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300 DJs, 40.0000 Fans und jede Menge Musik

27.06.2010 | 16:11 Uhr
300 DJs, 40.0000 Fans und jede Menge Musik
Ein Mekka für Fans der elektronischen Tanzmusik, ein Meet & Greet der Leidenschaft: Mehr als 40000 Besucher wurden bei Ruhr in Love 2010 am Samstag im Olgapark in Oberhausen erwartet, Foto Ulla Emig / wazfotopool

Oberhausen. Von stillen und lauten Momenten: Bei der „Ruhr in Love“ in Oberhausen bleibt bis auf die Getränkeversorgung alles entspannt.

Es wirkt wie ein herzlicher Wegweser: „Hier geht es zu Sabrina und Renes Ja-Wort-Party!“ Der mit Kugelschreiber geschriebene Zettel hängt unscheinbar an einem Baum. Nur weniger Meter vor dem Eingang des Olga-Parks. Ein Liebesbekenntnis im engsten Kreis der Familie elektronischer Musik-Fans. 40.000 Tanzfreunde feiern nach Angaben der Polizei bei „Ruhr in Love“auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau ein lautstarkes Festival mit Techno, House, Hardcore und Trance.

Die Sonne brennt am Samstagmittag auf das Gelände. Also legen die Festival-Besucher erst einmal die Beine hoch, fläzen sich zwischen das Blumenbeet, suchen sich unter den Bäumen einen Schattenplatz oder lassen die Füße im kleinen Kanal des Parks in einer feuchten Erfrischung baumeln. Der Olga-Park ist ein Ort, um die Augen zu schließen. Normalerweise. Während Sonnenanbeter sich auf der faule Haut legen, werden auf 35 Tanzflächen gleichzeitig die Boxen befeuert. 300 Disk-Jockeys haben ihre Plattensammlung mitgebracht und bespielen zehn Stunden lang die Tanzwütigen.

Zwischen Kirmes und Tanzwettstreit

Es wirkt ein wenig wie Kirmes – oder ein Tanzwettstreit. Wenn einem die Beschallung auf einer der Freiluftlokalitäten nicht gefällt, kein Problem. Einige Schritte in die andere Richtung und schon steht man im nächsten Pulk. Abwechslung am Turntable versprechen auch die Schwergewichte der Szene. Tom Novy kommt aus Zürich nach Oberhausen. Menno de Jong aus Eindhoven. „Tocadisco wollen wir hören“, sagt Jennifer Brandenburg aus Frankfurt. Die weite Anreise nimmt sie gerne in Kauf: „Bei Ruhr in Love ist alles entspannt. Hier kann man ohne Stress in die Musik abtauchen.“

Erfrischungen mit dem kühlen Nass, bei den hohen Temperaturen unverzichtbar. Doch wenige Stunden vor Ende des Festivals gehen plötzlich die Wasserflaschen aus. Oftmals klagen Festival-Besucher über gänzlich fehlendes Wasser an den Ständen, wo es am frühen Abend nur noch Cola und alkoholische Getränke gibt. „Das ist ärgerlich“, findet auch Petra Geller. Sie wundert sich zudem über den Koffeinzusatz in ihrer Wasserflasche. „Das kann längst nicht jeder vertragen.“

Klangsoße aus der Ferne

Aus der Ferne klingt das Festival wie eine Klangsoße, weil sich die Töne verschiedener Tanzflächen vermischen. Auf den Flächen selbst bekommt man vom Musik-Angebot des Nachbarn dagegen wenig mit. Sommerparty in Sommerklamotten. Beim Zappeln wird wenig Stoff bevorzugt. Schrilles und Buntes gibt es. Doch die für die Anfangszeit des Techno typischen Puschel-Pailletten an den Füßen und Neonhemden haben längst Seltenheitswert.

Mittlerweile feiert man selbst im Fußball-Trikots. Nach Möglichkeit in Schwarz-Rot-Gold. Doch der Marathon-Tanz dauert länger als 90 Minuten. Trikots sind erwünscht im Tanz-Getümmel, aber bitte keine Vuvuzelas! Die WM-Tröten haben im Olga-Park Hausverbot. Bei der Auswahl lautstarker Töne gibt es schließlich maßgebliche Unterschiede.

