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Wirbelsturm

Australien hat „Yasi“ ohne Tote überstanden

03.02.2011 | 07:21 Uhr
Der Wirbelsturm „Yasi“ deckte zahlreiche Dächer ab. Foto: afp

Berlin.   Der Wirbelsturm Yasi hat in Australien weniger Schäden angerichtet als befürchtet. Offenbar verhinderte die gute Vorbereitung Tote und schlimme Verwüstungen

Die Behörden in Queensland geben sich erleichtert: Nach bisherigen erkenntnissen gebe es keine Toten, sagte Ministerpräsidentin Anna Bligh. Immerhin war der Zyklon mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde in der Nacht über die Küstengebiete im nordöstlichen Staat Queensland hinweg gefegt.

Experten sagten, dass die gute Vorbereitung auf den Sturm, die rechtzeitige Evakuierung sowie neue Bauvorschriften eine schlimmere Verwüstung verhindert hätten.

Zyklon über Australien

Zehntausende Menschen waren im Vorfeld des Zyklons vor meterhohen Wellen geflüchtet. Der Wirbelsturm entwurzelte Bäume und deckte Dächer ab, obendrein fiel in mehr als 180 000 Haushalten der Strom aus. Die Behörden bedürchteten zwischenzeitlich, es könne zu einer Katastrophe vom Ausmaß des Hurrikans „Katrina“ kommen, der 2005 die US-Metropole New Orleans verwüstete.

Mehr als 10 000 Menschen dürften am Donnerstag wieder ihre Notunterkünfte verlassen. Allerdings sind laut Behörden noch einige Gemeinden abgeschnitten. Tausende hätten ihr Obdach verloren. Allein in der Stadt Tully sei jedes dritte Haus zerstört oder das Dach abgedeckt worden, sagte Anna Bligh.

Geburt in Notunterkunft

Die Wiederherstellung der Stromversorgung sei eine der vorrangigsten Aufgaben, so die Ministerpräsidentin von Queensland weiter. Dies könne in einigen Regionen aber Tage, wenn nicht gar Wochen dauern. Nach Mitteilung der Meteorologen wurde der Zyklon bereits herabgestuft, noch während er über den Staat Queensland hinweg zog.

In einer der 20 Notunterkünfte in der Stadt Cairns hatten die Schutzsuchenden in der Nacht allen Widrigkeiten zum Trotz dann doch noch Grund zur Freude. Dort brachte eine Frau ein gesundes Mädchen zur Welt. afp/dapd

 

DerWesten



Kommentare
04.02.2011
11:59
Australien hat „Yasi“ ohne Tote überstanden
von BreckerfelderOutbackbewohner | #4

Ich war letztes Jahr auf meiner Australientour unter anderem für knapp 3 Wochen in Queensland. Diese Papphütten stehen außerhalb der Städte generell überall wo Siedlungen sind. Da kann ich die Aussies auch nicht verstehen.. Cyclone kommen in dieser Gegend immer wieder vor.. am Baustil ändert sich allerdings nichts. Mag wohl daran liegen das solche Häuser schnell aufgebaut und deswegen günstig sind,Holz gibts da genug. Nur immer wieder alles neu zu bauen ist bekanntlich teurer als einmal was vernünftiges hinzunageln. Desweiteren ziehen die Aussies gerne mit ihren Häusern um. Dafür gibt es extra Housemover die eben solche Papphäuser auf dafür konstruierte Schwertransporter laden und an anderer Stelle wieder abstellen. Ich habe die Aussies als sehr freundliches,hilfsbereites und überaus schmerzfreies Volk kennengelernt.. Die lassen sich von etwas Wind nicht unterkriegen..in einem Jahr sieht es da genau so aus wie vor dem Sturm..

03.02.2011
10:51
Australien hat „Yasi“ ohne Tote überstanden
von Highlanders | #3

Ich denke mal das die Medien nicht uebertrieben haben...Im 21.Jh. kann die Technik zwar vieles aber laengst noch nicht alles. Einen Sturm von solch einem Ausmass voraussagen ist eines, ob dann allerdings alles so eintrifft ist etwas anderes. Zum Glueck ist es nicht so gekommen wie erwartet. Die Region war ja schon genug gebeutelt durch die Fluten vor einigen Wochen. Ob man sich jetzt dazu entscheidet anders zu bauen moechte ich bezweifeln. Auch in den USA wird nach der Katastrophe in New Orleans durch Katrina mit Sicherheit nicht anders gebaut.

03.02.2011
09:33
Australien hat „Yasi“ ohne Tote überstanden
von hagfri | #2

Das Naturereignisse, wie hier Sturm auftritt, da gegen kann man nichts machen. Nur wenn es in einer Gegend öfters vorkommt, muss man anders bauen. Bilder von Papphütten die gerne gezeigt werden, die sich selbständig gemacht haben, zeugt doch von schlechter Vorsorge. Bei uns werden nur Gartenhäuser so gebaut. Betondächer, eingearbeitete Spannseile o.ä. mit Abdichtung ist die Lösung. Das Gleiche gilt für Stromleitungen. Große Teile, zumindest die Ortsversorgung kann man gut in die Erde verlegen. So kann man Schäden minimieren.

03.02.2011
09:23
Australien hat „Yasi“ ohne Tote überstanden
von r.kant | #1

Das weniger Schäden als befürchtet eingetreten sind, lag natürlich an der guten Vorbereitung in Australien aber auch daran, dass der Sturm in den Medien völlig übertrieben dargestellt wurde.

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