Bund will Kundus-Opfer „landestypisch“ entschädigen
12.05.2010 | 21:30 Uhr 2010-05-12T21:30:00+0200
Berlin. Die Angehörigen der Opfer des umstrittenen Luftangriffs von Kundus sollen Geld- und Sachleistungen bekommen. Das hat die Bundesregierung am Mittwoch bekannt gegeben. Laut einem Medienbericht, kritisiert der Anwalt der Hinterbliebenen die Pläne als unzureichend.
Bundesregierung will die zivilen Opfer des verheerenden Luftangriffs bei Kundus vom 4. September individuell entschädigen. Als Unterstützung kommen laut einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Berlin sowohl finanzielle Leistungen als auch Sachleistungen wie Rinder oder eine Ladeneinrichtung in Betracht. Über die Höhe der Leistungen machte das Ministerium keine Angaben. Entscheidend sei, dass die Unterstützung „landestypisch“ sei und unter der Bevölkerung und Opfern nicht zu Unfrieden führe.
Um die Entschädigungen zu verteilen, gab es den Angaben zufolge am Mittwoch in Kundus ein erstes Gespräch mit der Bundeswehr, Vertretern des afghanischen Innenministeriums und der betroffenen Distrikte statt. Geplant ist, dass eine unabhängige Schiedskommission feststellen soll, wer zum Kreis der zu unterstützenden Angehörigen und Opfer gehört. Die Leistungen erfolgen demnach „ohne Anerkennung rechtlichen Verpflichtung“.
Durchschnittlich 4000 Euro je Todesfall?
Laut „Spiegel“ will die Bundeswehr die Angehörigen der zivilen Opfer mit durchschnittlich 4000 Euro je Todesfall entschädigen. Das Budget soll bei insgesamt 400.000 Euro liegen. Bei dem Angriff, den ein deutscher Oberst angeordnet hatte, waren bis zu 142 Menschen gestorben, darunter auch zahlreiche Unbeteiligte. Der Anwalt der Hinterbliebenen, Karim Popal, hatte die Pläne als unzureichend kritisiert und wollte Klage erheben.
Den Angehörigen der am Karfreitag von der Bundeswehr irrtümlich getöteten sechs afghanischen Soldaten wurden in einer feierlichen Zeremonie Geld- und Sachleistungen als Wiedergutmachung übergeben. Die Familien hätten dies akzeptiert, teilte das Verteidigungsministerium mit. (afp)
01:36
@1 von igel
Und auf den Aufenthalt an einem gestohlenen Tanklastzug steht Ihrer Meinung nach die Todessstrafe?
Ich weiß nicht, welche westlichen Werte wir da angeblich verteidigen. Wenn wir nicht einmal bereit sind, für bei einem selbst nach Meinung der NATO ungerechtfertigten Angriff,getötete Zivilisten wenigstenns eine minimale Entschädigung zu zahlen, weiß ich nicht, worin unsere moralische Überlegenheit eigentlich bestehen soll.
@11 von CAL
Wissen Sie auch, wer den Moslems in Afghanistan zur Macht verholfen hat? Ohne die Hilfe der CIA wäre es nie soweit gekommen. Aber da ja in Afghanistan die Kommunisten regierten, waren die Islamisten für die USA natürlich die Guten. Auch ganz Westeuropa war damals der Meinung, dass die Russen, die der afghanischen Regierung zur Hilfe kamen, die bösen Agressoren waren.
Eine so eingeschränkte Sichtweise ist immer gefährlich.
23:06
Vielleicht sollte man nach Zahlung der Entschädigung noch ein paar zusätzliche Treffer landen.
20:42
Bund will Kundus-Opfer „landestypisch“ entschädigen
Aha, und wann entschädigen die Taliban und/oder die Afghanische Regierung die Hinterbliebenen der Anschläge auf Deutsche in Afghanistan???
19:34
Almosen von Merkel und Guttenberg - aber eine Gelhaltserhöhung für diese plumpen Typen steht schon zur Rede. - P F U I -
15:14
juhu, verschenkt doch noch mehr. hm, jetzt könnten wir den amis ja dresden in rechnung stellen. warum ist noch keiner auf die idee gekommen?
15:02
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
14:07
Mir fällt nur dazu ein:
Aufhören in Afghanistan und nach Hause kommen !!!
***
**
*
11:14
Gibt es n paar Ziegen, oder doch 20 € ?
10:57
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
10:39
Juchuuu! Deutschland ist Entschädigungsweltmeister!