Autofahrer in NRW missachten Handyverbot am häufigsten
14.04.2010 | 12:42 Uhr 2010-04-14T12:42:00+0200
Essen.Autofahrer aus NRW telefonieren besonders häufig am Steuer, obwohl es verboten und gefährlich ist. Aber auch beim Rasen liegt die Quote der NRW-Fahrer über dem Bundesdurchschnitt. Besonders häufig tappen sie zudem in die Umweltzonen-Falle.
Wie verkehrsgefährdend benehmen sich Nordrhein-Westfalens Autofahrer? Die Sünderstatistik des Kraftfahrtbundesamtes für das Jahr 2009 gibt jetzt eine Antwort: Sie können vor allem das verbotene und gefährliche Telefonieren am Steuer nicht lassen.
Mit 153 000 Übertretungen und damit 9,8 Verstöße pro 1000 Einwohnern über 14 Jahren halten sie mit weitem Abstand den ersten Platz unter den Fahrern aus den 16 Bundesländern. Zum Vergleich: Hessen, Rheinland-Pfälzer, Sachsen und Saarländer nehmen greifen dreimal weniger zum Handy, wenn sie unterwegs sind.
Auch beim Rasen liegt die Quote der NRW-Fahrer über dem Bundesdurchschnitt. Hier meldet die Flensburger Datei immerhin 647 000 Übertretungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit im Jahr 2009 – das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als der deutsche Schnitt. Die Zahl der Tempo-Verstöße ist aber hier immer noch deutlich niedriger als in Brandenburg oder Thüringen.
Immer häufiger in der Umweltzonen-Falle
Immer häufiger tappen die Autofahrer an Rhein und Ruhr in die Umweltzonen-Falle. Städte im Ruhrgebiet kassierten 2009 rund 12 000 Feinstaub-Sünder ab, weil sie ohne gültige Plakette erwischt wurden. Das ist doppelt so viel wie in der von der Bevölkerungszahl fast so großen Bundeshauptstadt Berlin. Jedes Mal sind 40 Euro Buße plus ein Punkt in der Flensburger Kartei fällig. „Es ist damit zu rechnen, dass in den kommenden Jahren die Zahl der Verstöße noch zunimmt“, glaubt das Flensburger Bundesamt. Grund: Die Zahl der Ausnahme-Genehmigungen wird sinken.
Spitzenreiter im Revier bei der Umweltzonen-Fahndung ist die Stadt Essen mit 3830 Knöllchen. Auf Platz 2 folgt Bochum (2937 Verstöße), dann Duisburg (1949), Dortmund (1402), Gelsenkirchen mit knapp 1000 und am Schluss Oberhausen (561) und Recklinghausen (112). Allerdings schlagen Städte wie Düsseldorf mit 4432 geahndeten Verstößen und Wuppertal mit 3800 Knöllchen noch kräftiger zu als die Kommunen im Ruhrgebiet. Grundsätzlich gilt: Polizei oder Ordnungsämter müssen die Sünder schon beim Fahren erwischen. „Das Parken eines Fahrzeugs in der Zone ist noch kein Verstoß“.
Die Trends bei den anderen Verkehrssünden sind klar erkennbar: Bundesweit wie auch in NRW spielt Alkohol am Steuer immer weniger eine Rolle. Wurden 2004 noch 218 000 Alkoholsünder in Flensburg gemeldet, waren es 2009 nur noch 170 000.
21:34
Ich fühle mich in NRW nicht mehr sicher!
Gerade fuhr ich mit dem Fahrrad vier Kilometer durch eine rheinische Stadt.
Auf diesen vier Kilometern
hat mir ein PKW die Vorfahrt genommen,
ein Radfahrer kam mir auf der falschen Seite in ungebremstem Tempo mitten auf meinem Radweg entgegen
und in einer Tempo30-Zone ein PKW mit mindestens 80 km/h.
Vor ein paar Tagen raste einer mit mindestens 100 durch diese Tempo30-Wohnstrasse.
Beobachtungen, die ich leider ständig machen muss.
Ich soll mich nicht so anstellen?
Ist doch nix passiert?
Danke, Politiker, dass Ihr die Polizei versteckt!
Danke, Politiker, dass auf den Strassen das Recht der Stärkeren und Rücksichtslosesten Einzug gehalten hat!
Danke, Politiker, dass wir hier ohne zu verreisen Wildwest-Luft schnuppern dürfen!
19:43
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11:28
Wir sollten die Preise einfach an das uns umgebende Ausland anpassen. Dann hat sich vieles von selbst erledigt.
11:23
Immer häufiger tappen die Autofahrer an Rhein und Ruhr in die Umweltzonen-Falle. Städte im Ruhrgebiet kassierten 2009 rund 12 000 Feinstaub-Sünder ab, weil sie ohne gültige Plakette erwischt wurden.
Hier zeigt sich wieder mal diese absolute Schizophrenität. Wer also eine Plakette für ein paar Euronen an der Scheibe hat, ist streng genommen kein Umweltsünder mehr. (Mal abgesehen von jenen, die noch nichtmals mehr eine rote Plakette erhalten, denn die sind nun mal ein Auslaufmodell.)
Lustig ist im übrigen auch das Urteil, welches das hantieren mit einem Festnetz-Schnulosen während der Fahrt gestattet, aber die Handynutzung ahndet. LoL
Aber andererseits war auch mal ein Richter der Meinung, daß TaxifahrerInnen, wenn sie ihr digitales Funk- und Empfangsgerät bedienen, vorher rechts ranfahren und stoppen sollen. Doppel-LoL
Nun ja, dies ist halt Deutschland.
Gruß
11:21
Der Begriff Umweltzonen-Falle sagt doch eigentlich alles. Es geht doch wohl kaum darum, durch solch unausgegorene Regelungen die Atemluft der Menschen zu verbessern.
Böse Falle = prächtiger Reibach für die Stadtkassen - so einfach ist das Prinzip. Und damit es klappt, muss eben fleissig kontrolliert werden.
11:18
500 Euro Bußgeld... und auch der größte Ölgötze denkt beim nächsten Mal darüber nach...
.... oder die Karre für 2 Monate stilllegen.
11:14
Ist das nicht völlig wurscht, ob das Kontrolldelikte sind?
Wer beim Fahren ohne Freisprechanlage telefoniert oder ein Gurtmuffel ist, hat eh nen Sparren locker.
11:11
#1von Gurtmuffel
Mal unter uns: Sind Sie schon eimal hinter jemanden hergefahren, der am telefonieren war??
11:07
Man sollte diese Statistik nicht überbewerten. Bei den Verstößen im Bereich Handy/Gurt/Geschwindigkeit handelt es sich um typische Kontrolldelikte. Die Ergebnisse zeigen also nur, dass in NRW deutlich mehr durch die Polizei kontrolliert wird als in anderen Bundesländern.
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