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Bahn kämpft in Norden und Osten mit Schnee

25.12.2010 | 20:27 Uhr
Bahn kämpft in Norden und Osten mit Schnee
Für Chaos im Bahnverkehr sorgte der Schnee schon an Heiligabend - hier am Essener Hauptbahnhof. (Foto: Ulrich von Born/ WAZ FotoPool)

Berlin.Nach teilweise heftigen Schneefällen in der Nacht gibt es noch immer vereinzelte Probleme im Auto-, Luft- und Bahnverkehr. Auf den Straßen ereigneten sich vor allem in der Nacht noch zahlreiche Unfälle.

Nach teilweise heftigen Schneefällen in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag gibt es noch immer vereinzelte Probleme im Auto-, Luft- und Bahnverkehr. Die Deutsche Bahn kämpfte am Samstag bei starkem Wind vor allem mit Schneeverwehungen, bei der Lufthansa mussten nur noch wenige Flüge gestrichen werden. Auf den Straßen ereigneten sich vor allem in der Nacht noch zahlreiche Unfälle.

Die Lager sei mittlerweile „etwas entspannter“ als an Heiligabend, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Samstag. „Es gibt deutlich weniger bundesweite Störungen.“ Nicht mehr so stark betroffen ist die Bahn demnach von Eisregen, davor sorge der teils starke Wind vor allem in Nord- und Ostdeutschland aber für Schneeverwehungen. Komplett unterbrochen gewesen sei der Zugverkehr auf der Insel Rügen. Störungen gab es demnach auch rund um Oldenburg. Die Strecke Berlin-Stralsund war nach einer Sperrung am Samstagnachmittag wieder frei.

Schneeverwehungen im Raum Leipzig

Besonders stark waren die Schneeverwehungen laut Bahn im Raum Leipzig. Gleich mehrere ICE-Züge mussten demnach auf freier Strecke stoppen, bevor die Gleise wieder geräumt waren. Die Züge konnten den Angaben zufolge nach jeweils einer bis anderthalb Stunden ihre Fahrt fortsetzen, mussten jedoch teilweise umkehren und Umwege fahren.

NRW im Schnee

Es habe bislang keinen Rückstau durch die Probleme gegeben, sagte der Bahn-Sprecher. Wegen vereister Oberleitungen seien noch zwei Strecken gesperrt, allerdings würden die Züge dort umgeleitet. Da am ersten Weihnachtsfeiertag weniger Reisende unterwegs seien, waren laut Bahn weniger Menschen von den Störungen betroffen als in den vergangenen Tagen.

Behinderungen am Frankfurter Flughafen

Bei der Lufthansa gab es „vereinzelt Verspätungen und Flugstreichungen“, wie ein Sprecher sagte. „Das liegt vor allem an der Situation von Flughäfen außerhalb Deutschlands.“ Die Schneefälle seien nicht so heftig wie erwartet ausgefallen. Zugute komme dem Betrieb auch der ausgedünnte Flugplan am ersten Weihnachtstag, wodurch die Flughäfen gut mit der Enteisung der Maschinen nachkämen. „Es läuft rund“, sagte der Sprecher.

Anders sah das am Frankfurter Flughafen aus: Trotz nachlassender Schneefälle ist es dort auch am ersten Weihnachtsfeiertag zu großen Behinderungen gekommen. 46 der 910 Flüge mussten bis zum Nachmittag gestrichen werden, viele Maschinen hatten Verspätungen von bis zu zwei Stunden, wie ein Flughafensprecher am Samstag auf Anfrage mitteilte. Vor allem das oft notwendige Enteisen der Flugzeuge behindere den Betrieb. Bis zum frühen Nachmittag mussten 137 Maschinen vor dem Start enteist werden. Mit Verspätungen müssten die Passagiere den ganzen Samstag über rechnen, hieß es.

Von den Annullierungen betroffen waren vor allem Zielflughäfen, an denen selbst schlechtes Wetter herrschte. So strichen die Fluggesellschaften viele Flüge nach Amsterdam, Brüssel, Prag, Zürich und Hamburg.

Vorsicht beim Spaziergang

Auf den Straßen meldete die Polizei unterdessen zahlreiche Unfälle in der Nacht. Ursache war demnach vielfach nicht an die Schneeverhältnisse angepasste Geschwindigkeit. Nahe Münster kam ein Linienbus von der Fahrbahn ab und blieb im Schnee stecken. Fahrgäste waren allerdings nicht an Bord. In Nordrhein-Westfalen warnte die Polizei Spaziergänger auch vor umstürzenden Bäumen oder herabfallenden Ästen wegen der hohen Schneelast. Eine Spaziergängerin war am Freitag in Gelsenkirchen in einem Wald durch einen abgebrochenen Ast getötet worden.

