CDU begrüßt Röslers Pläne zu Arzneikosten-Senkung
15.04.2010 | 10:54 Uhr 2010-04-15T10:54:57+0200
Hamburg.Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler will „hart an die Pharmaindustrie und deren Preise“ herangehen. Jetzt erhält der FDP-Politiker Unterstützung von der Unions-Bundestagsfraktion. Jens Spahn (CDU) begrüßt die Pläne und bekräftigt seine Forderung nach einem „Pharma-Soli“.
Der Gesundheitsexperte der Unions-Bundestagsfraktion, Jens Spahn (CDU), begrüßt die Pläne von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zur Senkung der Arzneimittelkosten. „Es ist grundsätzlich richtig, die Beweislast umzudrehen und die Hersteller dazu zu verpflichten, genau zu begründen, warum ein neues Medikament besser und damit auch teurer sein soll als ein älteres Präparat“, sagte Spahn am Mittwoch dem Sender NDR Info. Allerdings sei dies nur eine Stellschraube. „Ein weiterer Schritt wird sein, die ärztliche Versorgung und die Honorargestaltung der Mediziner auf den Prüfstand zu stellen“, kündigte der CDU-Politiker an.
Im ZDF-“Morgenmagazin“ bekräftigte Spahn seine Forderung nach einem „Pharma-Soli“. „Wir haben in diesem Jahr ein Defizit von acht Milliarden Euro in den gesetzlichen Krankenversicherungen“, sagte er. Dies erfordere auch einen Solidaritätsbeitrag der Pharmaindustrie. Er sprach sich dafür aus, die Preise für Arzneimittel gesetzlich um zehn Prozent zu senken.
Skepsis bei der SPD
In der „Bild“-Zeitung kündigte Rösler an, „hart an die Pharmaindustrie und deren Preise“ herangehen zu wollen. „Das mache ich jetzt“, sagte der Minister. Um „dauerhaft Verbesserungen zu erzielen“, müsse man an die Struktur des Arzneisystems herangehen.
Die SPD zeigte sich skeptisch. Die SPD-Gesundheitspolitikerin Elke Ferner wies darauf hin, dass es immer wieder Versuche gegeben habe, die Kosten für Medikamente zu dämpfen. Aber die Pharmaindustrie habe immer wieder Auswege gefunden, um die Kosten erneut in die Höhe zu treiben. „Das Problem bei uns ist, dass, wenn die normalen klinischen Studien durchlaufen sind, das Arzneimittel eine Zulassung bekommt und dann die Pharmaindustrie ihren Preis festsetzen kann“, sagte Ferner. „Eine Kosten-Nutzen-Bewertung, wie wir sie wollten, hat die Union in der letzten Wahlperiode verhindert“, fügte sie hinzu. (ddp)
21:19
die Pharmaindustrie schwimmt in Kohle,und die doofen Bürger bezahlen alles,diese unfähige Truppe
allen voran die Lobby Partei FDP mit den Untoten
Leutschnarre,Brüderle und Niebel weg so schnell es geht,schlimmer geht nimmer.
18:50
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17:33
#2 von Dumm Faul Links,
Jetzt warte ich seit 6 Stunden auf einen wahnsinnigen sachorientierten Kommentar von ihnen.
16:24
Die Pharmaindustrie wird Rösler sicher einen Scheinerfolg gönnen. Denn die hat ein vitales Interesse daran, daß die FDP in diesem Ministerium sitzt - und in NRW in der Regierung bleibt!
16:23
@15: ich kann ihrem Kommentar nur beipflichten.
Aber wir sollten Verständnis dafür zeigen, dass es schon sehr hart für eingefleischte Linke mit ovalem Weltbild ist, einfach mal anzuerkennen, dass die anderen - das sind in deren Weltbild natürlich die Bösen oder Neoliberalen einmal etwas tun, das man als gut einzustufen hat, egal von welcher Seite man es betrachtet. Wenn die Welt nur aus schwarz und weiß oder gut und böse besteht, und man sich selbst immer automatisch auf der richtigen Seite wähnt, dann ist es kaum zu ertragen, wenn dieses schöne Koordinatensytem ins Wanken gerät.
15:17
Das sind schon merkwürdigere Reflexe! Da will ein FDP Minister gegen sein vermeintliches Klienteldenken die Pharmaindustrie zu niedrigeren Preisen zwingen, was der Altkommunistin Schmidt über Jahre nicht gelungen ist. Reaktion der SPD: Rösler sei inkompetent. Es darf wohl nicht sein, dass ein FDP Minister etwas Richtiges tut! Was die Kompetenz angeht, ist Rösler ja wohl der erste Minister seit langem, der als promovierter Arzt wirklich Ahnung von der Sache hat. All diese selbst ernannten Experten, die auf dem Parteiweg zu ungeahnter Kompetenz gefunden haben, haben doch bisher reihenweise versagt!
13:34
den minister nehmen die doch nicht für voll, die bekommen höchstens einen lachkrampf und schicken ihn nach hause
13:03
Die Pharmaindustrie zuckt ja noch nicht einmal, auf Grund Rösler´s ansinnen.
Herr Rösler weiß bestimmt noch nicht, mit wem er sich da angelegt hat. Wenn er nicht schnellstens wieder ins „Fahrwasser“ kommt, wird er einfach seines Amtes enthoben.
13:03
Obv Rösler das wirlich ernsthaft meint, daran habe ich meine Zweifel. Alles nur Parolen, Wahlkampfgetöse und Scheinheiligkeit. Genauso wie von der gleichen Partei das sogenannte mehr netto vom brutto. Am Ende kommt nix dabei raus.
Spätestens nach der NRW Wahl ist es vorbei mit den Forderungen an die Pharmaindustrie.
12:35
Und der Wasserkopf der ca. 160 Krankenkassen muss weg. Wenn der Staat schon lenkt, genügt eine Kasse. Deutschland leistet sich einen Hobbywasserkopf, der nicht mehr bezahlbar ist. Das Geld muss für die Patienten da sein.