Ansteckungsgefahr in Deutschland wächst
01.05.2009 | 15:32 Uhr 2009-05-01T15:32:00+0200
Paderborn. Das Robert-Koch-Institut rechnet damit, dass sich weitere Menschen innerhalb Deutschlands mit der Schweinegrippe infizieren werden. Aus Bayern wurde die erste Mensch-zu-Mensch-Infektion in Deutschland vermeldet. Inzwischen gibt es fünf Infizierte.
Erstmals ist es in Deutschland zu einer Mensch-zu-Mensch-Infektion mit dem Schweinegrippe-Erreger gekommen. Eine 42-jährige Krankenschwester aus Niederbayern, die selbst nicht in Mexiko war, steckte sich mit dem Virus an, wie die bayerische Landesregierung am Freitag mitteilte. Am Nachmittag bestätigten die Behörden die Ansteckung eines weiteren Mexiko-Reisenden, diesmal aus Oberbayern. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten in Deutschland insgesamt auf fünf, davon vier in Bayern.
Zuvor hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) von aktuell zwölf Verdachtsfällen gesprochen, in fünf weiteren Fällen habe man eine Ansteckung ausschließen können. RKI-Chef Jörg Hacker betonte, die Schweinegrippe nehme in Deutschland bisher einen «influenza-spezifischen bis milden Verlauf». Er rechne aber mit weiteren Ansteckungen. Das Virus habe «das Potenzial, sich auszubreiten und zu verändern».
Virologen sind besorgt
Die 42-jährige Krankenschwester steckte sich offenbar beim Kontakt mit einem 37-jährigen Mexiko-Reisenden aus dem Landkreis Regensburg an, der im Krankenhaus von Mallersdorf (Landkreis Straubing-Bogen) behandelt wurde. Wie alle bayerischen Infizierten sei die Frau inzwischen wieder genesen, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.
Das Robert-Koch-Institut bereitete auf weitere Mensch-zu-Mensch-Übertragungen in Deutschland vor: «Wir müssen uns darauf einstellen, dass das vorkommen kann. Wir sind nicht überrascht, aber besorgt», sagte RKI-Chef Hacker. Man habe zwei erfahrene Epidemiologen nach Bayern entsandt, «um eine mögliche weitere Ausbreitung zu verhindern».
Über den Gesundheitszustand eines Mannes, der ein Krankenhauszimmer mit dem Mexiko-Reisenden aus dem Kreis Regensburg geteilt hatte, wurde am Freitag nichts Neues bekannt. Bei dem Mann wird ebenfalls eine Schweinegrippe-Infektion vermutet; er liegt isoliert im Krankenhaus und wird mit dem Grippe-Medikament Tamiflu behandelt.
WHO: Weltweit 331 Erkrankungen
Bei den drei ersten Schweinegrippe-Patienten in Deutschland - zwei aus Bayern und eine aus Hamburg - hatten die Behörden schon am Donnerstag Entwarnung gegeben.
Weshalb die Krankheit hauptsächlich im Herkunftsland Mexiko, aber kaum im Ausland zu Todesfällen führt, ist nach den Worten von RKI-Chef Hacker noch nicht endgültig geklärt. Die allgemeine Konstitution der Infizierten könne dabei eine Rolle spielen. In Mexiko grassiere parallel auch die saisonale Influenza; zudem seien bei einer hohen Zahl von Krankheitsfällen statistisch gesehen häufiger schwere Verlaufsformen zu beobachten, sagte Hacker. Nach wie vor bestehe aber die Gefahr einer Pandemie.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit bislang 331 Erkrankungen an Schweinegrippe bestätigt. Darin ist die beiden jüngsten deutschen Fälle noch nicht enthalten. Aus elf Ländern seien Infektionsfälle gemeldet worden, teilte die WHO am Freitag in Genf mit. Am stärksten betroffen ist demnach Mexiko: Dort erkrankten den jüngsten Erkenntnissen zufolge 156 Menschen, neun starben. In den USA wurden 109 Krankheitsfälle und ein Todesfall registriert. Kanada meldete bislang 34, Spanien 13 und Großbritannien acht Fälle. Fünf Menschen erkrankten in Deutschland, drei in Neuseeland, zwei in Israel, und je einer in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.
