BP kann Ölleck erstmals stopfen
15.07.2010 | 22:33 Uhr 2010-07-15T22:33:00+0200
Washington.Endlich eine gute Nachricht von BP: Erstmals seit April ist es offenbar gelungen, den Ölfluss aus dem defekten Bohrloch im Golf von Mexiko zu stoppen. Der Konzern warnt zugleich aber vor vorschneller Zuversicht.
Im Golf von Mexiko ist es dem britischen BP-Konzern am Donnerstag erstmals seit Beginn der größten Ölkatastrophe in der US-Geschichte gelungen, den Ölfluss aus dem defekten Bohrloch zu stoppen. Nach mehreren Verschiebungen hatte der Ölkonzern zuvor mit Tests zum Einsatz eines neuen Abdichtzylinders begonnen. Weitere Versuche sollen nun zeigen, ob das Bohrloch dem erhöhten Druck standhalten kann.
Die Abdichtkappe sei über dem Förderloch angebracht worden, woraufhin alle Ventile geschlossen worden seien, teilte BP mit. Der Ölfluss ins Meer sei damit erstmals seit der Explosion der Förderplattform „Deepwater Horizon“ unterbrochen worden, mit der die Umweltkatastrophe am 20. April begonnen hatte. „Es ist schön zu sehen, dass kein Öl mehr in den Golf fließt“, sagte BP-Vizepräsident Kent Wells. Er warnte aber vor vorschneller Zuversicht: „Die Tests haben gerade erst begonnen.“
Innerhalb von sechs bis 48 Stunden sollte sich zeigen, ob das Bohrloch wie erhofft durch den Abdichtzylinder geschlossen werden kann - und das Bohrloch dem dadurch erhöhten Druck standhält. Es besteht die Sorge, dass durch die Kraft des aus der Tiefe aufschießenden Öls neue Lecks in die defekte Fördervorrichtung in rund anderthalb Kilometer Meerestiefe gerissen werden könnten. Wegen dieser Befürchtung war der Start der Tests bereits zwei Mal verschoben worden.
Größte Öl-Katastrophe in der US-Geschichte
Scheitert auch der Einsatz der neuen Abdichtvorrichtung, sollen Entlastungsbohrlöcher Abhilfe schaffen, die jedoch erst im August fertig sein werden. Während der Testreihe will BP mit seismischen Messungen am Meeresboden um das Bohrloch herum verhindern, dass sich das Öl unter erhöhtem Druck andere Wege an die Oberfläche sucht.
Der britische Konzern hofft, mit der neuen Abdichtvorrichtung endlich dem seit knapp drei Monaten andauernden Desaster ein Ende zu setzen. Die BP-Plattform „Deepwater Horizon“ war am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken. Dies verursachte die größte Ölkatastrophe in der US-Geschichte, das ausströmende Öl bedroht vor allem die Ökosysteme im Golf von Mexiko und an den Küsten im Süden der USA.
Bislang strömten Schätzungen der Internationalen Energieagentur zufolge zwischen 2,3 und 4,5 Millionen Barrel Öl ins Meer. Das entspricht zwischen der 58- und 112-fachen Menge, die 1989 bei der Ölkatastrophe der Exxon Valdez in Alaska ausgelaufen war. (afp)
16:21
Bleiben wir doch mal bei den Fakten. Die Bohrinsel Deepwater Horizon gehörte dem amerikanischen Unternehmen Transocean, diese haben auch für BP gebohrt und kriegen dafür eine Menge von Dollars. Dann das Ventil auf dem Meeresgrund das Blowout-Preventer, welches auch von einer amerikanischen Firma gebaut wurde und nicht funktionierte. Zuletzt noch die Firma Halliburton, die das Bohrloch mit Beton gefestig hat ist auch eine amerikanische Firma deren Verstrickung in die obersten Regierungkreise der USA geht. BP sehe ich da nicht. Der BP gehört zwar das Oelfeld und das auch nur zu 65%. denn 25% gehören wiederum einer amerikanischen Gesellschaft und 10% einem Asiaten. Da frage ich mich schon warum BP so Vorverurteilt wird und ich denke doch nur deswegen weil der Obama erkannt hat das die amerikanischen Firmen egal welche, den Schaden finanziell nicht tragen könnten. Deswegen haut er menschenunwürdigt und auch M.E. fälschlicherweise auf BP herum. Es ist zum kotzen mit dem Ammis. USA mein dank !!!
Und im übrigen wer sagt uns denn das es nicht ein Terroranschlag war oder gar Sabotage??
14:50
und was ist mit den ganzen anderen lecks die entstanden sind als bp vergeblich versucht hat beton in das bohrloch zu schießen???????
12:17
Und für wen bohren sie? Für uns, damit wir Mneschen preisgünstigen Sprit tanken können!!! Also immer her mit dem Öl...wir brauchen dat für unsere Blechkisten!
09:15
Wie kann es sein, dass niemand diesen BPs das schmutzige Handwerk legt?
07:20
@ apo-handy:
Dumm nur, dass BP jetzt gerade keine Versprechen abgegeben hat - im Gegenteil: Man verweist ausdrücklich auf die Sorge, dass die Leitung dem nun erhöhten Druck nicht standhält.
Irrsinnig ist Ihre Forderung nach Versprechen bzw. Prognosen, wann das dortige Öko-System wieder in Ordnung sein wird: Nach der Katastrophe dürften wir es nicht mehr erleben. Die Frage nach einer Prognose hierzu ist unglaulich naiv.
07:16
Wie kann es nur sein, dass grade die größte Umweltkatastrophe der Menschheit geschieht und die Welt schaut stumm zu?
06:26
Man sieht nur BP, in Nigeria im Niger-Delta ca.2008, war auch eine Ölkatastrophe, das ganze Niger-Delta wurde und ist immer noch verseucht, hier hat SHELL seine Finger im Spiel. SHELL macht nichts dagegen.Diese Katastrophe wird vergessen weil es nicht vor der amerikanischen Küste liegt.
23:41
@#4 halali01
guter Kommentar! Krebs ist ist auch noch drinne - allerdings ist der nicht so bekömmlich!
23:30
Derzeit sind Hummer und Langusten aus den Gebieten preiswert im Handel erhältlich.Je nach Art der zubereitung erspart sich der Konsument obendrein auch jegliche Zugabe von Öl,bzw. Fett.
22:54
Nicht ein Wort glaube ich der BP-MAFIA! Zu viele Versprechen, Rückschläge, Verschleierungen und immer wieder diese gewinnoptimierende Ausrichtung.
Wann werden Fischer wieder fischen dürfen, wann ist das ÖKO-System wieder in Ordnung? Vllt. im 22 Jahrhundert? Hoffentlich überlebt die Menschheit bis dahin!