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Airlines starten Kampagne gegen Luftverkehrssteuer

21.05.2012 | 11:49 Uhr

Mit einer breit angelegten Kampagne wollen die deutschen Airlines und Flughäfen für eine Abschaffung der Luftverkehrssteuer kämpfen. "Die ganze Luftverkehrssteuer ist eine Milchmädchenrechnung", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch, zum Start der Kampagne am Montag auf dem Frankfurter Flughafen.

Frankfurt/Main (dapd). Mit einer breit angelegten Kampagne wollen die deutschen Airlines und Flughäfen für eine Abschaffung der Luftverkehrssteuer kämpfen. "Die ganze Luftverkehrssteuer ist eine Milchmädchenrechnung", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Klaus-Peter Siegloch, zum Start der Kampagne am Montag auf dem Frankfurter Flughafen.

In den kommenden Wochen will der BDL auf Flughäfen und in Bordmagazinen eine Million Flyer an Passagiere verteilen, um auf die Belastung durch die Flugverkehrsabgabe hinzuweisen.Die Kampagne steht unter dem Motto "Luftverkehrssteuer - für alle zu teuer". BDL-Präsident Siegloch sagte, die Steuer sei für viele Passagiere immer noch "nebulös". Mit der Informationskampagne wolle die Branche eine öffentliche Debatte anstoßen. "Die Politik reagiert nur, wenn die Wähler anfangen, Fragen zu stellen", sagte Siegloch. Die Bundesregierung habe versprochen, das Gesetz nach anderthalb Jahren kritisch zu überprüfen. Am 30. Juni solle die Evaluierung im Bundestag vorgestellt werden.

Der BDL hatte dafür selbst eine Studie bei der Forschungsgesellschaft Interplan in Auftrag gegeben. Demnach sei die Luftverkehrssteuer "durchgefallen", fuhrt Siegloch fort. Sie helfe nicht, die Umweltbelastung einzudämmen, sondern habe vielmehr dazu geführt, dass 2011 in Deutschland fünf Millionen Passagiere "gefehlt" hätten. Der Studie zufolge seien sie in Nachbarländer ausgewichen, wo keine Abgabe erhoben werde. Der deutsche Alleingang vertreibe Passagiere ins Ausland. Der Druck auf die deutschen Airlines werde dadurch immer größer. Die Lufthansa schreibe derzeit nicht zuletzt wegen der Luftverkehrssteuer rote Zahlen, sagte Siegloch und betonte, ohne die Abgabe hätte die Branche viel stärker wachsen können.

Zeitgleich zum Beginn der Kampagne meldeten sich am Montag aber auch Befürworter der umstrittenen Abgabe. So sprach sich etwa der Verkehrsclub Deutschland, Sektion Hessen, dafür aus, die Abgabe noch zu erhöhen, um eine Chancengleichheit gegenüber Schienen- und Straßenverkehr zu ermöglichen.

Die Luftverkehrssteuer sei zu gering, sie gleiche die unfairen Vorteile durch Steuerbefreiung nicht einmal zu einem Zehntel aus. Das sei unfair gegenüber Bahn und Bus, sagte VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel. Die Luftverkehrssteuer habe immerhin 900 Millionen Euro erbracht.

dapd

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