Bundes-Grüne machen Druck gegen Sauerland
08.08.2010 | 15:08 Uhr 2010-08-08T15:08:00+0200
Duisburg/Berlin.Die Parteispitze der Grünen macht Druck für eine Abwahl des Duisburger Oberbürgermeisters Sauerland. Er stellt sich nach der Loveparade-Tragödie einem Abwahl-Verfahren. Doch Duisburgs Grüne wollen ihn nicht abwählen.
Im parteiinternen Streit um die Abwahl des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland (CDU) wegen des Loveparade-Unglücks hat sich nun erstmals die Führung der Bundes-Grünen zu Wort gemeldet. „Ich halte die Abwahl Sauerlands für unumgänglich, da er die politische Verantwortung trägt für das, was zu der Katastrophe geführt hat“, sagte Grünen-Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke dem Berliner „Tagesspiegel“ laut Vorabbericht.
Ob Sauerland eine individuelle Schuld an der Katastrophe bei der Loveparade trage, sei „eine andere Frage, die juristisch zu klären ist“, sagte Lemke weiter. Die Grünen-Fraktion im Duisburger Stadtrat weigert sich bisher, einen Abwahlantrag gegen den Oberbürgermeister zu unterstützen, obwohl der Grünen-Landesverband sowie der Duisburger Kreisverband Sauerlands Rücktritt fordert. Die Stadtratsfraktion begründet dies damit, es gebe bislang keine Belege für ein fehlerhaftes Verhalten des Stadtoberhaupts.
Auf der Loveparade am 24. Juli in Duisburg starben vor einem Zugangstunnel zum Festgelände 21 Menschen im Gedränge, mehr als 500 wurden teils schwer verletzt.(ddp)
18:53
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18:53
Was hat Herr Sauerland für die Stadt getan? Lächelnd hat er den Spatenstich für ein riesiges
Kohlekraftwerk in DU-Nord, unweit eines Naturschutzgebietes, vorgenommen. Trotz Warnung vieler Ärzte - hinsichtlich der ohnehin großen Belastung für Kinder u. älteren Bürger. Was steht noch für Herrn Sauerland? Eine der größten Moscheen außerhalb des arabischen Raumes. So viel zu dem Thema Image der Stadt, welches Herr Sauerland aufpolieren wollte. Duisburg ist halt nicht nur Königstraße und Hafen. Auch kleinwüchsige Menschen können ein großes Rückrad haben. Der Chef von BP wird sicher nicht persönlich die Bohranlage im Golf von Mexiko bedient haben. Er hat seinen Stuhl geräumt. Bei der nächsten Bürgermeisterwahl, und die kommt hoffentlich recht bald, sollte sich jeder Duisburger daran erinnern, welche Parteien das Abwahlverfahren eingeleitet haben. Das waren die FDP und die Linken. Zwei Parteien, die nun wirklich kaum Gemeinsamkeiten aufweisen.
18:05
Entleerung?
Befüllung?
Was sind das denn für sozial geschädigte Fregattenkapitäne?
Die haben die Bewegungen von MENSCHEN beurteilt!
Aber als Diplomierte und Promovierte von Prof. Dr. Schreckenberg fällt denen sicher noch ein rein physikalischer Terminus ein:
Beschickung und Thermische Verwertung!!!
Ich könnte k...... über unsere technische und politische Elite.
Und unsere Politik befüllt diese Elitelehrstühle immer noch mit mehr Geld, damit die sich weiter verbal entleeren können.
Kann man das Kroppzeuch nicht auf Klempner umschulen?
17:47
Die Stadtratsfraktion begründet dies damit, es gebe bislang keine Belege für ein fehlerhaftes Verhalten des Stadtoberhaupts.
Explizit sind das die Obergrünen Duisburgs, Kantel und Janicki!
Und, wiedereinmal outen sich GRÜNE, namentlich die Vorgenannten, als penetrant und machtgeil!
