14-Jähriger kannte Kassandra aus dem Jugendtreff
03.10.2009 | 18:18 Uhr 2009-10-03T18:18:00+0200
Velbert/Mettmann. Die Polizei hat im Fall der misshandelten Kassandra aus Velbert einen 14-Jährigen festgenommen. Der junge Mann ist bereits seit der Grundschule verhaltensauffällig und besucht eine Förderschule. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.
Im Fall der schwer misshandelten Kassandra aus Velbert ist ein 14-jähriger Jugendlicher unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden. Gegen ihn wurde am Samstag Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. Nach Angaben eines Polizeisprechers kannte der Tatverdächtige das neunjährige Mädchen von einem gemeinsam besuchten Jugendtreff und ist mit ihren Geschwistern befreundet. Der 14-Jährige wird durch Zeugenaussagen und Faserspuren an der Kleidung des Opfers belastet. Er machte zu dem Tatvorwurf bislang keine Angaben.
Der verhaltensauffällige Jugendliche sei schon kurz nach der Tat ins Visier der Polizei geraten, berichtete der Leiter der Mordkommission, Wolfgang Siegmund, in Mettmann. Der 14-Jährige besucht eine Förderschule für kommunikations- und emotional gestörte Kinder. Er zählt zu den regelmäßigen Besuchern der Einrichtung, in der Kassandra ihre Hausaufgabenbetreuung erhielt. Zeugenaussagen zufolge hielt sich der Junge vor der Tat nahe dem Gebäude auf. Dort war er aufgefallen, weil er wiederholt kleinere Kinder geärgert hatte, wofür ihm ein Hausverbot erteilt wurde. Die Angebote des Hauses für Jugendliche durfte er aber weiter nutzen.
Kassandra noch nicht vernehmungsfähig
Nach der Tat war der Junge wiederholt von der Polizei vernommen worden. Dabei habe er völlig gelassen und ohne jede Gefühlsregung ausgesagt, sagte Siegmund. Die Ermittler gehen davon aus, dass er Kassandras Jacke, die erst nach einer aufwendigen Suche gefunden wurde, in der Nähe des Tatorts versteckt hatte. Eine Untersuchung im Landeskriminalamt hatte am Freitag bestätigt, dass sich Faserspuren von der Kleidung des Täters an der Jacke des Opfers befunden hatten. Daraufhin wurde der Haftbefehl beantragt.
Kassandra befindet sich laut Polizei weiterhin auf dem Weg der Besserung. Sie werde voraussichtlich keine bleibenden körperlichen Schäden behalten, hieß es. Vernehmungsfähig ist sie noch nicht.
Die Neunjährige war am Abend des 14. September von der Nachmittagsbetreuung in einem katholischen Jugendtreff nicht nach Hause zurückgekehrt. In der Nacht zum 15. September wurde sie von einem Suchhund der Polizei in einem verschlossenen Kanalschacht in rund 1,50 Meter Tiefe gefunden. Das Mädchen war schwer misshandelt und lebensgefährlich verletzt worden. Hinweise auf einen sexuellen Missbrauch fanden sich nicht. (ddp)
16:55
Der Junge soll ja schon im Grundschulalter auffällig gewesen sein. Ganz sicher möchte ich sein Verhalten nicht entschuldigen und ich finde auch, dass viele Jugendliche heutzutage extrem überreagieren (wie im Fall des von 17/18-jährigen zu Tode geprügelten Unternehmer). Ich denke oft darüber nach, warum es Schulen für Hundehalter, aber nicht für Eltern im Bezug auf ihre Kinder gibt.
Viele Eltern wissen gar nicht, wie sie Kinder zu vernünftigen Menschen erziehen oder was aus ihnen wird, wenn sie sie vernachlässigen. Daran sollte die Gesellschaft endlich einmal arbeiten, ansonsten sehe ich Schwarz für die Zukunft und für die Sicherheit aller in unserem Land. Denn diese gewalttätigen Jugendlichen werden uns noch gehörig über den Kopf wachsen.
08:21
14 jähriger ? junger Mann???
Bestenfalls ein Jugendlicher.
Da hat aber zuhause so einiges nicht gestimmt, wenn er trotz Hausverbot immer wieder in diesen Treff gegangen ist, obwohl er dort durch sein Verhalten aufgefallen ist.
Hat da niemand mit den Eltern Kontakt aufgenommen?
Alles Gute für die kleine Kassandra.
22:26
bin mir 100% sicher das die polizei diesen fall aufklären wird .die sind nämlich ganz bestimmt nicht so dämlich wie eure kommentare..für mich seid ihr so typische dorftrottel.gott sei dank lebe ich in einer stadt und arbeite nur auf dem land.im leben ist nun mal nicht alles gerecht.leid tut mir nur das arme mädchen und als vater einer 12 jährigen tochter kann ich nur sagen,ich würde ausrasten.viele grüsse an euch ihr kleinen privatdetektive.
21:40
Hoffen wir das Kassandra wieder vollkommen genesen wird und das sie den Richtigen haben und dieser seine Strafe bekommt.
@Manfred: Kennen Sie die Eltern oder woher nehmen Sie sich das Recht über Menschen zu urteilen?
18:08
WAS FÜR ZEITBOMBEN !!!
Die Eltern ...zeigten sich schockiert über die Festnahme Na ja, vielleicht stimmt ja auch mit deren Rechtsempfinden einfach etwas nicht - bei dem, was der Tatverdächtige mit 14 schon auf dem Kerbholz hat. In Winnenden waren es 1000 Schuß Munition, die in der Wohnung lagerten! Aus diesen ZEITBOMBEN entstehen dann die bedauernswerten psychisch Kranken. Sorry: politically correcness vergewaltigt das Opfer ein zweites Mal! Kassandra ist nicht Opfer einer Krankheit, sondern eines Verbrechers geworden - UND seiner verkorksten Eltern.
18:07
Ich wünsche Kassandra eine schnelle Genesung, viel Kraft und liebe Menschen an Ihre Seite, die Ihr helfen, Ihr Leben weiterzuleben. Die Gesellschaft, liebe Leute, das sind WIR! Die Gesellschaft ist, worin sich jeder geistig moralisch gewendet eingerichtet hat. Oder möchte jemand Privatfernsehen usw. wieder abschaffen? Die Gesellschaft ist schuld, wenn was schief läuft. Wo wart IHR, als in München die Zivilcourage totgeschlagen wurde? Sind SIE fit für das WIR? Kleiner Test: wie lange liegt Ihr Erstehilfe-Kurs zurück? Ach so, dafür gibts ja den Rettungsdienst! Das passt in das Bild, wie hier mit anderen Meinungen umgegangen wird! Aus der Distanz - versteckt hinterm PC - mal ordentlich draufhauen, wenn jemand (s)eine andere Meinung hat. Raus aus der Deckung, denn: so was kommt von so was... banal, nicht wahr?
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17:38
@Ostfriese: Wichtig ist doch erstmal, was in diesem Falle im Vorraus verhaltensauffällig meint. In Deutschland gelten nach Studien knapp 20% aller Kinder bei der Einschlung als verhaltensauffällig - im hier vorliegenden Fall scheint das aber doch stärker ausgeprägt gewesen zu sein.
17:32
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