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Chemie-Arbeitgeber halten Metall-Abschluss für nicht übertragbar

21.05.2012 | 18:29 Uhr

Die Arbeitgeber der chemischen Industrie lehnen einen Tarifabschluss wie in der Metallbranche ab. Ein Lohnplus von 4,3 Prozent sei angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage für die Chemieindustrie nicht akzeptabel, sagte der Verhandlungsführer der Chemie-Arbeitgeber, Hans-Carsten Hansen, der in Ludwigshafen erscheinenden "Rheinpfalz" laut Vorabbericht.

Ludwigshafen (dapd). Die Arbeitgeber der chemischen Industrie lehnen einen Tarifabschluss wie in der Metallbranche ab. Ein Lohnplus von 4,3 Prozent sei angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage für die Chemieindustrie nicht akzeptabel, sagte der Verhandlungsführer der Chemie-Arbeitgeber, Hans-Carsten Hansen, der in Ludwigshafen erscheinenden "Rheinpfalz" laut Vorabbericht.

In der Chemiebranche steht für Mittwoch in Berlin die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die 550.000 Beschäftigen an. Die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie hatten sich am Samstag in Baden-Württemberg auf einen Pilotabschluss geeinigt.

Hansen sagte, die chemische Industrie stecke in einer Phase der Stagnation. "Das wird von Tag zu Tag stärker spürbar", erklärte er. Sorge bereite den Firmen auch die Situation in den Krisenländern Südeuropas. Hanser verwahrte sich gegen Forderungen nach deutlichen Lohnsteigerungen von Politikern wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). "Weder Herr Schäuble noch andere Politiker können die Lage in der Chemiebranche wirklich einschätzen", sagte er.

Arbeitgeber und Gewerkschaft der Chemiebranche hatten sich Anfang Mai erstmals zu den diesjährigen Tarifgesprächen in Hannover getroffen. Sie vertagten sich jedoch ohne Einigung auf ein zweite Runde in Berlin.

dapd

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