BP-Chef steht angeblich vor dem Rücktritt
25.07.2010 | 16:35 Uhr 2010-07-25T16:35:00+0200
London.Nach Umweltdesaster und Imageschaden will sich der Mineralölkonzern BP offenbar von seinem Chef trennen. Wie zwei britische Zeitungen berichten, arbeitete Tony Hayward am Wochenende die Details seines Abgangs aus.
Nach Umweltdesaster und Imageschaden will sich der Mineralölkonzern BP offenbar von seinem Chef trennen: Der Vorstandsvorsitzende Tony Hayward steht nach Medienberichten vom Sonntag kurz vor seinem Rücktritt, der schon binnen 24 bis 48 Stunden erfolgen könne, meldete die Zeitung „Sunday Telegraph“. Unterdessen hofften Experten auf die endgültige Verschließung des defekten Bohrlochs im Golf von Mexiko möglicherweise schon in wenigen Tagen.
Der britische Rundfunksender BBC meldete, Hayward handele gerade die Bedingungen für seinen Rückzug aus. Binnen 24 Stunden werde er seinen Rücktritt bekannt geben. Der „Sunday Telegraph“ meldete, der wegen seines Krisenmanagements der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko scharf kritisierte Hayward werde vor Dienstag zurücktreten, wenn der Konzern seine Quartalsergebnisse bekannt gibt. Am Montag wolle der Verwaltungsrat zusammenkommen.
Ein US-Regierungsbeamter hat den offenbar bevorstehenden Rückzug des umstrittenen BP-Chefs mittlerweile bestätigt. Der Ausstieg des Vorstandsvorsitzenden werde frühestens am Montag bekanntgegeben, sagte der hochrangige Regierungsbeamte, der anonym bleiben wollte, am Sonntag.
Laut BBC soll der US-Manager Bob Dudley Hayward an der Spitze des britischen Energiekonzerns folgen. Er hatte im Juni von dem glücklosen Hayward die Koordination der BP-Einsätze zur Bekämpfung der Ölkatastrophe übernommen.
Bohrinsel wurde wieder in Stellung gebracht
Nach dem Abflauen des Tropensturms „Bonnie“ schickte sich BP an, auch an der Unglücksstelle im Golf von Mexiko das Heft des Handelns wieder aufzunehmen. Die endgültige Verschließung des Bohrlochs im Golf von Mexiko werde „grob geschätzt in drei bis fünf Tagen losgehen“, sagte der Krisenkoordinator der US-Regierung, Thad Allen. Eine aus Sicherheitsgründen abgezogene Bohrinsel für eine der zwei Entlastungsbohrungen wurde wieder in Stellung gebracht.
Die Bohrinsel „Development Driller 3“ hatte neben weiteren Schiffen wegen „Bonnie“ das Seegebiet verlassen. Laut BP-Sprecher Bryan Ferguson sollte „DD3“ in rund 21 Stunden die Bohrung in rund 1500 Metern Tiefe wieder aufnehmen. Mit den Entlastungsbohrungen soll Druck von dem Bohrloch genommen werden, um den Bohrschacht anschließend mit Bohrschlamm und Zement verschließen zu können.
Die Methode des Hineinpumpens von Bohrschlamm und Zement durch das Ventil des Abdichtkopfs auf dem Bohrschacht wird als „static kill“ bezeichnet. Sie gleicht dem „top kill“-Verfahren, das im Mai scheiterte. Da es inzwischen aber gelungen ist, eine Verschlusskappe auf dem lecken Bohrleitungskopf zu platzieren, der das Öl seit dem 15. Juli zurückhält, sind die Erfolgsaussichten diesmal größer.
Neue schwere Vorwürfe
Überschattet wurden die erfolgversprechenden Bemühungen BPs von neuen schweren Vorwürfen. Bei einer Anhörung in New Orleans zur Klärung der Unglücksursache sagte der Chef-Elektrotechniker der Bohrinsel, Mike Williams, Manager auf der Plattform hätten die Alarmsignale ausschalten lassen. Sie hätten die Maßnahme damit begründet, dass die Bohrinsel-Arbeiter nicht „um drei Uhr morgens“ durch einen Fehlalarm hätten geweckt werden sollen.
Die Bohrinsel-Eignergesellschaft Transocean widersprach Williams. Das Vorgehen stehe im Einklang mit der Praxis auf See und sei „bewusst“ gewählt worden. Auf der „Deepwater Horizon“ habe es hunderte verschiedener Feuer- und Gasalarme gegeben, „alle wurden überprüft, waren in gutem Zustand, nicht unterdrückt und wurden von der Brücke überwacht“, erklärte das Unternehmen. Die Stummschaltung des Hauptalarms solle verhindern, dass eine Lappalie Großalarm auslöse.
Die von BP betriebene Bohrinsel war nach einer Explosion am 20. April gesunken und hatte die größte Ölkatastrophe in der Geschichte der USA ausgelöst. Elf Arbeiter kamen ums Leben. (afp/apnf)
10:01
Was hat die Natur vom Rücktritt?
08:46
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21:22
aushandeln?????
wie lachhaft.......
ich würde im hohen bogen rausfliegen.....
20:24
Schade er hat einen guten Job gemacht und hat sích nicht aus den Staub gemacht. Ich weiß nicht wie es heute ausgesehen hätte, wenn das SHELL oder vorallem EXXON passiert wäre. Ob die Ammis auch so drauf rumgeprügelt hätten?
19:30
Und der Rücktritt wird ihm garantiert mit einer netten Abfindung VERÖLT...