800.000 Kinder und Jugendliche in NRW sind arm
18.08.2009 | 17:31 Uhr 2009-08-18T17:31:00+0200
Düsseldorf. Die Sozialverbände schlagen Alarm: In NRW sind 800.000 Kinder arm. Die Landesregierung habe bislang kein schlüssiges Konzept zur Armutsbekämpfung vorgelegt. Die Verbände fordern eine bedingungslose Grundsicherung von 502 Euro pro Monat und Kind.
Angesichts von knapp 800 000 armen Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen hat ein Bündnis von Sozialverbänden der Landesregierung schwere Versäumnisse vorgeworfen. Gemeinsam forderten die Arbeiterwohlfahrt, der DGB, der Paritätische Wohlfahrtsverband und der Kinderschutzbund am Dienstag in Düsseldorf ein beitragsfreies Bildungssystem und eine bedingungslose Grundsicherung von rund 500 Euro pro Monat und Kind.
«Es ist nicht hinzunehmen, dass in NRW nur 85 Prozent aller anspruchsberechtigten Kinder einen Kindergarten besuchen», sagte der Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes, Dieter Greese. Nordrhein-Westfalen bilde beim Ausbau der Kita-Plätze für unter Dreijährige mit Niedersachsen bundesweit das Schlusslicht. Die CDU/FDP-Landesregierung habe kein schlüssiges Gesamtkonzept zur Armutsbekämpfung.
«Die Landesregierung unternimmt nichts, um die Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen in NRW zu verbessern», rügte der Landeschef der Arbeiterwohlfahrt, Gunder Heimlich. Mit ihrem Runden Tisch zur Kinderarmut begnüge sich die Regierung mit der Rolle des Moderators. Die Politik müsse aktiver werden, um die «soziale Isolation» von Kindern zu bekämpfen.
Mehr Ganztagsbetreuung gefordert
In einem Memorandum sprachen sich die Organisationen zudem für eine Anhebung des Wohngelds für Familien mit Kindern aus. Nötig sei auch eine besondere Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien. Das Schulsystem müsse dem Nachwuchs mehr Bildungschancen und mehr Ganztagsbetreuung bieten.
Die Vorschläge etwa für eine Grundsicherung würden nach Angaben der Bündnispartner zunächst mindestens zehn Milliarden Euro kosten. Präventive Ausgaben für mehr Bildung könnten dem Staat aber mittelfristig Kosteneinsparungen bei der Sozial- und Jugendhilfe bringen. Im Jahr 2007 hatte allein das Land NRW rund 1,2 Milliarden Euro für die Krisenintervention bei Kindern ausgegeben. 28 700 Kinder aus verarmten Familien wurden in Heime eingewiesen.
DGB-Chef Schneider: Schulempfehlung für arme Kinder ist "Form des Klassenkampfes"
DGB-Landeschef Guntram Schneider kündigte an, das Bündnis werde die schwarz-gelbe Landesregierung bis zur Landtagswahl am 9. Mai 2010 beim Thema Kinderarmut in die Pflicht nehmen. Er kritisierte die Schulempfehlungen für arme Kinder, die zumeist nach der Grundschule in die Hauptschule geschickt würden, als «Form des Klassenkampfes». Mit dem gegliederten Schulsystem in NRW werde soziale Ungleichheit «zementiert», rügte Schneider.
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Die CDU-Familienpolitikerin Marie-Theres Kastner betonte in einer Reaktion, Armut sei ein ernstes Thema. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU), die Landesregierung und die sie tragenden Parteien ließen «sich nicht überbieten in ihrem Kampf gegen die Kinderarmut», sagte die Landtagsabgeordnete. «Worauf es jetzt ankommt, ist, Arbeitsplätze zu sichern, die Bildungschancen zu verbessern und konkret zu helfen», ergänzte sie. (ddp)
09:58
Wie können das die (schein)heilige Pastorentochter und die verluderten Sozialdemokraten vor ihrem Gewissen verantworten ?
14:48
Stimmt die Soziallisten und Kommunisten hab ich bei der Ausweisung vergessen die waren schon immer an allem Schuld. Einschließlich 2 Weltkriege und am Glaubenkrieg waren sie auch bestimmt beteiligt ! Außerdem wollen die ja jetzt auch noch die Stärkung des Parlaments gegen über der EU das geht gar nicht die müßen wech.......
Grundgesetz machen die sich schon passend Gewaltenteilung brauchen wir ja schon lange nicht mehr passt schon aber sonst ist alles im grünen Bereich in Deutschland
14:27
Da sind doch sicher die Linken Schuld!? Wähler, überlegt, wer das zu verantworten hat! Wählt endlich anders!
