Bundesweites Bedauern und Überraschung über Rücktritt von Benedikt XVI.
11.02.2013 | 13:22 Uhr 2013-02-11T13:22:49+0100
Berlin/Rom. Der angekündigte Rücktritt von Papst Benedikt XVI. sorgt in Deutschland für große Betroffenheit und Überraschung. Politiker und Organisationen verleihen ihrem Mitgefühl und ihrem Respekt vor dem Würdenträger Ausdruck. Andere Gläubige hoffen auf einen Neuanfang.
Mit Bedauern hat die Bundesregierung auf die Ankündigung von Papst Benedikt XVI. reagiert, sein Amt aus Gesundheitsgründen aufzugeben. "Als Christ und zumal als Katholik reagiert man mit Bewegung und mit Betroffenheit darauf", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. "Die Bundesregierung hat den allerhöchsten Respekt für den Heiligen Vater, für seine Leistung, für seine Lebensleistung, für die katholische Kirche."
Der Papst sei seit fast acht Jahren Oberhaupt der katholischen Kirche, sagte der Regierungssprecher, und habe seine ganz persönliche Handschrift als Denker an der Spitze dieser Kirche und auch als Hirte eingebracht. "Was immer die Gründe für diese Erklärung jetzt sein mögen, sie sind natürlich zu ehren und zu achten und es gebührt ihm der Dank, diese Weltkirche jahrelang so geleitet zu haben", sagte Seibert. Er fügte hinzu, er sei sicher, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch am Montag zu der Rücktrittsankündigung äußern werde.
CSU-Politiker respektieren Entscheidung
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat betroffen auf den angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. reagiert. Dessen Entscheidung verdiene größten Respekt, "auch wenn ich sie persönlich zutiefst bedauere", sagte Seehofer am Montag in München. Mit seiner charismatischen Ausstrahlung und seinem unermüdlichen Einsatz für das Wohl der Kirche habe der Papst aus Bayern die Menschen in aller Welt begeistert.
Durch seine tief gegründete Theologie habe er die katholische Kirche in den letzten Jahrzehnten maßgeblich geprägt."Wir sind stolz auf das Pontifikat von Papst Benedikt XVI.", betonte Seehofer. Deutschland und Bayern hätten ihm unendlich viel zu verdanken.
"Der größte Sohn Bayerns"
Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) zollt Respekt für die Rücktrittsentscheidung des Papstes. "Es entspricht seinem Selbstverständnis als Seelsorger und Diener Gottes, dass er die Zukunft der Kirche über seine Person stellt", sagte Stoiber am Montag. Er betonte zugleich: "In meinen Augen ist Papst Benedikt der größte Sohn Bayerns in seiner über 1.000-jährigen Geschichte."
Wie kein Zweiter habe sich Joseph Ratzinger gegen Gewalt, Totalitarismus und Auswüchse des Kapitalismus in der Welt gestellt. Benedikt XVI. sei nicht nur durch sein Amt, sondern durch seine Person eine moralische Instanz in der Welt. Es sei für Deutschland eine außergewöhnliche Ehre und Auszeichnung, dass mit Ratzinger nach 500 Jahren wieder ein Deutscher auf dem Stuhle Petri saß.
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13:05
Wusste er nicht, dass dieses Amt eigentlich "unkündbar" und in der Regel "bis zum bitteren Ende" auszufüllen ist ? Das hätte er schon 2005 wissen müssen.
Sich schon jetzt zu verabschieden, hat doch etwas ein "Geschmäckle": Nach mir die Sintflut !
Mir kann das alles recht egal sein - als Alt-(ernativ) Katholischer Christ ist er eben nicht "mein" Papst.
16:58
"Da sollten sich manche Politiker ein Beispiel nehmen."
85jährige Politiker, die gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, ihr Amt auszuüben, sind aber eher selten.
16:33
Wir waren Papst ! :-))
Die Entscheidung von Herrn Ratzinger nötigt mir aber Respekt ab. Da sollten sich manche Politiker ein Beispiel nehmen.
14:27
Bundesweites Bedauern ist das nicht ein bisschen übertrieben ?
14:24
Bundesweites was? Stuttgart 21, der Flugplatz Willi, Merkels Minister. Wir können nix mehr. Wer weiß was da wirklich vorgeht. Intrigen ohne Ende.
13:42
Die öffentlichen Stellungnahmen sind absoluter Schmarrn. Da lob ich mir, als katholischer Christ, doch die Kommentare hier unter den entsprechenden Artikeln. Sie entsprechen zum großen Teil nicht meiner Meinung und der Achtung vor dem Menschen, aber sie sind ehrlich, denn wie heißt eines der zehn Gebote: Du sollst nicht lügen.
13:37
da hat er seinem Vorgänger eine Menge voraus.