Das Semester beginnt : Erstis bahnen sich ihren Weg
Essen. Tausende Erstsemester beginnen in diesen Tagen ihr Studium an der Uni Duisburg-Essen. Vielen Studenten fehlen noch der Stundenplan und die Orientierung. Andere wissen schon genau, was sie wollen
Die erste Entscheidung liegt bereits hinter ihnen. Was soll ich studieren? Und wo? Doch nun folgen weitere Fragen: Wieso steht die Angabe S für ein gelbes Gebäude? Wie funktioniert die Bibliothek? Und wo bekomme ich mittags eigentlich mein Essen her? Antworten auf diese Fragen und Tipps für den Uni-Alltag bekommen Erstsemester noch bis morgen in der Orientierungswoche auf dem Campus.
Und viele der so genannten Erstis nehmen dieses Angebot wahr. Auch Maike Basten und ihre Kommilitoninnen Kristina von Scharfenort, Cristina Durajczyk sowie Diana Schomaker wollen noch einen Platz im Audimax zur offiziellen Auftaktveranstaltung mit Rektor Prof. Radtke ergattern. Oder zumindest im Hörsaal, in dem die Ansprache übertragen wird. Doch im Audimax herrscht großes Gedränge. Hunderte andere Erstsemester hatten wohl dieselbe Idee.
"Wir haben uns über ,studivz' in einer Erstsemester-Gruppe kennen gelernt", erzählt Kristina von Scharfenort. Gemeinsam mit Maike Basten (22) und Diana Schomaker (24) beginnt die 19-Jährige, den Bachelor-Studiengang Erziehungswissenschaft an der Uni Duisburg-Essen zu studieren. Das Studium möchte sie "erst mal auf sich zukommen lassen". Denn eigentlich ist Erziehungswissenschaft nur ihre zweite Wahl. Ursprünglich wollte Kristina von Scharfenort nämlich Psychologie studieren. Trotzdem freut sie sich über den Semesterstart: "Ich fange hier gern mit dem Studium an."
Berufsziel: Lerntherapeutin
Diana Schomaker hofft, in der Orientierungswoche ihren Stundenplan fertig zu bekommen. Die 24-Jährige möchte das erziehungswissenschaftliche Studium als Grundlage nutzen. "Ich finde den Beruf Lerntherapeutin interessant", erzählt sie. "Der Bachelor-Abschluss ist erst mal mein Ziel." Und bis dahin könnten sich ja vielleicht auch noch andere Job-Möglichkeiten auftun.
Cristina Durajczyk studiert auch einen Bachelor-Studiengang: Evangelische Theologie und Niederländisch. "Ich bin sehr religiös aufgewachsen", sagt die 21-Jährige. Für "Soziale Arbeit" habe sie sich auch interessiert, sei aber beim "Zwei-Fach-Bachelor" gelandet. "Niederländisch kann ich zwar noch nicht", erzählt Cristina Durajczyk, "aber da Holland nah an Deutschland liegt, kann ich das vor Ort oft üben."
Lewin Blümel (21) und Denis Güneysu (20) schauen sich auf dem "Markt der Möglichkeiten" im Foyer des Audimax um. Dort präsentieren sich verschiedene Einrichtungen wie Asta, Studentenwerk, Hochschulsport oder das Akademische Auslandsamt. Natascha Stinnes vom Asta freut sich über die große Resonanz: "Die Erstsemester nehmen das Angebot wirklich gut an."
Lewin Blümel studiert im ersten Semester Deutsch und Sozialwissenschaften auf Lehramt. Sein WG-Mitbewohner Denis Güneysu hat sich für Biologie und Informatik auf Lehramt entschieden. "Wir werden überflutet mit Infos", erzählen die beiden, "das Audimax ist total überfüllt, aber die Atmosphäre an der Uni ist echt nett. Jeder hilft hier jedem."
In einem halben Jahr werden Blümel und Güneysu wohl am ersten Tag des neuen Semesters zu Hause bleiben. Ausschlafen. Und vielleicht ihre Witzchen über Erstsemester machen.
Fotostrecke: Zum ersten Mal Audimax






