Verdachtsfall in Olpe nicht bestätigt
Der Verdacht auf Erkrankung an Schweinegrippe bei einem 26-Jährigen aus Paderborn hat sich unterdessen nicht bestätigt. «Der Mann leidet an einer normalen Grippe, aber nicht an der gefährlichen Schweinegrippe», sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Freitag auf ddp-Anfrage. Bei dem 26-Jährigen handelt es nach Angaben des Kreises Paderborn um einen Angehörigen der Britischen Rheinarmee. Er war zu Wochenbeginn von einer Mexiko-Reise zurückgekehrt und hatte sich mit Grippesymptomen beim Militärarzt gemeldet.
In NRW gibt es laut Gesundheitsministerium derzeit vier weitere Verdachtsfälle auf Schweinegrippe. Die Betroffenen kämen aus dem Rhein-Kreis Neuss, aus Wuppertal und aus Siegen-Wittgenstein.
Der Verdacht auf Erkrankung an Schweinegrippe bei einem 28-Jährigen aus dem Kreis Olpe hat sich ebenfalls nicht bestätigt. Der Patient befinde sich auf dem Weg der Besserung und werde das Krankenhaus in Kürze verlassen können, teilte ein Sprecher des Kreises am Freitag mit. Der Mann war kürzlich von einer Mexiko-Reise zurückgekehrt und hatte über Grippe-Symptome geklagt. (ap/ddp)
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15:01
Wenn sich eine Krankenschwester bei ihrer Arbeit ansteckt, gibt es in dem betreffenden Krankenhaus offenbar eklatante Hygienemängel. Hierzu ist von den Behörden zu prüfen, ob der Hygienestandard eingehalten und alle vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen durchgeführt oder vom Personal vernachlässigt wurden. Außerdem muß der in jedem Krankenhaus vorhandene Hygienebeauftragte zur Rechenschaft gezogen werden. Komisch das man hiervon nichts hört. Haben die Behörden geschlafen oder soll wieder einmal alles unter den Teppich gekehrt werden?
16:08
Gefährlicher als das Virus ist sicherlich die Panikmache in den Medien. Und neue, unbekannte Viren wird es immer geben. Und es gibt gefährlichere und tödlichere Viruserkrankungen als die Schweinegrippe. Übrigens sterben weltweit Jährlich mehr Menschen durch Unfälle, Verbrechen oder Kriege als durch diese dusselige Grippe. Und die Anzahl der Infizierten in Mexiko ist noch nicht mal ein Promille der Gesamtbevölkerung.
13:11
Soweit die Rüstungsindustrie mit den Militärs verbandelt ist.
13:07
Virenforscher im Dschungel
Alle großen Pandemien haben die Menschen unerwartet getroffen. Um auf künftige Ausbrüche unerkannter Erreger vorbereitet zu sein, suchen Forscher im Urwald von Gabun nach den Viren von morgen. (ARD), s.u.
Und wenn sie fündig geworden sind, schleppen sie die kleinen Biester in ihre Labors und experimentieren damit herum. Und nicht lange danach hagelt es wieder Aufträge für die immer gleiche Branche. Es gibt im Wesentlichen zwei Interessenten, a) die Rüstungsindustrie und b) die Pharmaindustrie. Warum lasst Ihr diese Viren nicht dort, wo sie sind? Wer an Atombomben bastelt, riskiert auch den Outbreak.
http://www.daserste.de/cmspix/newsletter/newsletter_archive/wwiewissen/00022.html
12:53
Nach 10 Tagen haben wir die erste Mensch/Mensch Ansteckung ... die Menscheit wird in 10 000 Jahren ausgerottet sein. Wer macht eigentlich hier Panik! Klar - die Medien! Wer sonst ....
12:26
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12:12
So langsam wird das Thema Schweinegrippe echt langweilig.
Das ist doch nun wirklich völlig ausgelutscht und hat erfolgreich von den wirklichen Problemen abgelenkt. Das Sommerloch ist auch schon vorzeitig gestopft worden also könnten die Medien es jetzt gut sein lassen. :-)
11:14
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10:45
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11:14
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