13:10
denke die meisten wollen kein Mitleid sondern einen Job ..... und zwar einen wo sie denn Monat drin arbeiten und ende des Monats ohne zu betteln bei der ARGE ihre Familie ernähren und ihre Miete von bezahlen können.....
Wenn unsere Herrn Unternhemer nicht auf 25% Rendite bestehn würden und dafür über Leichen (Arbeiterleichen) gehn würden hätten wir Luft zum atmen. Dann führen wir wie in dem größten Teil von Europa einen mindestlohn von 8 - 10 € ein und schau an wir werden viel weniger Menschen in Armut haben....
Oh ich hab was vergessen unsere lieben Politiker und Wirtschaftswissenschaftler sind ja der Meinung das bei einführung des Mindestlohn in Deutschland alle Unternehmen abwandern.
Super und dann..... wird unsere Post, Brötchen, Zeitung und der Müll von asien geliefert oder abgeholt... das schlimme ist das die mittlerweil das glauben was sie selber erzählen.
Ob ich dann für meinen Schwiegervater sein Diebels auch in Indien bestellen muß??
Aber gut renter sind so wie so überflüssige Schmarotzer genau so die Hartzis weg mit dem Pack....
Ausländer, Rentner, Hartzis, Kinder und die Gewerkschaften raus aus Deutschland damit es wieder aufwärts geht.... und wir endlich mal wieder Renditen von mehr als 25% ausschütten können.
17:34
Mich stört bei allen Diskussionen immer das Wort Kinderarmut.
Für mich ist dies das Unwort des Jahres.
Nehmen wir uns doch einmal den Sinn des Wortes vor: Was ist das Gegenteil von Kinderarmut?
Richtig, Kinderreichtum.
Was aber bedeutet Kinderreichtum? Bisher war damit eine Familie mit vielen Kindern gemeint, eben reich an Kindern.
Somit hat das Wort Kinderarmut die Bedeutung, arm an Kindern zu sein.
Kinder haben kein Vermögen, das Geld besitzen die Eltern.
Wenn nun Vater und Mutter über wenig Geld verfügen, dann ist das Ehepaar arm. Es hat nun für die Familie wenig Geldmittel zur Verfügung und kann natürlich für sich und die Kinder auch nicht viel Geld ausgeben.
Kinder benötigen kein Geld, da die Erziehungsberechtigten für sie sorgen (sollten), dafür bekommen alle Eltern Kindergeld in gleicher Höhe, denn vor dem Gesetz sind alle Kinder bei Geburt gleich mittellos, egal wie reich die Eltern sind, also ist auch kein Kind arm oder reich.
Von Politik und den Medien wird aber fälschlicherweise lieber über KINDERARMUT gesprochen als von fehlender Kaufkraft der Familien. Das hört sich ja viel besser an, das drückt doch viel mehr auf die Tränendrüsen.
11:31
@ Kiaora (noch) #41;
zumindest haben sie offenbar die korrelation zwischen geburtenrate und beitragspflichtiger beschäftigung (ansatzweise) erkannt ...
das lässt hoffen, dass auch die einsicht wächst, dass nämlich nicht die geburtenrate (die eh schon viel zu niedrig in deutschland ist), sondern das, was nach der geburt kommt, entscheidend ist: kindergarten, schule, studium, beruf, anstellung etc. ...
man darf das pferd doch nicht von hinten aufzäumen ...
in diesem sinne ...
für soziale gerechtigkeit und gegen krieg -> mein herz schlägt links ...
11:11
Zu #28
Was nützt uns eine hohe Geburtenrate, wenn diese Kinder unserem Sozialsystem auf der Tasche liegen, weil sie später keine Arbeit bekommen?
Nicht die Masse Kinder rettet unsere Rente, sondern eine hohe steuerpflichtige Beschäftigung.
Also nicht Masse, sondern Klasse.
Früher wurden die Kinder gut behütet, der Vater erarbeitete die Finanzen der Familie und die Kinder wurden erzogen (Mutter war da, auch bei den Hausaufgaben, es wurde zusammen gegessen, was Mutter gekocht hatte), auch ohne Kindergeld.
Wer kein Kind ernähren kann, sollte auch keines in die Welt setzen.
Denn wie gesagt: Die Masse bringts nicht.
21:02
Die, welche arbeiten, werden sowohl von ganz oben als auch von ganz unten zur Kasse gebeten.
Und solche, die keine Moral besitzen, gibt es in allen sozialen Schichten.
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20:44
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18:31
Nein, wir sollten den Eltern für jedes Kind 500 Euro in die Hand drücken, macht bei 3 Kindern 1500 Euro. Das führt aber vielleicht dazu, dass sich der alleinverdienende Familienvater, der diesen Betrag in 40 Stunden-Arbeit verdient, nicht nur diskriminiert, sondern leicht xxxxxxx fühlt.
Bittere Ironie aus