellen, selbst verwalten und bei Bedarf bearbeiten oder löschen. Die BA kontrolliert die Angebote mit Hilfe von Computern automatisch auf problematische Inhalte wie etwa sexistische oder rechtsradikale Begriffe. In Stichproben nehmen BA-Mitarbeiter auch einzelne auffällige Angebote persönlich unter die Lupe.

Zugriff auf sensible Daten

Einen Missbrauch dieser Dimension habe es in der BA-Jobbörse noch nie gegeben, sagte eine weitere BA-Sprecherin der «Frankfurter Rundschau». «Das ist ein sehr ungewöhnlicher Fall.» Datenschützer hatten zuletzt bemängelt, der Online-Stellenmarkt der BA lade zum Missbrauch der Daten Arbeitssuchender geradezu ein. Entsprechende Kontrollmechanismen seien ungenügend. Auch hätten BA-Mitarbeiter Zugriff auf sensible Informationen wie Suchtkrankheiten oder Schulden von Arbeitslosen.

Die BA hatte bereits im Winter vergangenen Jahres mit einem ähnlichen Datenmissbrauch zu kämpfen. Ein privater Jobvermittler stellte immer wieder fingierte Stellenangebote ein. Wenn sich Arbeitnehmer bei dem Vermittler meldeten, erhielten sie stets die Auskunft, dass die Stelle vergeben war. Das Unternehmen bot den Bewerbern jedoch an, gegen Entgelt Bewerbungen für sie zu verfassen. Problematisch an dem Fall war, dass sich der Job-Vermittler trotz Löschung seines Kontos in der Internet-Jobbörse der BA immer wieder neu anmeldete. (afp)

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Kommentare
12.11.2009
22:29
Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit
von thrumms | #13

DIE FIRMA HEIßT ÜBRIGENS Econsulting24 UND ES WURDEN AUCH ARBEITSSUCHENDE ÜBER DAS ARBEITSAMT IN ESSEN GEZWUNGEN SICH DORT ZU BEWERBEN....

11.11.2009
11:53
Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit
von nie88 | #12

Na klar das die keine rechtlichen Schritte einleiten...haben die doch schon Sperren für all die im Kopf deren Daten geklaut wurden...haben alle den fingierten Job nicht angenommen....Datenverteilung ist doch die erste Dienstpflicht für Arbeitsberater und Fallmanager...!

10.11.2009
22:54
Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit
von Klaus Viet | #11

Hallo Leute - nicht verwechseln:
Die Bundesarbeitsagentur und eine (örtliche) ARGE sind zweierlei Vereine.
Die Bundesarbeitsagentur (BA) ist die zitierte Behörde und die örtliche ARGE ist das kommunale Pendant der Stadt- oder Kreisverwaltung. Und die ist letztendlich für Hartz-IV zuständig.

PS: sind aber beide *******. Ups - ist mir so rausgerutscht, nicht löschen.....

10.11.2009
20:43
Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit
von Arbeitslosenkrieg | #10

Inzwischen wird mir immer mehr klar, warum der ehemalige Verteidigungminister Jsef Jung (CDU) auf die Arbeitslosen und die Hartz 4-Empfänger losgelassen wurde. Jetzt wird wahrscheinlich bald scharf geschossen und wahrscheinlich auch noch behauptet, dass es überhaupt keine Arbeitslosen gibt, so wie es in Afghanistan angeblich keinen Krieg gibt. Jung wird sicher seinen Job im Interesse der BA gut machen und die sog. Unterschicht schon zum Marschieren bringen. Vermute mal - wahrscheinlich zum Ausheben von Schützengräben oder zum Panzerputzen als 1,00 EURO-Jobber in Afghanistan. Zusätzlich und Gemeinnützig - wohl gemerkt, damit unsere Bundeswehrsodaten wieder mehr Zeit zum Fussballspielen - mit afghanischen Totenköpfen - haben !

10.11.2009
20:35
Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit
von Lügenbande | #9

Inzwischen mausert sich diese Behörde zu einer Skandalbehörde. Habe schon jahrelang vermutet, dass Stellenanzeigen nur gesetzt werden, um die Arbeitslosen zu piesacken, sich dort aktiv zu bewerben. Habe selbst erlebt, dass ich zu einer qualifizierten Bewerbung ultimativ mit Terminsetzung schriftlich aufgefordert wurde - mit Androhung von Leistungskürzungen - zu einer Stelle, die schon längst vergeben war. Vermute mal, dass es diese freie Stelle niemals gegen hatte und dieser Firmenarsch wahrscheinlich mit diesen Behördenpinkels zusammengearbeitet hatte und dafür noch Kohle abkassiert hatte. Ich traue inzwischen nach dem neusten Datenskandal bei der BA ALLES zu ! Ich traue keiner deutschen Arbeitsbehörde mehr !

10.11.2009
20:28
Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit
von Lügenbande | #8

Macht endlich diese Skandalbehörde Fördern und Fordern platt, weil sie ihre Aufgaben nicht erledigt hat und dem Steuerzahler nur Milliarden kostet.
Die Arbeitsvermittler verwalten lediglich die Arbeitslosigkeit und sind dafür verantwortlich dass Hundertausende ältere Arbeitslose in die sog. 58-er Regelung getappt sind und nun in die Altersarmut fallen. 500.00 ältere Arbeitslose laufen nun täglich in ganz Deutschland umher und durchwühen alle Mülltonen nach Leergutflaschen, weil sie von Hartz 4 oder von der Sozialhilfe leben müssen und nun nicht mehr ohne die Leergutflaschen aus den Mülltonnen über die Runden kommen. Das nennt sich nun in Würde Alt werden ! Hinzu kommt, dass diese Menschen in keiner Arbeitslosenstatistik mehr geführt werden. Im nächsten Jahr wird ein Defizit von ca. 18 Milliarden EUR bei der BA erwartet. Jeder privatwirtschaftliche Betrieb wäre längst Pleite gewesen.

10.11.2009
16:50
Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit
von kimku54 | #7

warum auch sind doch eh nurblöde arbeitslose

10.11.2009
15:58
Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit
von karlosdallos | #6

Die Bundesregierung ist ausreichend damit beschäftigt, dass mit den Daten der Steuersünder kein Schindluder getrieben wird.

10.11.2009
15:51
Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit
von Elektrosteiger | #5

Rechtliche Schritte werde die BA jedoch nicht einleiten

Ah ha. Aber wehe ein Hartz-IV Empfäner macht unwissentlich falsche Angaben. Da rollt sofort die geballte Macht der Justiz an.

Und was sagt der neue ArbeitsVerteidigungsminister dazu???

NICKES...

10.11.2009
15:43
Datenpiraterie in der Bundesagentur für Arbeit
von Sturmlanzenträger | #4

Also jetzt mal ehrlich! Welche seriöse Firma stellt schon einen ordentlichen Job in diese Jobbörse ein? Ich habe dieses Portal auch immer missbraucht um fingierte Bewerbungen zu schreiben und dann vom Amt 5€ pro Bewerbung zu kassieren. Gleiches Recht für alle!

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