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Bosch bastelt an künftiger Ausrichtung

26.04.2012 | 09:10 Uhr

Mit dem neuen Firmenchef, Volkmar Denner, bastelt der Technologiekonzern und weltgrößte Autozulieferer Bosch an seiner künftigen Aufstellung. Technische Geräte würden in Zukunft über das Internet selbstständig mit ihrer Umwelt kommunizieren, sagte Denner, der zum 1. Juli den Vorsitzenden der Geschäftsführung, Franz Fehrenbach, ablöst, am Donnerstag in Gerlingen bei Stuttgart.

Gerlingen (dapd). Mit dem neuen Firmenchef, Volkmar Denner, bastelt der Technologiekonzern und weltgrößte Autozulieferer Bosch an seiner künftigen Aufstellung. Technische Geräte würden in Zukunft über das Internet selbstständig mit ihrer Umwelt kommunizieren, sagte Denner, der zum 1. Juli den Vorsitzenden der Geschäftsführung, Franz Fehrenbach, ablöst, am Donnerstag in Gerlingen bei Stuttgart.

"Dafür schaffen wir bereits die erforderlichen Voraussetzungen", sagte Denner weiter. Eine wesentliche Rolle spiele hierbei das Software- und Systemhaus bei Bosch, das in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden soll. Bis zum Jahr 2015 soll dort die Mitarbeiterzahl von derzeit 450 auf 1.000 Beschäftigte steigen.

Die Wachablösung an der Unternehmensspitze hatte Bosch Ende März mitgeteilt. Fehrenbach, der seit neun Jahren an der Bosch-Spitze ist, wechselt zum 1. Juli in den Aufsichtsrat und übernimmt dort auch die Leitung. Seine Position übernimmt der 55-jährige Geschäftsführer für Technik und Entwicklung, Denner. Er "befasst sich seit einigen Jahren intensiv mit dem dynamischen technologischen Wandel und den Chancen, die sich für Bosch durch verstärkt internetfähige Dienste und Lösungen bieten, wie zum Beispiel bei der Vernetzung des Autos", hieß es vom Unternehmen.

Zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle investiert Bosch zudem massiv in Forschung und Entwicklung. Mehr als vier Milliarden Euro will Bosch 2012 für Forschung und Entwicklung ausgeben sowie mehr als drei Milliarden Euro für Sachanlagen. Das Unternehmen will bis zum Jahresende 43.000 Forscher und Entwickler beschäftigen, das wären den Angaben nach rund 4.500 mehr als noch zu Beginn des Jahres. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen inzwischen mehr als 300.000 Mitarbeiter.

Doch der Umbau kostet. Erhebliche Vorleistungen für Zukunftsfelder wie die Elektromobilität oder erneuerbare Energien haben nach Firmenangaben das operative Ergebnis 2011 erheblich belastet. Es ging von 3,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,6 Milliarden Euro zurück. Als weitere Gründe für den Rückgang nannte Bosch erhöhte Rohstoffpreise, Wechselkurseffekte sowie eine Sonderabschreibung von 560 Millionen Euro im Geschäftsbereich Solarenergie.

Der Umsatz stieg um neun Prozent auf 51,5 Milliarden Euro. Bosch hatte schon bei der Vorstellung der vorläufigen Zahlen im Januar darauf hingewiesen, dass das operative Ergebnis bei etwa fünf Prozent vom Umsatz und damit unter dem eigenen Anspruch von sieben bis acht Prozent liege. Der Konzern sei mit dem Ergebnis aber weitgehend zufrieden, sagte Fehrenbach damals.

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