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Chinesische Behörden beschlagnahmen iPads wegen Markenstreits

13.02.2012 | 17:24 Uhr
Chinesische Behörden beschlagnahmen iPads wegen Markenstreits    © AP 2012 Eugene Hoshiko/AP/dapd
Chinesische Behörden beschlagnahmen iPads wegen Markenstreits © AP 2012 Eugene Hoshiko/AP/dapd

Wegen umstrittener Markenrechte haben die chinesischen Behörden in zahlreichen Geschäften iPads des US-Technologiekonzerns Apple beschlagnahmt. Das chinesische Unternehmen Shenzhen Proview Technology beansprucht die Rechte am Namen iPad für China für sich. Der Streit um die Markenrechte könnte Apples Bemühungen erschweren, auf dem schnell wachsenden chinesischen Markt Fuß zu fassen.

Peking (dapd). Wegen umstrittener Markenrechte haben die chinesischen Behörden in zahlreichen Geschäften iPads des US-Technologiekonzerns Apple beschlagnahmt. Das chinesische Unternehmen Shenzhen Proview Technology beansprucht die Rechte am Namen iPad für China für sich. Der Streit um die Markenrechte könnte Apples Bemühungen erschweren, auf dem schnell wachsenden chinesischen Markt Fuß zu fassen.

Bereits am vergangenen Donnerstag hatten die Behörden in der nordchinesischen Stadt Shijiazhuang iPads beschlagnahmt. "Alle Apple iPads in den großen Einkaufszentren und Supermärkten wurden im Viertel Xinhua aus den Regalen genommen", sagte ein Ermittler am Montag. Shenzhen Proview forderte ähnliche Maßnahmen in mehr als 20 anderen Städten.

Apple verfügt in China über fünf eigene Geschäfte und vertreibt seine Produkte zudem über lizenzierte Händler. Apple-Sprecherin Carloyn Wu in Peking kommentierte die Beschlagnahmung der iPads am Montag nicht.

Shenzhen Proview hatte den Namen iPad 2001 für China markenrechtlich schützen lassen. Apple kaufte die Namensrechte 2009 für 35.000 Pfund (rund 40.000 Euro) von einer taiwanischen Tochterfirma, Proview Taipei. Im Dezember wies ein chinesisches Gericht jedoch eine Klage von Apple zurück, nach der Shenzhen Proview die Namensrechte für das iPad verletzt habe. Zudem sei Proview nicht an den mit der taiwanischen Tochterunternehmen geschlossenen Kaufvertrag gebunden.

Shenzhen Proview erklärte, es habe im Januar eine Klage wegen Verletzung von Markenrechten bei der Handelskammer in Peking eingereicht. Das Unternehmen habe die Behörden aufgefordert, in über 20 Städten Ermittlungen gegen Apple aufzunehmen und Werbematerial zu zerstören, sagte der Anwalt von Shenzhen Proview, Xie Xianghui. "Wir verlangen keine Entschädigung. Wir werden einen anderen Weg gehen", sagte Xie.

Unterdessen nahm die Gesellschaft für faire Arbeit (FLA) auf Antrag von Apple Ermittlungen gegen den Zulieferer Foxconn in China auf. Der US-Konzern hatte im vergangenen Monat wegen zunehmender Kritik an den Arbeitsbedingungen bei Partnerunternehmen eine Liste seiner Zulieferer veröffentlicht. Die Ermittler nahmen am Montag ihre Arbeit in einem Werk von Foxconn in der Stadt Shenzhen auf. Die FLA ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Universitäten, die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzt. Apple gehört der Gesellschaft seit Januar an.

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dapd

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