Dirk Hein



Kommentare
29.06.2010
12:51
300 DJs, 40.0000 Fans und jede Menge Musik
von schranzbaum | #18

zombellek city, kann man da nur sagen. aber wems gefällt. war noch bei der ersten ril in gelsenkirchen am start und auch die ersten beiden male in ob. mittlerweile ist mir aber zu voll, zu jung und soundmäßig zu grottig. da wäre ich am samstag lieber zum awakenings-festival nach amsterdam gefahren. dann eben in vier wochen zur juicybeats nach dortmund. da ists günstiger, älter und vor allem musikalisch um längen besser. abgesehen von heavy metal und schlager wird dort alles an elektronischer musik geboten, was es so gibt und nicht nur kirmesrave mit anfassen.

29.06.2010
10:40
300 DJs, 40.0000 Fans und jede Menge Musik
von DankeJungs! | #17

*wenn man Sätze liest, wie..... so soll es heißen.

29.06.2010
10:40
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #16

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

29.06.2010
10:39
300 DJs, 40.0000 Fans und jede Menge Musik
von DankeJungs! | #15

@ #14 Der Chef

Was soll ich sein lassen? Mich zu äußern, wenn ich Probleme habe einen Kommentar sinngemäß zu lesen? Du musst zugeben, dass es schwer fällt, wenn man Sätze wie

Zitat: auf dem bild kann man sehen an gesicht ausdruck oder sich verhaltet
dann kann ich meine meinung nach
sagen es gibt auch leute ich möchte alles
haben die nasehoch sind

Oder verstehen Sie da den näheren Hintergrund?! Ich mein es nicht böse, ich will nur wisen, was er/sie meint.

28.06.2010
18:21
300 DJs, 40.0000 Fans und jede Menge Musik
von Der Chef | #14

- @9 meine den @10

Lass es sein !

28.06.2010
18:19
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #13

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

28.06.2010
17:24
300 DJs, 40.0000 Fans und jede Menge Musik
von OrinocoMoricone | #12

Hallo SOLO, warum so unwirsch und unfreundlich. Zugedröhnt bin ich übrigens nie, obwohl mit dem ausscheiden Nordkoreas bei der WM genügend Grund dafür vorläge. Glück auf!!!

28.06.2010
16:58
300 DJs, 40.0000 Fans und jede Menge Musik
von Fassblender | #11

IHR NEHMT DOCH ALLE DROGEN !
:-)

28.06.2010
12:09
300 DJs, 40.0000 Fans und jede Menge Musik
von DankeJungs! | #10

#9 von Wo Ist Meine Tröte

kannst du kein Deutsch? Oder hat #7 doch recht?!


Das Fest war toll, wie immer viele merkwürdige Menschen unterwegs, und wie immer viele, die sich nicht belehren ließen, die Drogen sein zu lassen und genug zu trinken... Aber am schlimmsten war tatsächlich, dass es abends kein Wasser mehr gab - weder in der Flasche noch im Glas.

Meiner Meinung nach ein organisatorischer Fehler - man hätte damit rechnen müssen, dass die meisten Leute bei der Hitze weniger Alkohol geben als Wasser; auch Cola habe ich nicht oft in Händen anderer gesehen.

Dass auf der RiL Wasser mit Koffein versetzt in Flaschen verkauft wird, ist schon seit Jahren so, sollte aber wirklich nochmal überdacht werden: Ich war von 12 Uhr bis 20 Uhr tanzen und habe in der Zeit für 36,- (10 Flaschen á 0,5l) Wasser getrunken... ich war (ohne Drogen) aufgedreht wie ein Eichhörnchen... die Preise dazu waren wie immer horrend... einfaches Mineralwasser oder stilles Wasser tun es doch auch, leibe Veranstalter.

28.06.2010
10:22
300 DJs, 40.0000 Fans und jede Menge Musik
von Wo Ist Meine Tröte | #9

@7
Nein das bin ich nicht mit ihre aussage

auf dem bild kann man sehen an gesicht ausdruck oder sich verhaltet
dann kann ich meine meinung nach
sagen es gibt auch leute ich möchte alles
haben die nasehoch sind

am schlimmste sind auch die junge mädels
die voll betrucken sind
ich finde es sehr schlimm deren eltern
das die erlauben da hinzugehen beim olga platz
oder centro

es ist nicht böse gemeint gegen euch
man muss auch mal wachrüttel was
da los ist

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