Janicki und Kantel wurden ja schon zu Zeiten Duisburgs SPD-Stadtregierung von dieser aus der Regierung geschmissen, weil deren Vorstellungen von Politik, freundliche formuliert, oft abstruse Züge hatte.
Würden die gleichen Kammeraden heute für den Abgang Sauerlands votieren, würden Janicki und Kantel vermutlich noch nichteinmal mehr im Stadtrat sitzen. Und das wär für Duisburg gut so!
17:47
Sieh auf zu den Sternen.
Gib Acht auf die Gasse.
-Wilhelm Raabe-
www.loveparade2010doku.wordpress.com
17:43
Ja, auch ich sitze Stunden am Rechner und warte darauf, dass sich etwas bewegt.
Warum ? Ganz einfach, zunächst war ich geschockt über das Unglück & das unermessliche Leid, was die Eltern, Geschwister, Freunde, Kinder der Verunglückten traf und noch lange trifft. Während der Loveparade war ich mit traumatisierten Überlebenden im Krankenhaus konfrontiert. Dort brannten sich auch Bilder von Reanimationsversuchen und der Versorgung von Schwerverletzten in mein Hirn bzw. meine Seele. Um das zu Bearbeiten konnte ich in den Tunnel gehen. Durch das Zusammensein mit anderen beim Trauermarsch und der Trauerfeier bekam ich das Gefühl, dass ich mit meiner Gefühlslage nicht allein bin. Das und die Trauerrede von Frau Kraft taten mir gut.
Nun aber will ich wissen, warum all das so geschehen konnte. Viele Hinweise deuten darauf, dass diese Veranstaltung unter den bestehenden Umständen nie hätte stattfinden dürfen. Derjenige, der sie offensichtlich um jeden Preis durchführen wollte, sieht seine politische und moralische Verantwortung nicht.
Verantwortliche, die Antworten auf Fragen geben könnten, tauchen ab oder weichen aus. Konsequenzen werden nicht gezogen.
Und Ruckzuck befinden wir uns im Dickicht der Duisburger Kommunalpolitik. Um zu Verstehen ist es plötzlich erforderlich, sich in die Niederungen des hiesigen Kommunalfilzes zu begeben. Und neben dem eigentlichen Anliegen (der Frage nach dem WARUM der Katastrophe) wird man mit Dingen konfrontiert, die man sich zuvor nie hätte vorstellen können.
Obwohl ich vor einiger Zeit ein paar Jahre aktiv in einer Partei mitgearbeitet hatte muss ich nun feststellen, dass es soviel unter der Oberfläche gibt, von dem ich nichts wußte und ich zumindest jetzt noch überhaupt nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Ich bin empört, entsetzt und verstehe plötzlich, warum der eine oder andere von Bananenrepublik reden.
Und meine einzige Möglichkeit, Dampf abzulassen ist das Schreiben von Texten in verschiedenen Foren oder auf meiner Internetseite.
Ich wünschte mir, dass Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, vernetzen würden. Gemeinsam könnte man nach Wegen suchen, den offentlichen Prozess anzutreiben.
17:39
Die SZ schrieb gestern richtig: Die Öffentlichkeit urteilt am Beginn eines Prozesses, die Gerichte an deren Ende.
Lieber Gott, lass Vernunft einkehren!
17:26
@Schalk
Also ich weiß nicht. Der Vergleich Afgahnistan-Einsatz-Loverparde stinkt gewaltig.
17:24
Nachtrag:
Die Soldaten, die man nach Afgahnistan schickt sind ALLE freiwillig da, keiner wurde gezwungen.
17:21
An Nr. 30
Laut Bundes-Joschka sollte das damals ein Friedenseinsatz sein, ganz harmlos und ohne Gefahr für Leib und Leben. An den Händen der damaligen Regierung klebt das Blut von Unschuldigen, das ist die Verbindung zu Duisburg.