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Anti-Flag und Berliner Bands spielen Benefizkonzert für Pussy Riot

13.07.2012 | 13:28 Uhr
Foto: /Nigel Treblin

Die US-Band Anti-Flag spielt ein Benefizkonzert für die wegen ihrer Protestaktion gegen Präsident Wladimir Putin in Russland inhaftierten Punkrockerinnen Pussy Riot. Zusammen mit Anti-Flag stehen am 31. Juli im Berliner Cassiopeia die deutschen Bands Radio Havanna und Smile & Burn auf der Bühne, wie die Agentur Uncle M in Münster mitteilte.

Berlin (dapd). Die US-Band Anti-Flag spielt ein Benefizkonzert für die wegen ihrer Protestaktion gegen Präsident Wladimir Putin in Russland inhaftierten Punkrockerinnen Pussy Riot. Zusammen mit Anti-Flag stehen am 31. Juli im Berliner Cassiopeia die deutschen Bands Radio Havanna und Smile & Burn auf der Bühne, wie die Agentur Uncle M in Münster mitteilte. Alle Einnahmen der auf 200 Besucher limitierten Show kommen der feministischen Gruppe, die sich auch mit dem Song "Virgin Mary, Redeem Us Of Putin" unbeliebt gemacht hatte, zu Gute.

In Russland hatten sich bereits im Juni mehr als hundert russische Intellektuelle für die Freilassung der drei Frauen starkgemacht. Die Autoren, Schauspieler und Musiker warnten in einem offenen Brief an den Kreml, dass ein anstehendes Verfahren gegen die Frauen die russische Gesellschaft spalten werde.

Den Musikerinnen wird vorgeworfen, Ende Februar mit grellbunten Skimasken und Miniröcken bekleidet die Kanzel der orthodoxen Erlöserkirche in Moskau gestürmt und Putin-kritische Parolen skandiert zu haben. Ihnen drohen wegen Randalierens bis zu sieben Jahre Haft.

Anti-Flag wollen zudem mit einer Cover-Version des umstrittenen Songs "Virgin Mary, Redeem Us Of Putin" auf die Missstände in Russland hinweisen. Die Band um Frontmann Justin Sane gehört zu den bekanntesten Politpunkbands. 2011 unterstützten sie die Proteste auf der New Yorker Wall Street. Im März erschien ihr Album "The General Strike", das laut Band durch die Occupy-Bewegung und den Arabischen Frühling geprägt wurde.

Auch die Berliner Musiker von Radio Havanna sind durch ihr politisches und soziales Engagement etwa für Projekte gegen Rechtsextremismus und Rassismus bekannt. Auf ihrem neuen Album "Alerta" thematisieren sie ebenfalls den Arabischen Frühling und Occupy, aber auch die Diskussionen nach dem Reaktorunglück im japanischen Fukushima.

(Der Anti-Flag-Coversong im Netz: http://soundcloud.com/antiflag/punkprayer ; Tickets für das Benefizkonzert: http://www.ticketmaster.de/event/40217/?camefrom=de_va_02353 )

dapd

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