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Tierschutz

Ärger um Fake-Werbung für Kannibalen-Lokal

02.09.2010 | 15:15 Uhr
Ärger um Fake-Werbung für Kannibalen-Lokal
Sebastian Zoesch und Thomas Richter vom Vegetarierbund Deutschland e.V. posieren mit Fleischspießen. Die vermeintliche Eröffnung eines Menschenfleisch-Restaurants in Berlin hat sich als Werbekampagne des Vegetarierbunds Deutschland entpuppt. Foto: ddp

Berlin.Der Deutsche Werberat geißelt eine Kampagne des Vegetarierbunds. In Pressemitteilungen und im Netz wurde die Eröffnung eines Menschenfleisch-Restaurants in Berlin angekündigt. Natürlich ein Fake. Doch die Werber finden das geschmacklos.

Der Deutsche Werberat hat eine Kampagne des Vegetarierbundes Deutschland gegen Fleischverzehr als „üble Form auf sich aufmerksam zu machen“ kritisiert. In den vergangenen Tagen hatten angebliche Gastronomen in Pressemitteilungen und auf einer Internetseite vorgegeben, ein Kannibalen-Restaurant in Berlin eröffnen zu wollen. „Ich halte es für eine bedenkliche Entwicklung, dass man alle Mittel einsetzt, um auf sich aufmerksam zu machen“, sagte der Sprecher des Deutschen Werberates, Volker Nickel, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp.

Der Vegetarierbund Deutschland hatte am selben Tag eingeräumt, er habe mit der Ankündigung, dass ein Menschenfleisch-Restaurant eröffnet werden solle, auf die aus seiner Sicht negativen Folgen des Fleischverzehrs für die weltweite Ernährungssituation hinweisen wollen. „Hätten wir einen normalen Aufruf an die Medien gestartet, wäre die Reaktion niemals so groß gewesen“, verteidigte Thomas Richter die Kampagne. Richter hatte sich vor Journalisten als Organisator des Restaurants ausgegeben.

Versteigerung von Menschenfleischpastete angekündigt

Daraufhin hatten in den vergangenen Tagen nach Angaben des Vegetarierbundes rund 130 Zeitungen weltweit über die obskuren Pläne zur Eröffnung des Kannibalen-Lokals geschrieben. Im Internet gibt es bereits Tausende Einträge zum Thema. Der Vegetarierbund hatte unter anderem eine Internetversteigerung von Menschenfleischpastete angekündigt. Auch die Suche nach einem „aufgeschlossenen Chirurgen“ für das Restaurant gehörte zur Kampagne. Zudem war in Annoncen nach freiwilligen Fleischspendern gesucht worden.

Außerhalb der kommerziellen Werbung fehle eine selbst kontrollierende Instanz wie der Werberat, kritisierte Nickel. Solche moralisch fragwürdigen Formen der Werbung zu wählen, sei eine „bedenkliche Entwicklung“, die jedoch immer wieder speziell von Tierschützern gewählt werde. (ddp)

DerWesten

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Kommentare
04.09.2010
22:36
Ärger um Fake-Werbung für Kannibalen-Lokal
von Islazapatilla | #77

Schade eigentlich, ich hätte gerne mal einen Menschenfleisch-Burger probiert oder ne saftige Bayern-Haxe.

Die Idee des Vebu ist super, die Message dürfte jedoch den meisten Menschen verborgen bleiben...

go green, go vegan!

03.09.2010
14:15
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von Langnese | #76

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03.09.2010
14:09
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von Langnese | #75

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03.09.2010
14:09
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von stefan112 | #74

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03.09.2010
14:07
Ärger um Fake-Werbung für Kannibalen-Lokal
von vera | #73

Ich verstehe das Argument nicht, dass man Vegetarier ist, weil man nicht möchte, dass ein Tier leidet, bzw. fürs Essen stirbt.
Auch pflanzliche Nahrung muss man von der Lebensquelle abschneiden (also töten), um sie zu verzehren. Und es gibt inzwischen auch Hinweise, dass sogar Pflanzen so etwas wie eine Wahrnehmung besitzen ... http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/kommunikation-tief-verwurzelte-gefuehle_aid_163623.html


Es bleibt wohl gehupft wie gesprungen, dass man zur Nahrungsbeschaffung ein anderes Lebewesen töten muss ... aber vielleicht gibts ja bald Kunstnahrung ;-)

03.09.2010
14:02
Ärger um Fake-Werbung für Kannibalen-Lokal
von Langnese | #72

@Haegar58

Dass die Jagd der Steinzeitmenschen dazu führte, Problemlösungsstrategien und damit ein Fundament unserer heutigen Intelligenz zu entwickeln, zweifel´ ich ja nicht an. Hat aber mit meinem ethischen Anspruch nichts zu tun.

Wozu uns unsere Grenzenlose Gier auf alles mögliche - und eben auch auf tote Tiere (es ist keine Notwendigkeit täglich oder alle zwei Tage Fleisch zu essen, sondern nichts weiteres als Maßlosigkeit, Gier.) gebracht hat, kann man ja täglich beobachten.

Bin kein Tierfreund aber der Gedanke, seine Zähne in die Arschbacke eines toten Tieres zu rammen muss einem doch wirklich seltsam vorkommen, oder?

03.09.2010
13:58
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von stefan112 | #71

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03.09.2010
13:15
Ärger um Fake-Werbung für Kannibalen-Lokal
von Inni | #70

Die Werbung ist klasse : Wer die Maßnahme beanstandet , muss sich die Frage gefallen lassen, ob er sich in seiner heiten Welt so gut eingerichtet zu haben, dass er vor dem Elend, das die Tiere täglich Millionenfach erleiden, die Augen verschließt.

Bequem sicherlich, aber erbärmlich scheinheilig. Sendet mehr Bilder aus Schlachthöfen und von Gläubigen geschächteter Tier, statt der Kuschelbilder von glücklichen Kühen!!

03.09.2010
12:31
Ärger um Fake-Werbung für Kannibalen-Lokal
von saubär | #69

Haben Vegetarier auch Fleischeslust?

Sonst sterben die aus!

03.09.2010
11:57
Ärger um Fake-Werbung für Kannibalen-Lokal
von Lord Bauch | #68

Ich finde die Kampagne provokativ aber witzig. . . Mehr davon in anderen Bereichen. . .

@ Hartmut62 sind alle Kommentare wirklich von ein und derselben Person? Beim ersten habe ich echt gedacht, außer dem Fleisch sollte er das Internet auch direkt aufgeben, beim letzten Kommentar aber wird er mir beinahe sympathisch, weil er zeigt, dass es auch anders geht. . .

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