Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Nachrichten

Behörden vermuten groß angelegten Betrug mit Bio-Eiern

24.02.2013 | 10:57 Uhr

Hunderte deutsche Landwirtschaftsbetriebe missachten einem "Spiegel"-Bericht zufolge offenbar systematisch die Vorschriften für die Haltung von Legehennen.

Hamburg (dapd). Hunderte deutsche Landwirtschaftsbetriebe missachten einem "Spiegel"-Bericht zufolge offenbar systematisch die Vorschriften für die Haltung von Legehennen. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg untersuche im Rahmen eines Großverfahrens bereits seit September 2011 Fälle, in denen deutlich mehr Tiere als erlaubt in Ställen zusammengepfercht wurden - und deren Eier mit dem Bio-Siegel verkauft wurden, berichtet der "Spiegel".

Wie die Staatsanwaltschaft dem Magazin bestätigte, wird derzeit gegen rund 150 Betriebe in Niedersachsen ermittelt, das sei fast jedes fünfte Unternehmen im Land. 50 Verfahren seien demnach an die Behörden in anderen Ländern abgegeben, insbesondere nach Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. Aber auch in Belgien und den Niederlanden seien Unternehmen betroffen. Es gehe dabei um Betrug sowie um Verstöße gegen das Lebensmittel- und das Öko-Landbaugesetz. Womöglich hätten die Betriebe auch Tierschutzvorschriften und Umweltgesetze missachtet.

Ob und wann Anklage erhoben wird, sei noch offen. Als sicher gelte aber, dass etliche Millionen Bio-Eier verkauft worden sind, die so nicht hätten deklariert werden dürfen. Die niedersächsische Regierung hatte über die Verfahren bislang nach eigenen Angaben nicht unterrichtet, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

dapd

dapd

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7652184/create

Fotos und Videos
Spielabbruch nach Schlägen
Bildgalerie
Gewalt
Prinz mit 80 Jahren
Bildgalerie
Karneval
Aus dem Ressort
Bedauern und Überraschung über Rücktritt von Benedikt XVI.
Papstrücktritt
Der angekündigte Rücktritt von Papst Benedikt XVI. sorgt in Deutschland für große Betroffenheit und Überraschung. Politiker und Organisationen verleihen ihrem Mitgefühl und ihrem Respekt vor dem Würdenträger Ausdruck. Andere Gläubige hoffen auf einen Neuanfang.
Letzter Arbeitstag für Gießerei-Mitarbeiter in Oberhausen
Wirtschaft
In dieser Woche gingen die Mitarbeiter der Oberhausener Babcock-Gießerei zum letzten Mal zur Arbeit. Nur wenige von ihnen haben bisher einen neuen Job gefunden. Knapp drei Dutzend der Mitarbeiter haben noch Restarbeiten erledigt. Nun wurden die letzten Gießmodelle von den Auftraggebern abgeholt.