Bei der Papst-Rede droht ein Eklat im Bundestag
21.09.2011 | 06:50 Uhr 2011-09-21T06:50:00+0200
Berlin. Beim Besuch von Papst Benedikt XVI droht ein Eklat im Bundestag. 100 Abgeordnete wollen die Rede des katholischen Kirchenoberhaupts im Parlament boykottieren. Grünen-Abgeordnete wollen mit Aids-Schleifen protestieren.
Einen Tag vor dem Besuch von Papst Benedikt XVI. wächst die Sorge vor einem Eklat. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles mahnte im WAZ-Gespräch „Respekt“ an. Bis zu 100 Parlamentarier wollen der Rede fern bleiben. Der Boykott der Papst-Rede vor dem Bundestag ist für Nahles „unhöflich“. Damit die Lücken nicht auffallen, sollen die freien Plätze deshalb mit ehemaligen Abgeordneten besetzt werden.
Für den deutschen Papst könnte sich das Wort bewahrheiten, wonach der Prophet nichts im eigenen Land gilt. Tausende wollen in Berlin auf die Straße gehen. Die Grünen tragen den Protest ins Hohe Haus. Demonstrativ setzten sie für heute eine Debatte über die Homo-Ehe an. Sie wollen über die Gleichstellung im Adoptions- und Steuerrecht debattieren.
Grüne wollen mit Aids-Schleife vor Papst protestieren
Kein zeitlicher Zufall, wie ihr Fraktionsmanager Volker Beck gegenüber betonte: „Auch wenn der Papst kommt, wir lassen uns das Debattieren nicht verbieten.“ Grünen-Abgeordnete wollen zur Papst-Rede die rote Schleife der Aids-Bewegung tragen. Ein Teil der Kritiker nimmt an der Sexuallehre der katholischen Kirche Anstoß. Andere halten den Auftritt für unvereinbar mit der Neutralität des Staates. „Damit muss der Papst leben“, sagte Linken-Chefin Gesine Lötzsch. Sie selbst will ihm zuhören. Er solle „seine Stimme gegen die Willkür der Banken und Hedgefonds“ erheben und die Regierung auffordern, die Beteiligung an Kriegen zu beenden, so Lötzsch.
Für den Protest hat CDU-Vize-Chefin Annette Schavan „kein Verständnis “ . Der Papst sei nicht nur Kirchen-Oberhaupt, „sondern auch einer der größten Denker unserer Zeit“. Auch Nahles erinnerte, „wir haben auch George W. Bush und Wladimir Putin im Bundestag angehört“. Man müsse nicht allem zustimmen, was Benedikt XVI. sage.
Schavan will sich nicht tagelang „mit denen beschäftigen, die fern bleiben“. Sie erhoffe sich vom Gast wichtige Impulse. Ein Treffen mit Missbrauchsopfern wäre „gerade für unsere Arbeit am Runden Tisch ein starkes Signal“. Dabei darf es nach den Worten von Lötzsch aber nicht bei Gesten bleiben. Es müsse auch Wiedergutmachung geben. „Vor allem aber muss der Papst dafür sorgen, dass sich solche Fälle nicht wiederholen“, fügte Lötzsch hinzu.
Lesen Sie zum Papst-Besuch auch den Kommentar von Walter Bau: Das falsche Signal.
17:17
auweia, wie immer , es wird gepöbelt und , beleidigt hier,....
ich sehe das Papsttum persönlich schon immer sehr kritisch, aaaaber meiner Meinung nach sollte das jedem Einzelnen selbst überlassen bleiben was er dazu meint,... auch im BT sollte es jedem Abgeordneten freigestellt sein, ohne das er sich von unserem Innenminister dafür kleinkariert schimpfen lassen zu müssen,
das was mich wirklich stört ist das Geld was so ein Besuch kostet, das sollte die reiche Kirche
selber finanzieren, letztendlich zahlen das ja alle Christen eh schon, durch die Kirchensteuer,...
und ich verbinde KEINE Hoffnungen mit diesem Besuch, als politisch interessierte Frau schaue ich die Nachrichten und Berichte dazu, sofern ich Zeit habe,...
ich selber bin konvertiert, was mich nicht geschmerzt hat,wir haben nur einen Gott und mir wars wichtig mit meinem Mann gemeinsam in eine Messe zu gehen und gemeinsam die Sakramente zu empfangen,
und ich wollte nicht drauf warten bis ein Kirchenoberhaupt das auch in der Ökomene möglich macht,...
ich bin nämlich trotz meines Glaubens eine
selbsbständig denkende, entscheidende Frau, der kein Papst was vorschreiben wird,....
