Berlin erinnert an den Mauerfall mit dem Fest der Freiheit
09.11.2009 | 16:45 Uhr 2009-11-09T16:45:00+0100Berlin. Zehntausende Menschen und Politiker aus aller Welt haben in Berlin an den Mauerfall vor 20 Jahren erinnert. Mit dem Fest der Freiheit erreichten die Feierlichkeiten am Abend ihren Höhepunkt. Polens Ex-Präsident und der frühere ungarische Staatschef brachten noch einmal den Stein ins Rollen.
Mit einem Konzert am Brandenburger Tor ist am Abend in Berlin das Fest der Freiheit zur Erinnerung an den Mauerfall vor 20 Jahren eröffnet worden. Zum Auftakt der Feierlichkeiten spielten die Staatskapelle Berlin und der Staatsopernchor am Pariser Platz. Unter den Besuchern waren Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und zahlreiche ausländische Staatsgäste, darunter Russlands Präsident Dmitri Medwedew, US-Außenministerin Hillary Clinton, Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown.
Symbolisch nachgestellt werden sollte der Mauerfall anschließend durch große Dominosteine, die entlang des ehemaligen Grenzverlaufs zwischen Reichstag und Potsdamer Platz zu Fall gebracht werden sollten. Den ersten Dominostein sollte der Mitbegründer der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc und spätere Präsident Polens, Lech Walesa, zusammen mit dem früheren ungarischen Ministerpräsident Miklos Nemeth umstoßen.
Schon zuvor hatten Zehntausende Menschen und Politiker aus aller Welt an den Mauerfall vor 20 Jahren erinnert. Merkel würdigte den Mauerfall als «glücklichen Moment» in der Geschichte und mahnte zugleich weitere Anstrengungen zur Vollendung der deutschen Einheit an. Bundespräsident Horst Köhler sagte, die Vereinigung sei für Europa zugleich Verpflichtung, weltweit Verantwortung zu übernehmen.
Merkel: "Einheit ist noch nicht vollendet"
"Die deutsche Einheit ist noch nicht vollendet», sagte die Kanzlerin im ARD-Morgenmagazin. Zwischen Ost und West seien weiter «strukturelle Unterschiede» vorhanden. «An denen müssen wir ansetzen, wenn wir die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse hinbekommen wollen», fügte die Kanzlerin hinzu. Dafür sei auch der Solidaritätszuschlag weiter nötig.
Gemeinsam mit dem früheren sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow und dem Mitbegründer der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc, Lech Walesa, überquerte Merkel am Nachmittag in Berlin symbolisch die frühere Grenze zwischen Ost und West. Auf der Bösebrücke am früheren Grenzübergang Bornholmer Straße, wo am Abend des 9. November 1989 zuerst die Grenze geöffnet wurde, kam sie mit DDR-Bürgerrechtlern und Zeitzeugen der Grenzöffnung zusammen.
Der Mauerfall sei das «Ergebnis einer langen Geschichte von Unfreiheit und vom Kampf gegen die Unfreiheit» gewesen, sagte die Kanzlerin in einer kurzen Ansprache auf der Brücke, über die sie vor 20 Jahren selbst in den Westen gegangen war. «Bevor das Glück der Freiheit kam, haben viele auch gelitten.»
Gemeinsamer Kampf für eine lebenswerte Welt
Köhler würdigte den Mauerfall als «Epochenwende zu Freiheit und Demokratie». Er habe «das Gesicht unseres Kontinents und das Leben von Millionen von Europäern grundlegend verändert», sagte Köhler laut Redetext bei einem Empfang im Schloss Bellevue. Zugleich habe die europäische Vereinigung den Weg frei gemacht, gemeinsam eine neue Politik zu wagen. Nötig sei ein «gemeinsamer Kampf für Frieden und für eine lebenswerte Welt».
Auch Merkel setzte sich für eine neue Weltordnung ein. Die Nationalstaaten müssten Kompetenzen an multilaterale Organisationen abgeben, sagte sie bei der einer Wissenschaftskonferenz in Berlin. Als Beispiel nannte Merkel die Europäische Union, die durch ihre Mitgliedsstaaten gestärkt worden sei.
Begonnen hatten die Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls am Morgen mit einer Gedenkfeier in der Berliner Gethsemane-Kirche, 1989 ein Sammelpunkt für Oppositionelle in der DDR. Höhepunkt sollte am Abend das Fest der Freiheit am Brandenburger Tor sein, bei dem der Mauerfall mit 1000 großen Dominosteinen symbolisch nachgestellt werden sollte. Erwartet wurden Staatsgäste aus aller Welt, darunter Russlands Präsident Dmitri Medwedew, Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy, der britische Premierminister Gordon Brown und US-Außenministerin Hillary Clinton.
Clinton sagte am Morgen bei einem Empfang im Kanzleramt, es sei eine Ehre für sie, die USA bei den Feierlichkeiten zu vertreten. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte nach einem Treffen mit Clinton, Deutschland haben den USA «für unsere Freiheit, für unsere Sicherheit» viel zu verdanken.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) mahnte die Aufarbeitung der DDR-Diktatur an. Es sei eine «zentrale gesellschaftliche Aufgabe, immer wieder die Unterschiede zwischen Diktatur und Demokratie klar zu benennen», sagte er bei der Eröffnung eines neuen Besucherzentrums an der Gedenkstätte Berliner Mauer. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erinnerte in seiner Ansprache auch an die Toten an der Berliner Mauer. (afp)
20:59
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20:51
Solange es Leute wie Sie gibt r. kant, die hier Spalterei betreiben wird es Leute geben die Ihnen ordentlich Paroli geben.
Schon vergessen?
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Korrektur: anschließen
20:23
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20:14
An Tag als die Mauer vill kamm der Großeschlag für den Westen.
Seit diesen Tag,sind wir nur am Zahlen,die Straftaten sind seit diesen Tag um fast 80% gestigen.
Jetzt muss mal Schluß sein mit den Solli
19:50
Oh Mann, können die Anhänger der SED/dieLinke nicht wenigstens an diesem großartigem Tag mal ihr Schandmaul halten? Es reicht doch, wenn ihr die restlichen 364 Tage Euren Fascho-Mist hier reinschreiben und die Opfer Sozialistische Gewaltherrschaft verhöhnen könnt.
19:39
@ #16
Was für ein dummer Kommentar!