Laut Deutschem Wetterdienst sollte es am Samstag vor allem noch in der Südosthälfte Deutschlands zu länger andauernden und gebietsweise ergiebigen Schneefällen kommen. Besonders nach Osten hin und in exponierten Berglagen sowie an der Ostseeküste gebe es gebietsweise Schneeverwehungen. Auf einem Streifen vom Südwesten über die Mitte bis hin zum Erzgebirge sei mit unwetterartigem Schneefall zu rechnen. Für die Nacht zu Sonntag sagte der Wetterdienst Schneefälle nur noch im Erzgebirge und an den Alpen voraus. Die Temperaturen sollen deutlich fallen. (afp/dapd)

DerWesten

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Kommentare
26.12.2010
11:20
Bahn kämpft in Norden und Osten mit Schnee
von UKS | #12

@Rainer N.:
Sie schreiben über entfesselte Naturgewalten, mit denen die Bahn seit einigen Jahren nicht mehr klarkommt Ich nenne das schlicht Winter. Meinen wir das gleiche?

26.12.2010
01:55
Bahn kämpft in Norden und Osten mit Schnee
von W.F. aus M. | #11

Auch nur fast immer! schon mal gesehen, was die Transsibirische Eisenbahn am Zielort Verspätung hat? nicht 15 min., nicht 90 Min., da geht es schon um Tage Verspätung!

26.12.2010
01:20
Bahn kämpft in Norden und Osten mit Schnee
von nemomomo | #10

Seltsam, die transsibirische Eisenbahn fährt fast immer

25.12.2010
23:12
Bahn kämpft in Norden und Osten mit Schnee
von Steine sind Steine | #9

Ich finde das Wetter klasse. All die Leute, die sonst immer über meinen bösen klimakillenden SUV herziehen, schauen nun neidisch hinterher, wenn ich durch den höchsten Schneeberg pflüge.

25.12.2010
22:35
Bahn kämpft in Norden und Osten mit Schnee
von Rainer N. | #8

In der Überschrift wird einmal mehr die Bahn erwähnt, die mit den Wetterverhältnissen kämpfen muss.
Im Artikel selbst wird dann auch erwähnt, dass im Flugverkehr aber auch im Straßenverkehr chaotische Zustände herrschen.
Wieviele Menschen mussten Den Heiligen Abend wohl auf irgendeinem Airport verbringen?
Wieviele Bürger haben auf ein gemeinsames Weihnachtfest verzichten müssen, weil mit dem Auto kein Durchkommen war.
Mich ödet es an, wenn ständig die Bahn an den Pranger gestellt und so wird der Eindruck erweckt, für die chaotischen Wetterverhältnisse und deren Folgen verantwortlich gemacht wird.
Sicherlich sind einige Dinge bei der Deutschen Bahn AG hausgemacht. An erster Stelle ist die miserable Information zu nennen. Zweitens mag auch die Fahrzeugtechnik anfälliger sein weil beispielsweise die Wartungsintervalle in der Vergangenheit gestreckt wurden usw.
Aber an vereisten Oberleitungen, Schneeverwehungen oder umgestürzten Bäume kann auch jede andere Bahn nichts ändern.
Vielleicht sollten wir mit der jetzigen Situation gelassener umgehen und einfach akzeptieren das gegen entfesselte Naturgewalten auch die beste Technik keine oder nur geringe Chancen hat, sei es nun im Flugverkehr auf der Straße oder auf den Schienen.

25.12.2010
22:12
Bahn kämpft in Norden und Osten mit Schnee
von bahnfahrer | #7

#5 BerndBruns
Der Artikel muss aber schon mindestens 16 Jahre alt sein, da gab es noch eine Bundesbahn.

25.12.2010
20:25
Blockierter Kommentar.
von Unverschämt | #6

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

25.12.2010
20:08
Bahn kämpft in Norden und Osten mit Schnee
von BerndBruns | #5

Einen der besten und ausführlichsten Artikel über den desolaten Zustand der Bundesbahn habe ich allerdings bei der Springer-WELT entdeckt. Lesenswert!
http://www.welt.de/wirtschaft/article11817478/Es-ist-ein-Wunder-dass-ueberhaupt-was-faehrt.html?wtmc=Newsletter.NL_Weltbewegt

25.12.2010
19:04
Blockierter Kommentar.
von DaDu | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

25.12.2010
19:01
Bahn kämpft in Norden und Osten mit Schnee
von DaDu | #3

Die Bahn:
Sie funktioniert nicht richtig wenn es heiß ist,
sie funkioniert nicht richtig wenn es zu kalt ist,
sie funktioniert nicht richtig wenn Blätter fallen,
sie funktioniert nicht richtig wenn zu viele mit ihr fahren wollen,
sie funkioniert nicht richtig weil falsch gewartet wird,
sie funktioniert nicht richtig im Berufsverkehr,
sie funktioniert nicht richtig im Fernverkehr,sie funktioniert nicht richtig bei den Informationen,
sie funktioniert nicht richtig ....

Aber das Preise erhöhen klappt wie geschmiert, auch wenn die Bahn dann immer noch nicht richtig funktioniert.

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