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Breno darf nicht ins Bayern-Trainingslager reisen

19.12.2011 | 18:42 Uhr

München (dapd-bay). Der unter dem Verdacht der schweren Brandstiftung stehende Bayern-Verteidiger Breno darf nicht mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister ins Trainingslager nach Katar reisen. "Er hat erstmal Ausreiseverbot", sagte Staatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch der Nachrichtenagentur dapd am Montag und ergänzte: "Seitens der Verteidigung wurde Antrag auf Lockerung der Auflagen gestellt. Wir haben heute vom Amtsgericht mündlich erfahren, dass die Auflagen nicht entsprechend gelockert worden sind."

Für die Staatsanwaltschaft besteht nach wie vor Fluchtgefahr. Ob die Bayern Beschwerde gegen diese Entscheidung einlegen werden, ließ der Verein offen. "Wir äußern uns zum Fall Breno nicht", sagte der Mediendirektor Markus Hörwick der dapd.

Breno wird weiter verdächtigt, im September seine Villa angezündet zu haben. Unter Einhaltung von zwölf Auflagen und der Zahlung einer Kaution in Höhe von 500.000 Euro durfte er die Untersuchungshaft verlassen. Zu den Auflagen zählen auch eine regelmäßige Meldepflicht und ein Ausreiseverbot für den Brasilianer.

Damit hatte auch der vorweihnachtliche und leidenschaftliche Appell von Bayern-Trainer Jupp Heynckes nichts genutzt. Der 66 Jahre alte Fußballlehrer hoffte am Vormittag noch, dass Breno ins Trainingslager mitfliegen darf. "Das würde ihm riesig helfen. Ich hoffe, dass man Einsicht hat. Es gibt ganz klare Gesetze, aber ich denke, dass man auch an den Menschen denken muss", sagte Heynckes. "Und da wäre es für ihn auf jeden Fall besser, wenn er dabei wäre."

Der Trainer geriet fast ins Schwärmen, als er von den Fortschritten Brenos erzählte. "Man sieht doch, dass er, wenn er täglich mit uns trainiert, wieder Mut fasst, motiviert ist, wieder lacht und ein ganz anderer Mensch geworden ist. Das gehört für mich auch zur Therapie."

dapd

dapd

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