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Bayerns Innenminister sieht Linksextremismus auf dem Vormarsch

02.01.2012 | 07:31 Uhr

München (dapd-bay). Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnt davor, die Gefahren durch den Linksextremismus zu unterschätzen. Dieser stehe zwar "angesichts der aufgedeckten rechtsextremistischen Terrormorde derzeit weniger im Fokus", sagte Herrmann der Nachrichtenagentur dapd. Das dürfe aber "nicht darüber hinwegtäuschen, dass insbesondere der gewaltbereite Linksextremismus seit Jahren auf dem Vormarsch ist".

Der CSU-Politiker fügte hinzu: "Vor allem Polizisten sind immer wieder Angriffsobjekt linksextremistischer Gewalttäter. Daher müssen wir selbstverständlich auch hier wachsam bleiben." Es sei notwendig, die linksextremistische Szene sorgfältig zu beobachten.

Herrmann betonte, in Deutschland gebe es auch nach wie vor "eine Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus". Daran habe der Tod verschiedener Führungspersonen im vergangenen Jahr wie zum Beispiel Osama bin Ladens nichts geändert.

Der Innenminister warnte: "Der islamistische Terrorismus kann jederzeit weltweit und damit auch in Deutschland zuschlagen." Dabei gehe die Gefahr zunehmend auch von Einzeltätern und Kleinstgruppen aus.

Herrmann fügte hinzu: "Trotz der islamistischen Bedrohung dürfen wir aber nicht in Angst und Panik verfallen. Dann hätten die Terroristen schon gewonnen." Wichtig sei, "dass wir bei der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus und der Aufklärung seiner Strukturen nicht nachlassen".

dapd

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