LG Isselhexe
18:51
Wir sind Papst!
Welch ein Jubelschrei hallte durch den deutschen Blätterwald, als ein echter Deutscher zum Oberhaupt der Katholischen Kirche gewählt wurde.
Nun dürfen wir uns freuen, diesen älteren Mitbürger in seinem Amt als Besucher unseres Landes begrüßen zu dürfen.
Und er hat sich sogar die Zeit genommen, zu unseren gewählten Volksvertretern zu reden.
Nur diese sind plötzlich empört und wollen diese historische Chance, seinen Worten im Reichstag zu lauschen, nicht warnehmen.
Sicherlich nuschelt der ältere Herr ein wenig und er ist auch kein begeisternder Redner, aber das sind im Bundestag ohnehin die Wenigste, aber er erfüllt dieses Gebäude mit einer Aura aus Barmherzigkeit und Schlichtheit.
Und es ist gut, dass das deutsche Fernsehen diese Ansprache von drei Stunden live überträgt in all die Wohnzimmer, Büros, Schulklassen, Intensivstationen und Arbeitsagenturen. Und auch wir dürfen morgen eher die Schicht beenden, um unserem Oberhaupt zu lauschen. Allerdings muss am Samstag die Zeit wieder eingearbeitet werden.
Aber das nehmen wir gerne in kauf!
Und zu Weihnachten schenke ich meinen Enkelkindern die DVD des Papst Urlaubs. Zu Ostern dürfen meine beiden Enkelsöhne dann mit dem Priester ins Jungencamp.
So, jetzt werde ich mir eine neue Tüte drehen.
12:25
@ Tadaa
Die Linke ansich hat heute wie damals genauso viel Menschen ermordet wie die Kirche heute. Nur Gott sei dank ist die Kirche heute nicht mehr am Drücker, ansonsten wäre das heitere Opfern Ungläubiger noch immer an der Tagesordnung. Wir sind auch gut bedient ohen diese Heuchler. Noch ignoranter geht´s wohl nicht, Sie armes kleines autoriätsgläubiges Nichts.
12:14
#85 von carhol
Selbst das Sprachrohr der Christen (was immer das ist] ist er spätestens seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr...
12:11
#73 von Tadaa
Wäre schön, wenn man in hundert Jahren nicht mehr wissen würde, wo der Pseudo Staat Vatikan innerhalb Roms gelegen hat !
12:08
#55
alleine schon weil er das Sprachrohr (ich sage bewußt nicht Oberhaupt) von der weltgößten Religionsgemeinschaft (2,26 Milliarden Christen) ist.
Man muß dabei bedenken das in den meisten Ländern der Welt die Religion eine weitaus größer Bedeutung hat als in unserer kleinen Republik.
Man muss nicht mit den Ansichten des Heiligen Stuhl einverstanden sein aber es ist ein Gebot des Anstandes das Oberhaupt der größten Weltreligion die unser Miteinander entscheidend geprägt hat, anzuhören.
Ausserdem wurde er vom Bundestagspräsidenten eingeladen, es ist eine peinliche Unhöflichkeit gegenüber einem Staatsgast und auch gegen den Bundestagspräsidenten.
mfg
12:07
#29 von paulbauman
wenn auch großen Teil öffentlich finanziert
Der Mini - Rest kommt auch nicht aus Spenden sondern aus m. E. unrechtlich eingezogenen Kirchensteuern !
Allein der Begriff ist schon lächerlich!
12:04
Wegen der Mißbrauchsfälle hatte der Papst bereits kurz nach bekannt werden deutliche Worte an seine Kardinäle und Bischöfe gerichtet: Ihr Vollidioten! Macht unter dem Kreuz was immer ihr für richtig haltet! Aber Gott im Himmel, lasst euch nicht dabei erwischen!
11:38
Es ist das normalste der Welt, dass man unterschiedlicher Meinung ist. Das ist noch lange kein Grund so miteinander umzugehen, wie das leider sehr viele Leute hier machen. Bleibt doch bitte etwas höflich im Umgang miteinander, ich glaube nicht, dass sich hier jemand überzeugen lässt indem man ihn persönlich oder seine Ideale beleidigt...
11:35
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