Abfuhr für die Prioritätenliste für Kassenleistungen
09.05.2009 | 17:26 Uhr 2009-05-09T17:26:00+0200
Passau. Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe handelt sich mit seiner Idee einer Prioritätenliste für Gesundheitsleistungen verbale Prügel ein. Das Gesundheitsministerium wies den Vorschlag als "realitätsfern" und "apokalyptisch" zurück. Hoppe verteidigte das Konzept in der Presse erneut.
Das Bundesgesundheitsministerium hat den Vorstoß von Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe, eine Rangliste für Gesundheitsleistungen zu erstellen, in scharfer Form zurückgewiesen. Ministeriumssprecher Klaus Vater sprach am Samstag in Berlin von «realitätsfernen, apokalyptischen Vorstellungen». Deutschland habe ein gutes Gesundheitssystem, welches die notwendigen Leistungen für die Patienten auf einem hohen Niveau organisiere. «Es ist Teil des Erfolgsmodells Sozialstaat. Das wird auch so bleiben», stellte Vater klar.
Hoppe schlägt eine Prioritätenliste vor
Der Präsident der Bundesärztekammer verteidigte seine Forderung. «Schon heute decken die Kassen nicht mehr das ab, was medizinisch notwendig und geboten wäre», sagte Hoppe der «Passauer Neuen Presse» vom Samstag. Schon jetzt gebe es eine «heimliche Rationierung». «Das Günstigste wird zum Besten erklärt. Das ist ein Irrtum. Das einzige Kriterium für die Politik scheint mir zu sein, dass der Beitragssatz stabil bleiben kann», kritisierte Hoppe.
Hoppe schlägt vor, dass ein Gesundheitsrat eine Prioritätenliste erstellt und sie regelmäßig überprüft. Schwere, lebensbedrohliche Krankheiten kämen dann ganz oben auf die Liste und würden in jedem Fall von den Kassen übernommen. "Krankheiten, die durch einen gesunden Lebensstil vermieden werden können, würden an unterste Stelle der Prioritätenliste gesetzt», sagte Hoppe.
Vater entgegnete, wenn die Gesundheitspolitik etwas nicht benötige, dann ein neues Gremium. Den gesetzlichen Rahmen für die Gesundheitsversorgung der Menschen setze das Parlament. Das müsste auch der Bundesärztekammer bekannt sein. Die Ausführung der Gesetze sei Sache der Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen. (ddp)
12:18
Vor allem sollten wir uns von dem Gedanken der Vollversorgung aller am Gesundheitssystem profitabel Beteiligten lösen!
11:53
Ich glaube wir sollten uns mal von dem Gedanken der Vollversorgung lösen dürfen. Ich bezahle als verheirateter Angestellter mit zwei Kindern einen Beitrag von über 250 € monatlich in die Krankenkasse ein. Der Arbeitgeber auch nochmal 240 €. Wenn ich aber nun zum Arzt gehe bekommt die Krankenkasse 10 € pro Quartal für mich und auch für meine Frau. Der Arzt rechent alles was er kann dann nochmal als Privatleistung ab. (gerade beim Zahnarzt wird es besonders teuer). Ich sehe mich als normal Verdiener in deutschland nur noch als Verlierer. Krankenkassenbeiträge steigen, da immer weniger Leute in den Topf einzahlen wollen oder können. Die Rentenversicherung/Pflegeversicherung steigt und steigt und nur weil keiner hier den Mut hat klar zu sagen, dass das System so wie es jetzt angelegt ist nicht mehr funktioniert. Wenn nun einer den Mut hat dieses anzuprangern wird er verbal nieder gemacht. Bitte wacht mal bitte alle auf, damit wir in deutschland auch die nächsten Generationen in eine Gesicherte Zukunft entlassen können.
08:49
schafft einfach diese Kassenärztliche Vereinigung und die Hoppes ab dann bleibt den behandelden Ärzten auch genug Geld .
15:05
Ein sehr unvorteilhaftes Foto.
01:05
verdächtige Handbewegung vom Ärztepräsidenten auf dem Bild oben....
18:03
Diese Gesellschaft ist irgendwann unter die Räuber gefallen, erwacht langsam aus dem kollektiven Koma und sinnt nun dank fortschreitender Aufklärung auf Befreiungsschläge!
15:00
Was ist nur mit dieser Gesellschaft los??
Arbeitnehmer, die von ihrem Lohn leben wollen, Rentner, die ihr Eingezahltes nach Rentenberechnung ausgezahlt bekommen wollen, Bürger, die gerecht besteuert werden wollen, Kinder und Jugendliche, die ein ordentliches Schulsystem haben wollen, ein Volk, dass von den Politikern ordentlich regiert werden will und Wähler die eine funktionierende Demokratie wollen, und, zuguterletzt, ein Gesundheitssystem wollen, welches funktioniert und erschwinglich ist ??
Das ist ein bißchen viel, oder .......??