1300 Bandidos feiern weitgehend friedlich
15.11.2009 | 16:54 Uhr 2009-11-15T16:54:00+0100
Schwerte. Das zehnjährige Jubiläum ihres Vereins haben rund 1300 Mitglieder der Bandidos in Schwerte gefeiert. Die Veranstaltung blieb bis zu ihrem Ende am Sonntagmorgen weitgehend friedlich. Allerdings wurden Journalisten bedroht. Die Polizei war mit einem Großaufgebot dabei.
Rund 1300 Mitglieder der Motorradclubs «Bandidos» haben am Samstagabend in Schwerte das zehnjährige Jubiläum ihres Vereins in Deutschland gefeiert. Die Veranstaltung im Vereinsheim der «Bandidos» wurde von einem Großaufgebot der Polizei beobachtet. Nach Angaben eines Polizeisprechers blieb die Veranstaltung bis zu ihrem Ende am Sonntagmorgen friedlich. Allerdings wurden anwesende Journalisten von den aus dem ganzen Bundesgebiet angereisten Rockern bedroht. Die «Bandidos» werfen den Medien eine falsche Berichterstattung über ihre Organisation vor.
In den vergangenen Wochen hatte es gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen den Rockerbanden «Bandidos» und «Hells Angels» in Duisburg, Solingen und Essen gegeben. Die Zwischenfälle standen möglicherweise im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod eines 32-jährigen «Bandidos»-Mitglieds in Duisburg. Der Mann war von einem 31 Jahre alten Mann erschossen worden, der mit den «Hells Angels» sympathisiert haben soll. Anlass für die Gewalttat war jedoch ein Streit um eine Frau. Seit diesen Vorfällen hat die Polizei ihren Druck auf die rivalisierenden Gruppierungen erhöht.
Bandidos warben um Verständnis der Anwohner
Erst am Freitagabend hatte die Polizei bei der Durchsuchung eines Vereinshauses der «Bandidos» ein umfangreiches Waffenarsenal sichergestellt. Die Beamten fanden eigenen Angaben zufolge unter anderem zwei Pistolen, eine Langwaffe, mehrere Messer, Schlagstöcke, Baseballschläger sowie 24 Pflastersteine. Grundlage der Durchsuchung der Vereins- und Privaträume war ein Beschluss des Amtsgerichts Essen im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen ein Bandenmitglied. Die Beamten stellten die Personalien von 14 Personen fest.
Vor ihrer Jubiläumsfeier hatten die «Bandidos» in Schwerte bei den Anwohnern ihres Vereinsheims um Verständnis geworben. In einem der Nachrichtenagentur ddp vorliegenden Schreiben an die Nachbarn distanziert sich die Gruppierung von Gewalttaten und organisierter Kriminalität. «Unsere Mitglieder führen ein ganz normales Leben, so wie die meisten anderen Menschen auch. Wir gehen geregelten Arbeitsverhältnissen nach und haben teilweise Familien und Kinder», heißt es in dem Schreiben. Die Nachbarn wurden ausdrücklich zum Mitfeiern eingeladen.
Wie ein Polizeisprecher betonte, hat es sich um eine private Feier gehandelt, deshalb konnte die Veranstaltung auch nicht verboten werden. Zunächst hatten sich die «Bandidos» an dem Tag in Dortmund treffen wollen, die Veranstaltung dann aber verlegt.
Polizeigewerkschaft fordert bessere Zusammenarbeit
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert eine bessere länderübergreifende Zusammenarbeit bei den Ermittlungen gegen gefährliche Rockerbanden. «Die Bundesländer müssen sich mehr abstimmen und den Verfolgungsdruck auf diese Banden erhöhen», sagte DPolG-Chef Rainer Wendt. Es dürfe bei der Überwachung von Rockertreffs und der Kontrolle von illegalen Waffenlagern «keinerlei Lücken geben».
«Von Flensburg bis Passau müssen diese Banden flächendeckend verfolgt werden», forderte Wendt. Deshalb müsse die Konferenz der Innenminister eine intensivere Zusammenarbeit beschließen.
Ein Verbot von Rockerbanden wie «Bandidos» oder «Hells Angels» lehnte der Polizeigewerkschafter als «stumpfes Schwert» ab. Ein Verbot sei rechtlich zu kompliziert. Zudem könnten sich nach einem Verbot schnell neue Banden und Vereine gründen. (ddp)
23:47
Ich möchte auf einer feier zu meinem runden geburtstag auch keine presse sehen!
und weitgehend friedlich trifft és ja nicht wirklich! ES WAR ALLES FRIEDLICH UND VÖLLIG ENTSPANNT!!!!!!
komisch, irgendwie arten veranstaltungen in anderen lokalitäten in schwerte ständig aus, so das die polizei jedesmal anrücken muß, scheint nur niemandem auf zu fallen! das sollte doch auch mal zu denken geben!
auf jeden fall herzlichen dank und nochmal glückwunsch an die bandidos zur gelungenen feier!
06:38
Bei solcher Berichterstattung wundert sich die schreibende Zunft über negative Sympathiebekundung?
19:50
[editiert] weitgehend friedlich...musste doch wohl nicht sein.
16:31
Schon seltsam, wenn sich die einen zeitgleich in Frankfurt völlig frei bewegen, was nicht mal besonders erwähnt wird, während man uns die anderen als Horde wildgewordener Tiere in Presse, Funk und Fernsehen verkaufen will.
Wird da aussortiert, wer am Ende übrig bleiben darf oder gibts demnächst die Meldung, das bandidos und 81er total o.k. sind, wie sie dieses Wochenende unter Beweis gestellt haben?
Da lobe ich mir Fam. Mayer, die sich lieber persönlich ein Bild macht und nicht alles glaubt, was so in der Zeitung steht.
16:06
WR , gleich wie Bild .
16:01
Wenn es keinerlei Zwischenfälle gegeben hat, ist die Überschrift weitgehend friedlich doch schon die nächste Unverschämtheit. Und da wundert sich die Schmierenjournaille, dass sie bei der Party unerwünscht ist?
15:47
Auch auf diesem Wege noch einmal vielen Dank an die Bandidos, denn wir haben mit unseren beiden Kindern (10+12) einen tollen und spannenden Tag bei Euch verbracht!
Uns wollte die Polizei anscheinend auch zurückhalten (Sollen die Kinder wirklich mit ???), aber davon haben wir uns nicht beeindrucken lassen! Wieso auch?
In diesem Sinne und wie wir gestern gelernt haben:
Support your local MC!
:-)
15:34
ist doch verständlich wenn Journalisten höflich angesprochen werden, wenn diese mit Blödzeitungsgehabe berichten, dürfen sie sich auch nicht beschweren.
15:26
Am schlimmsten war die Pozilei!
Hatte es schon woanders geschrieben. Arrogant , überheblich , unfreundlich.
Ist doch klar - das hebt die Stimmung.
Ich hab mich bei den Bandidos wohl gefühlt !
War ein netter Abend! Immer wieder gern!
15:11
astrein. wäre auch ohne diesen sicherheitsaufwand genau so entspannt gewesen.
mindestens so, wie beim 10.ten der hells angels an diesem wochenende in frankfurt..
http://www.bild.de/BILD/regional/frankfurt/aktuell/2009/11/14/hells-angels/so-feiern-sie-in-ihrem-clubhaus.html
ist aber auch nicht im westen. deshalb muß man ja auch nicht fragen, warum die ein dürfen und die anderen nicht ;-)