Bayer baut auf neue Blockbuster-Medikamente
14.03.2012 | 16:44 Uhr 2012-03-14T16:44:49+0100Der Bayer-Konzern blickt optimistisch in die Zukunft.
Leverkusen (dapd-nrw). Der Bayer-Konzern blickt optimistisch in die Zukunft. Dank neuer Medikamente wie dem Gerinnungshemmer Xarelto und dem Krebsmittel Regorafenib will der Konzern bis zum Jahr 2014 die Umsätze seiner Gesundheitssparte von derzeit 17,2 Milliarden auf rund 20 Milliarden Euro steigern und gleichzeitig seine Ergebnismarge verbessern, wie Konzernchef Marijn Dekkers am Mittwoch auf einer Investorenkonferenz in Leverkusen ankündigte.
Der Manager betonte, Bayer habe vier Medikamente in der fortgeschrittenen Entwicklung, die das Potenzial zum Blockbuster hätten - also einen Spitzenumsatz von einer Milliarde Euro pro Jahr und mehr erwirtschaften können. Außerdem strebe Bayer im Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln danach, "die Position des Weltmarktführers einzunehmen", sagte Dekkers. Vor allem in den Wachstumsmärkten will der Aspirin-Erfinder seine Geschäftschancen nutzen.
Optimistisch beurteilt Bayer auch die Wachstumsaussichten seiner Pflanzenschutzsparte CropScience. Sie soll ihren Umsatz bis 2014 von derzeit 7,3 Milliarden auf über 8 Milliarden Euro erhöhen - bei überproportional steigenden Gewinnen.
Auch im Pflanzenschutz und bei Saatguttechnologien verfüge Bayer über eine gut gefüllte Entwicklungspipeline, betonte Dekkers. Hauptwachstumstreiber soll hier das auf Saatgut- und Pflanzeneigenschaften spezialisierte BioScience-Geschäft werden, wo der Konzern ein durchschnittliches Umsatzwachstum von etwa 20 Prozent pro Jahr anstrebt.
Weniger klar fiel angesichts der ungewissen Konjunkturaussichten die Prognose für die Kunststoffsparte MaterialScience aus. Bayer wolle seine Position als Weltmarktführer bei Rohstoffen für Hartschaumstoffe und Polycarbonate halten, sagte Dekkers. Dazu werde das Unternehmen weitere Anwendungsgebiete für seine Produkte etwa in der Automobil- und Bauindustrie erschließen. "Unser Ziel ist es, die Absatzmengen von MaterialScience stärker zu steigern als das weltweite Bruttoinlandsprodukt", sagte Dekkers. Darüber hinaus solle der Teilkonzern eine Prämie über seine Kapitalkosten hinaus verdienen.
Insgesamt sei er für die mittelfristige Entwicklung von Bayer optimistisch, sagte Dekkers. Die Börse zeigte sich allerdings wenig beeindruckt von den Ankündigungen. Bis zum Nachmittag verlor die Bayer-Aktie rund 0,8 Prozent an Wert und war damit der größte Verlierer im deutschen Aktienindex DAX.
dapd