Das aktuelle Wetter NRW 4°C

Israel

Clinton eröffnet neue Runde der Nahost-Gespräche

02.09.2010 | 16:49 Uhr

Washington.Unter der Leitung von US-Außenministerin Hillary Clinton haben Friedensverhandlungen begonnen - es sind die ersten direkten Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern seit fast zwei Jahren.

Unter der Leitung von US-Außenministerin Hillary Clinton haben in Washington die ersten direkten Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern seit fast zwei Jahren begonnen. Die US-Regierung strebe danach, dass beide Seiten innerhalb eines Jahres zu einem Friedenvertrag kommen, sagte sie am Donnerstag bei einer kurzen Feierstunde im Außenministerium in Washington. Nach Jahrzehnten voller gescheiterter Versuche liege die Hauptarbeit nun bei dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas.

Konturen eines künftigen palästinensischen Staates

Binnen eines Jahres sollen die Verhandlungen zu einer Einigung in den Streitfragen führen. Dazu zählen die Konturen eines künftigen palästinensischen Staates, der Status von Jerusalem, der Bau jüdischer Siedlungen im Westjordanland und die Frage der Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge.

Am Vorabend hatten Abbas und Netanjahu bei einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus ihre Bereitschaft zu einem Friedenskompromiss erklärt. Netanjahu würdigte Abbas dabei als „Friedenspartner“ und erklärte, er strebe einen „historischen Kompromiss“ an. Auch Abbas sagte sein volles Engagement zu.

Noch nicht deutlich wurde, wie ein Kompromiss in den lange umstrittenen Fragen aussehen könnte. Akutes Konfliktpotenzial besteht in der Frage, ob Israel seinen am 26. September auslaufenden Teilstopp für den Bau jüdischer Siedlungen verlängert. Die Palästinenser drohen mit einem Ende der Gespräche, sollte Israel den Bau auf palästinensischem Gebiet wieder aufnehmen. (dapd/afp)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
02.09.2010
21:50
Blockierter Kommentar.
von Verstehe ich nicht | #6

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

02.09.2010
21:49
Blockierter Kommentar.
von Verstehe ich nicht | #5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

02.09.2010
21:48
Blockierter Kommentar.
von Verstehe ich nicht | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

02.09.2010
18:39
Clinton eröffnet neue Runde der Nahost-Gespräche
von Simone Zajas | #3

Ich auch, meine Oma war Ostpreußin. Ich will auch mein Land zurück. Und meine Kinder und Enkel gehen dann nach Königsberg zurück. Weil wir hier in Duisburg nach 65 Jahren nur Flüchtlinge sind.

02.09.2010
17:40
Clinton eröffnet neue Runde der Nahost-Gespräche
von Kai | #2

Ich bin auch Flüchtling, mein Urgroßvater war schon Flüchtling. Oder zählt diese Vererbung des Flüchtlingsstatus nur für Palästinenser? Ich hoffe die Linken demonstrieren dagegen, kann nicht angehen das die Palästinenser gleicher sind.

02.09.2010
16:57
Clinton eröffnet neue Runde der Nahost-Gespräche
von Wattenscheider2 | #1

Tschuldigung, aber wohin sollen die palästinensischen Flüchtlinge denn zurück kehren? Und welche Flüchtlinge, die Enkel von denen, die der ufti von Jerusalem 1948 aufforderte, das Land zu verlassen um freies Schußfeld für die Arabische Legion zu schaffen? Und was passiert mit den 1,2 Mio. jüdischen Flüchtlingen, die aus arabischen Staaten nach Israel geflüchtet sind? Sollen die auch wieder zurück? Und die Enkel der Schlesier zurück nach Breslau???

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3641618/create

Neueste Aktivität
Aktuelle Fotos und Videos
Heiße Phase bei "Der Bachelor"
Bildgalerie
1 Kommentare 1
Aus dem Ressort
NRW wehrt sich gegen Akw-Neubau in den Niederlanden
Atomkraft
Im niederländischen Borssele ist ein neues Atomkraftwerk geplant. Der Ort in der Provinz Zeeland ist nur wenige Kilometer von Nordrhein-Westfalen entfernt. Die NRW-Landesregierung spricht sich gegen den Bau des Kraftwerks aus. Auch jeder Bürger kann bis zum 12. Januar Einspruch gegen das Akw...
72 Kommentare 72
Die Linke hat Sehnsucht nach Lafontaine
Parteien
Der Chef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, will Oskar Lafontaine wieder in einer Führungsrolle in der Partei sehen - und bekommt dafür viel Beifall aus der Partei. Sahra Wagenknecht brejmst allerdings: Eine Führungsdebatte bringe die Partei jetzt nicht weiter, meint sie.
35 Kommentare 35