Christopher Street Day
04.07.2010 | 18:53 Uhr 2010-07-04T06:53+0200Schwule und Lesben feiern den Christopher Street Day auf Kölns Straßen.
Mit der Christopher-Street-Day-Parade (CSD-Parade) erreichten die schwul-lesbischen Festwochen "ColognePride" am Sonntag in Köln ihren Höhepunkt. Der CSD steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der ebenfalls in Köln stattfindenden Gay Games. Darauf soll auch das CSD-Motto "Stolz bewegt." hinweisen, wie Markus Danuser vom Veranstalter Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) mitteilte. "Stolz steht hier nicht für Hochmut, sondern für das selbstbewusste Leben der sexuellen Identität." Das "bewegt" stehe für den Sport, aber auch für die soziale Bewegung der Schwulen und Lesben.
Auf eine explizite politische Forderung zum CSD werde in diesem Jahr verzichtet. "Wir sehen uns als Vorbote und Partner der Gay Games, die rund einen Monat nach dem CSD stattfinden", sagte Danuser weiter.
Seit Freitag indet ein großes Straßenfest in der Kölner Innenstadt statt, dessen Höhepunkt die große Parade heute Mittag ist. Nachdem es in den Vorjahren Beschwerden über angebliche obszöne Auftritte einzelner Gruppen bei der Parade gegeben hatte, forderte der KLuST die Teilnehmer in einer "Selbstverpflichtung" dazu auf, auf allzu offensichtliche Provokationen zu verzichten. Dies war in der Szene unter anderem als Zensur kritisiert worden. Die Unterschrift unter diese Charta sei jedoch freiwillig und keine Voraussetzung für eine Teilnahme an der Parade, betonte KLuST-Sprecherin Sabine Arnolds: "Wir wollen die Charta im Herbst überarbeiten und dann neu vorstellen." (ddp)